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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

Archives for the ‘Artikel’ Category

[11/2011] »Wir tun es für uns«

By • Nov 26th, 2011 • Category: Artikel

Hintergrund. Die Berliner Regierung unternimmt den abenteuerlichen Versuch, die Systemkrise ihrer Währung als Chance für ein deutscheres Europa zu nutzen. […]
Von Peter Decker



[10/2010] Der Fall Sarrazin – eine Buchveröffentlichung wird zur Staatsaffäre

By • Okt 28th, 2010 • Category: Artikel

Dieser Mann kennt nur eine Sorge: Die Nation, ihr Reichtum und ihre Macht, soll wachsen – was immer diese Macht daheim oder auswärts anrichtet. Das treibt ihn um, und er will „provozieren“. Womit eigentlich? Mit einer ganz normalen Denke, wie man sie von Politikern immer wieder hört: „Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land […]



[07/2010] Das Öl im Golf von Mexiko – Unvorhergesehener Kostenfaktor einer marktwirtschaftlichen Geschäftskalkulation oder Eine „menschliche“ Katastrophe?

By • Jul 3rd, 2010 • Category: Artikel

Über die Berechnungen des Geschäfts, die BP veranlasst haben, vom Meeresgrund aus nach Öl zu bohren, steht alles in der Zeitung: Die derzeitige Höhe des Ölpreises macht den investiven Aufwand rentierlich. Für den US- Staat sind nationale Ölfelder ohne fremde Transitländer ein Mittel zur strategischen Unabhängigkeit von diesem kostengünstigsten Energieträger. Die zuständigen Aufsichtsbehörden haben das Geschäft von „Big Oil“ genehmigt, obwohl eine Verseuchung des Meeres bei der Ölförderung notwendigerweise dazugehört. So lange diese in den „normalen“ Grenzen bleibt, läuft das Geschäft wie geschmiert. Die Erwartung eines lukrativen Geschäfts mit dem Öl und das nationale Interesse verbietet es offensichtlich, mit der Förderung so lange zu warten, bis man die 100-prozentige Sicherheit hat, dass der Rohstoff ohne jegliche Gefahr für Mensch und Natur aus dem Boden sprudelt. (…)



[10/2009] Kritik der VWL: Die soziale Marktwirtschaft und die ‚gesellschaftlich erwünschte‘ Armut

By • Okt 20th, 2009 • Category: Artikel

Seit der internationale Finanzmarkt sich selbst zerlegt hat und sich infolgedessen die sonstigen Märkte in einer Weltwirtschaftskrise befinden, hat das Dogma vom freien Markt, der alles dann am besten regelt, wenn nicht in ihn „eingegriffen“ wird, etwas an Popularität eingebüßt – praktisch und theoretisch. Während sich staatliche Rettungspakete, Schutzschirme und Konjunkturprogramme darum bemühen, marktwirtschaftlicher Geschäftstätigkeit zum Erfolg zu verhelfen, während Kurzarbeitsregelungen Massenentlassungen verzögern und Sicherungsklauseln in der Rentenformel die Altersarmut regeln sollen, während die Politik also kräftig am „Eingreifen“ ist, zerbrechen sich die ökonomischen Sachverständigen öffentlich den Kopf darüber, ob sie das – marktwirtschaftstheoretisch betrachtet – soll, muss oder darf.



[09/2009] Der Wähler

By • Sep 9th, 2009 • Category: Artikel

Der wirkliche Souverän ist auch in der Demokratie die jeweilige Regierung. In der Demokratie ist die aber höflich genug, „den Wähler“ als den „eigentlichen“ Souverän von sich zu unterscheiden und als ihren Auftraggeber auszugeben.

Dieses „eigentliche“ Subjekt des nationalen Willens ist, was sonst im demokratischen Freiheitsstall zutiefst verpönt ist, ein Kollektiv, in dem der einzelne überhaupt nicht nach Leistung gewürdigt wird, auch nicht nach seinen Überlegungen und Argumenten, sondern als unterschiedslose Ziffer. Fürs Wahlergebnis zählt das Votum der unverwechselbaren Einzelpersönlichkeit bloß in seiner zufälligen Übereinstimmung mit den Stimmen vieler anderer und hat um so mehr Gewicht, ein je kleinerer Bruchteil es in der Gesamtsumme gleicher Stimmen ist. […]



[07/2009] Bad Bank

By • Jul 11th, 2009 • Category: Artikel

Ungefhr so soll man sich das denken: Die Krise zieht sich hin, weil die Geschfte einfach nicht wieder in Gang kommen. Das kommt daher, dass die Banken, Lebensader unserer Wirtschaft, die Geschftsleute nicht mit dem Kredit versorgen, den die brauchen. Das tun sie nicht, weil sie auf vielen Giftpapieren sitzen, weshalb zwischen ihnen wie im Umgang mit der restlichen Geschftswelt einfach kein Vertrauen mehr ist. Klar daher, dass der Staat ihnen unbedingt wieder zu dem und darber uns allen aus der Krise verhelfen muss: Ein ultimativer Schritt zur Rettung der Banken unter dem Titel ‚bad bank‘ soll das leisten. […]



[05/2009] Das Wachstum

By • Mai 25th, 2009 • Category: Artikel

Wir brauchen dringend wieder Wachstum (Angela Merkel)
Es herrscht groe Besorgnis: Das Wachstum ist weg; die Wirtschaft schrumpft. Der Staat hlt milliardenschwere Konjunkturprogramme fr notwendig, damit die Wirtschaft wieder anspringen und uns mit positiven Wachstumszahlen erfreuen mge. Zeit fr die Fragen: Was ist das Wachstum und warum ist es so wichtig? Und vor allem: Wer ist das Wir, das laut Merkel dringend wieder Wachstum braucht?



[03/2009] Das Stichwort: Der Steuerzahler

By • Mrz 7th, 2009 • Category: Artikel

Seit die Regierung immer grere Milliardensummen aufbietet, um die Banken und jetzt auch noch die Konjunktur zu retten tritt immer hufiger eine eigentmliche politische Figur ins ffentliche Rampenlicht: Der Steuerzahler. Der scheint ein heikler Bursche zu sein, der eine Art Wchteramt innehat und es berhaupt nicht leiden kann, wenn die Politik mit den Milliarden, die sie sich genehmigt, nicht korrekt umgeht.



[01/2009] Die demokratische Öffentlichkeit bespricht die Krise

By • Jan 4th, 2009 • Category: Artikel

Der Kapitalismus lebt!
Milliardenvermgen wurden vernichtet, eine Weltrezession kann nicht mehr ausgeschlossen werden. Die Kreditkrise hat sich erneut dramatisch verschrft Sie ist aber, historisch betrachtet, keine beispiellose Krise, und schon gar nicht das Ende des Kapitalismus.



[12/2008] Die deutsche Linke sieht sich bestätigt: Der neoliberale Turbo-Kapitalismus ist gescheitert! Wir wären bessere Manager!

By • Dez 8th, 2008 • Category: Artikel

Anhnger der Zusammenbruchstheorie des Kapitalismus kndigen seit ewigen Zeiten die Selbstzerstrung dieses Systems an. Von Marx wollen sie gelernt haben, dass es nicht darum geht, den Widersinn und die Arbeiterfeindlichkeit dieses Wirtschaftssystems zu kritisieren und es abzuschaffen, sondern darum nachzuweisen, dass es auf Dauer sowieso nicht bestehen kann. Seine Gegner, so diese revolutionre Hoffnungslehre, mssen nur warten knnen, um im rechten Moment auf der historischen tabula rasa etwas Neues zu errichten.