Fundstücke
By webmaster • Aug 24th, 2010 • Category: AllgemeinAlfred Fresin: Der bürgerliche Staat. Kritk und Alternativen
Alfred Fresin: Der bürgerliche Staat. Kritk und Alternativen
Die Musikwissenschaft in Forschung und Lehre – Kritik einer bürgerlichen Wissenschaft
Dass der Kapitalismus, heute eher bekannt als soziale Marktwirtschaft vielen Leuten überhaupt nicht gut tut, ist nicht nur in der Krise offensichtlich. Deshalb verwundert es auch nicht, wenn quer durch die Gesellschaft Einigkeit darüber besteht, dass sich „was ändern muss“. Keine Einigkeit besteht freilich darüber, was geändert werden muss. Die Vorschläge reichen von „mehr Markt“ bis zu „Abschaffung des Kapitalismus“. Wer hat da eigentlich Recht? Ist die „Schere zwischen Armen und Reichen“ das Resultat von „Entgleisungen des Systems“ oder des „Systems“ selbst? Dabei ist das gar keine Frage des Rechthabens, sondern eine der praktischen Notwendigkeit: Was muss man wirklich tun, um das Elend zu beseitigen?
Im III. Teil der Aufsatzreihe zur heutigen Integration und Desintegration von Jugendlichen schreibt Uwe Findeisen über die schulische Leistungsproblematik und das Ranking, über Neid und den individualisierten Erfolg und über die Mechanismen der jugendlichen Identitätssuche in Schule und Gesellschaft. Der Autor untersucht dazu insbesondere die Formen und Inhalte der heutigen Jugendkulturen, die Bedeutung des Selbstbildes und die Rolle der Gruppe.
Ein spekulatives Machtwort!
Als wäre sie eine sparsame Hausfrau von anno dunnemals wiederholt Kanzlerin Merkel fürs Volk immer wieder die Spruchweisheit, dass man auf Dauer nicht mehr ausgeben könne als man einnehme. In einer vom Kredit beherrschten kapitalistischen Welt ist das extrem albern. [...]
Der Fußballfan …
… ist nicht einfach ein leidenschaftlicher Anhänger einer Sportart. Wäre er das, so würde er das Gekicke aus Interesse an tollen Kombinationen, Dribblings und Torschüssen betrachten. [...]
Text der Bremer Gruppe Associazione delle Talpe:
Kurzfassung
Postnazismus, Staatsableitung, Zivilgesellschaft? Über eine notwendige Debatte
Fußball-Fieber
Wenn Nationen Tore schießen…
Wenn Podolski, Kaka oder Ronaldo ein Tor schießen, steigt weder das Bruttoinlandsprodukt noch der außenpolitische Einfluss des Landes. Belanglos sind die Ergebnisse der Nationalkicker deswegen noch lange nicht. Während der WM herrscht Ausnahmezustand: Wildfremde Menschen, die sich sonst eher misstrauisch begegnen, liegen sich beim Public Viewing betrunken in den Armen; Fabrikbesitzer, die [...]
Viele haben sich ereifert über die Hartherzigkeit und Ungerechtigkeit der Kündigung von „Emmely“. Diese über die Grenzen hinaus bekanntgewordene und zur Symbolfigur eines Kampfes gegen Unternehmerwillkür und Klassenjustiz aufgestiegene Kassiererin aus Berlin, die eigentlich Barbara heißt, hat jetzt von höchster Instanz Recht bekommen.
Ihre fristlose Kündigung durch den Arbeitgebers wegen unrechtmäßig eingelöster (vom Kunden verlorener) Getränkebons im Wert von 1,30 Euro ist zu Unrecht erfolgt – das hat, nach anderslautenden Urteilen der vorgelagerten Gerichte, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden. „Emmely“ darf wieder ran an die Kasse, die nach ihrer Aussage ihr „Leben“ ist.
Die Richter des obersten Arbeitsgerichts begründen ihr Urteil so: Nach 31 Jahren Betriebszugehörigkeit ist selbst dann, wenn Bagatelldiebstähle im Prinzip unabhängig von der Höhe des Schadens den Rausschmiss rechtfertigen, eine vorherige Abmahnung angesagt, zumal bei „Emmely“ eine Tatwiederholung nicht zu erwarten war. Der Arbeitgeber hat also den jeweiligen Einzelfall zu würdigen und die Verhältnismäßigkeit der Mittel abzuwägen.(…)
Zu den ethnischen Pogromen in Kirgistan werden alle möglichen Hintergrundinformationen serviert. Eigentlich sei Stalin schuld, weil er die Grenzen gleichgültig gegenüber traditioneller Besiedlung durch Kirgisen, Usbeken, Tadschiken gezogen habe. Die Gegend sei ein Umschlagplatz für Rauschgift, entsprechend hätten mafiose Gangs mit ethnischem Schwerpunkt dort Rechnungen gegeneinander zu begleichen. Der von der Macht vertriebene Ex-Präsident wiegele mit seinen Clanmitgliedern die Volksgruppen gegeneinander auf, um das von verkehrten Nachfolgern regierte Land zu destabilisieren. Die Regierungen der Region seien zu schwach, um einzugreifen, die Paten Russland oder USA zögerten…(…)