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Protokoll zum jour fixe München vom 26.04.2021

Von • Mai 4th, 2021 • Kategorie: Protokolle

Neues Protokoll zum Jour Fixe vom 26.04.21:

 

1. Nachträge zu Pandemie XVIII „Deutschland im Winter-Lockdown“ (GS 1-21) und

2. „Anti“- gegen „Rassisten“ – Der unrassistische Klassenstaat und seine verfeindeten Moralisten (GS 1-21)

 

 

 

Das nächste Mal am 10. Mai 2021 weiter im Artikel.

 

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf210426-Winterlockdown3-Anti-Rassisten.pdf

 

https://de.gegenstandpunkt.com/jfp/jf-protokolle

 

https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-1-21

 

vgl. auch  https://www.jungewelt.de/artikel/399999.aus-der-b%C3%BCrgerlichen-gesellschaft-geglaubte-lebensl%C3%BCge.html?sstr=Wentzke

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  1. Neues Protokoll zum Jour Fixe vom 10.05.2021

    „Anti“- gegen „Rassisten“ – Der unrassistische Klassenstaat und seine verfeindeten Moralisten (GS 1-21)

    II. Anti- und Rassisten: Gläubige Anhänger der Lebenslügen des demokratischen Rechtsstaats (Fortsetzung der Debatte)

    (…) Antirassismus in den USA geht mit der allergrößten Selbstverständlichkeit davon aus, dass eine Person dadurch definiert ist, dass sie einer bestimmten Community oder einer bestimmten Rasse angehört, schwarz, weiß, irisch oder Latino. Auf Grundlage der Existenz dieser verschiedenen Kollektive wird die Forderung erhoben: Angehörige der verschiedenen Kollektive sollen die gleichen Rechte und Chancen haben, und dürfen wegen ihrer Zugehörigkeit zu einem Kollektiv in der Konkurrenz nicht benachteiligt werden. Der Standpunkt der harmonischen Gemeinschaft existiert in den USA also im positiven Bezug auf die unterschiedlichen Communities. Für die und deren Mitglieder wird Gleichbehandlung und Gleichberechtigung angemahnt. Alle sollen gleichermaßen darin zusammenwirken, die Gemeinschaft voranzubringen und jenseits aller Unterschiede friedlich zu koexistieren. (…)

    Die Realität der Verfassung ist dagegen: Wenn der Staat, ob hier oder in Amerika, unter Berufung auf seine Verfassung die Leute als Gleiche, Freie und mit Menschenwürde ausgestattete Figuren behandelt, dann schafft er genau damit die unschönen Zustände, mit denen die Leute unzufrieden sind. Der Übergang, den die Antirassisten machen, liegt darin, dass sie die Prinzipien des Staates gar nicht darauf überprüfen, welcher Politik sie dienen, sondern sie als hehre Maximen für gut befinden. Dann ist Gleichheit identisch mit Nichtdiskriminierung und die Welt ist in Ordnung. Umgekehrt: Wenn in der Welt etwas nicht für in Ordnung befunden wird, wird dies fälschlich darauf zurückgeführt, dass das Ideal der Gleichbehandlung, der Nichtdiskriminierung noch nicht ganz verwirklicht ist. Weil Diskriminierung zu ihrem schönen Bild der harmonischen Gemeinschaft nicht passt, klagen Antirassisten ein, dass keinem negativ eine Besonderheit zugerechnet wird.
    Die Klagen der Antirassisten beziehen sich auf die Lebenslüge des Staats, dass es seine Aufgabe wäre, sich um das Wohl der Gemeinschaft zu kümmern. (…)

    Mit dem Ideal, der Staat müsste sich eigentlich um das Wohl der Leute, das Gute, Schöne und Wahre kümmern, überhöhen Antirassisten die Realität. Was bei ihnen aber gar nicht vorkommt, ist, wie er die Leute tatsächlich behandelt und was er damit bewirkt. Antirassisten kommen nie auf den Punkt, worum es im Staat wirklich geht und wonach er die Leute tatsächlich sortiert. (…) Der Vorwurf ist nicht, dass Antirassisten keine Kapitalismuskritik üben, sondern welche: ‚Ausblenden‘ verweist darauf, dass Antirassisten die Verhältnisse gar nicht objektiv zur Kenntnis nehmen; deren politische oder politökonomische Bestimmungen sind nicht ihr Gegenstand. Was sie vorrangig an den Verhältnissen auszusetzen haben, ist im Text benannt als „das falsche Bewusstsein von dem Privileg, ein weißer Eingeborener zu sein“. (…)

    Der Artikel stellt klar: Die Kritik heißt nicht, wie kann man nur mit so einem bornierten Standpunkt auf die kapitalistische Konkurrenzgesellschaft blicken. Sie heißt: Dieser Idealismus verhimmelt die Konkurrenzgesellschaft angesichts ihrer Realität, die Antirassisten so idealistisch in den Blick nehmen.
    In Punkt III.2. wird das Beispiel Personalbüro explizit zum Gegenstand gemacht. Da kann man nochmal diskutieren, wie sich Antirassisten auf die Konkurrenz und die dort stattfindende Diskriminierung beziehen. (…)

    2. (…) Grundlage des Standpunkts des Hardcore-Nationalismus ist die Stellung des Bürgers, die Anforderungen an sich als Selbstverständlichkeit zu nehmen und gleichzeitig seine gewohnten notwendigen Einstellungen zum Zurechtkommen zu überhöhen und zur Identität und Tugend von sich selbst zu erklären. Die Idee, einem besonderen Menschenschlag anzugehören, ist nicht einfach eine Spinnerei, sondern hat seine Basis im allgemeinen Patriotismus, den die Leute selbst pflegen. Diese allgemeine Stellung wird hier radikal. (…)

    Das, was als Tugenden, die einen Deutschen auszeichnen, also als Nationalcharakter besprochen wird, ist nichts anderes als die gewohnheitsmäßige Anpassung an Verhältnisse, die übrigens nicht nur Rechte als ihre Wurzeln bezeichnen. Die Verhältnisse, in denen man lebt, werden gedeutet als das, was einen selbst ausmacht, was einem entspricht. Dazu kommt der rassistische Schritt, der das zur Natureigenschaft zu erklärt. Das Deutschsein ist dann keine Frage des Bewusstseins mehr, sondern eine Frage der Natur, der man nicht auskommt. Der deutsche Staat darf das nicht ruinieren, indem er die deutsche Natur daran hindert, sich auszuleben. Dieser Standpunkt der Besonderheit der Deutschen wird ständig in irgendeiner Weise bebildert. Auch das Argument der Wurzeln ist ein Bild für Unausweichlichkeit, aber keine Begründung. (…)

    —-

    II. Freiheit fürs Volk oder Gleichheit für die Menschen: Überzeugungsarbeit für die richtige Gesinnung

    1.
    Rassisten beziehen sich bei ihrer Überzeugungsarbeit (…)

    —-

    Beim nächsten Mal, am 7. Juni 2021, weiter im Artikel „Anti-“ gegen „Rassisten“ (GS 1-21), das nachfolgende Thema wird wie immer auf der Website des GegenStandpunkt-Verlags bekanntgegeben. Vorgeschlagen wurde der Artikel „Klimaschutzprogramm 2030“ (GS 1-21).

    https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf210510-Anti-Rassisten-2.pdf

    https://de.gegenstandpunkt.com/jfp/jf-protokolle

    https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-1-21

    vgl. auch https://www.jungewelt.de/artikel/399999.aus-der-b%C3%BCrgerlichen-gesellschaft-geglaubte-lebensl%C3%BCge.html?sstr=Wentzke

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