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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

Wissen und Kritik – Gegenargumentative Beiträge

Von • Mrz 29th, 2021 • Kategorie: Allgemein

Wissen und Kritik – Gegenargumentative Beiträge

 

Absichten

Eine wesentliche Absicht dieser Webseite ist es zum einen, die wissenschaftskritischen Texte von Siegfried Malzahn einer interessierten Internet-Öffentlichkeit erstmalig vorzustellen. Es lohnt sich, diese zu studieren, weil das, was in den geistes-sozial-und kulturwissenschaftlichen Fächern unserer angeblichen Wissensgesellschaft als Wissenschaft auftritt, deren genaues Gegenteil ist: Unwissenschaftliche Gegenaufklärung, die die durchgesetzten politisch-ökonomischen Verhältnisse rechtfertigt. Dabei ist der Autor darauf gefasst, was seine Kritik an Differenzdenkern (Luhmann, Derrida etc.), radikalen Konstruktivisten und Systemtheoretikern für seine Gegenkritiker bestenfalls sein dürfte: Der theoretische Ausdruck einer querulatorischen, zynisch-paranoiden, völlig rückständigen und abgewirtschafteten Vernunft. Mit anderen Worten: Linksradikale Ideologie.

Wie der Titel der Webseite bereits programmatisch anzeigt, besteht ihre Absicht zum anderen darin, weiteres, bereits erarbeitetes Wissen zur Kritik der herrschenden Wissenschaft anhand ausgewählter Inhalte komprimiert zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört beispielsweise das Hegel-Papier, das vom Betreiber dieser Seite gründlich durchgesehen und dort, wo erforderlich, lektoriert wurde; oder Texte, die sich mit dem Wertbegriff von Marx befassen, stehen nun gebündelt an einem Ort.

Die Seite versammelt also ein Angebot marxistischer Theorie. Die vorfindlichen Artikel und Videos, bekannte und unbekanntere, befassen sich in kritischer Absicht mit ausgesuchten Gegenständen des ideologischen Überbaus, die für Besucher der Seite interessant sein mögen, um sich daran zu bilden und zu schulen. Viele der Texte und Videos von Vorträgen lassen sich an anderer Stelle im Internet finden; der zweckgerichtete epigonale Charakter und die plagiierende Intention werden nicht verleugnet. Dieses Kompendium korrekter wissenschaftlicher Literatur hat keineswegs den (überflüssigen) Anspruch, die marxistische Bibliothek in Gänze zu repräsentieren, wie sie im systematischen Katalog der Zeitschrift „Gegenstandpunkt“ existiert, sondern will einige wichtige Abteilungen derselben abbilden – und lädt damit zum genauen Studium dieser Texte und audiovisuellen Beiträge zur Kritik bürgerlicher Wissenschaft ein.

Historisch Abgelegtes, Exotisches und Putziges kommt nebenbei auch vor, ein wenig. Der Betreiber wollte sich solche Ausflüge und kleine Sentimentalitäten leisten – ohne den Grundgedanken der Webseite zu desavouieren.

Wer eigene Texte und Videos beisteuern möchte, die in dieses Vorhaben und seine Systematik passen, soll sich beim Betreiber der Seite gerne melden. Langfristig ist durchaus an die Bekanntmachung auch eigener und fremder aktueller Beiträge gedacht, die dem Dafürsein – auf allen Ebenen des bürgerlichen Lebens – entgegentreten.

 

https://wissenundkritik.de/

25 Responses »

  1. Auf der Seite sind ein paar Schätzchen zu finden.

    Danke!

  2. ab etwa 1.15 is jetzt n heftiges störgeräusch beim psych.d.b.ind.-vortrag vom held… 🙁 , kann da mal wer „bescheid“ sagen?

  3. 🙄
    in der tube:

    -staatsvortrag vom held (mit `80 datiert, glaub)
    -humanismuskritik vom decker (auch iwie 80-er, glaub)
    -menschenrecht 1 vom ussi
    – das recht (alle) vom decker
    – natur (oderso??) vom fertl (auch wenner „nur“ physik und kemie kennen mag 😉 )
    -finanzkrise 08 vom hecker (unter „kapitaleinführung“)
    -interview mitm wentzke zu griechenland

    (mikroöökonomie -„nieder mit der bilanzgerade“ auch iwie 80 oderso , war auf „wissenschaftskritik“, aber nie vertubed….hättsch gern wieder 😉 …naja, vwl-„bashing“ 😉 bzw eher am end vwl-er-selfbashing)

    -gesundheit-ein gut und sein preis (predehl+röhrig)
    -erziehung (held)
    -die fu(berlin)-veranstaltung „erziehung im kap.“ (huisken)
    -faschismus (glaub möhl)

    -wählen ist verkehrt (eigentlich alle `16)

  4. Hallo Jana,

    deine Anregungen/Vorschläge sind gespeichert und werden sukzessive auf der Seite untergebracht. Fange ja gerade erst an.
    LG
    Hardy

  5. 🙂
    ja, sorry, war „schnell geschossen“, der staatsvortrag is von 79 und herrje, ja, eigentlich „sagt der alles“ schon 😉 …die „störgeräusche“ da sind „schon immer“ da, aber -find- gut überhörbar…
    und die wählen-verkehrt müßten wohl eher 17 gewandert sein 🙄 , 😳

    dank für die arbeit! 🙂
    +lg zurück
    jana

  6. gibt es eigentlich aufzeichnungen (schriftlich oder hörbar) von direkten auseinandersetzungen/diskussionen mit bulthaup? in diesem „agitation“-smitschnitt (bulthaup, held, hahn und „denkform“-sorry, name entfallen 🙄 ) spielen beide (held+bulthaup) auf irgendnen dauerdissens an über „junger“/“alter“ marx, aber in dortiger zusammenarbeit nicht wirklich aufm tisch.
    gibts da was?

  7. sorry..
    doch, „es“ kommt aufn tisch….naja und dann kommt immer der hahn „dazwischen“ und will „vermitteln“ -mutiger geworden- und dann gibt er da recht und dort und verteilt zustimmung und ABERs ….naja, so wird „es“ nie vollständig ausgetragen, auch wenn“s“ aufn tisch kam 🙄 bei dieser aufzeichnung .

  8. Aus einer älteren MSZ:

    https://msz.gegenstandpunkt.com/1982-5-kunst-revolution

    Bulthaup selber hatte in der edition suhrkamp u.a. veröffentlicht.

    http://www.bulthaup-archiv.de/

  9. danke! 🙂
    + „ästhetik des widerstands“ gabs gleich 90/91 in Deutsch, hatte mir arg zugesagt 😉
    (ich wußt bis zu den adornokritiken nicht, daß ich was mit adorno am hut hab, ich kannt den nichmal 🙄 , ebenso ergehts mir mit bulthaup -andren weiteren auch- aus einzig dieser einen aufnahme heraus……etwas geteiltes, was ich gern kritisiert bekomme, am end zumeist va sortiert.)

    +
    @ hardy
    die huisken-kritik an -glaub- „manifest gegen arbeit“ (krisis) find ich wichtig und richtig (grund-ding mit) , der herr genosse neben mir weniger (va agitatorisch) …

  10. “ „Die Schritte, die mich zur Verwirklichurig meiner Absichten führen sollten, konnten jedoch nicht getan werden, die gewünschte Entwicklung war so verbaut, daß es eine Vermessenheit war, sie überhaupt zu erwähnen.“ (1, 305)

    dient dazu, jede Vorstellung, die über die trübe Empfindung hinausgeht, zu widerrufen, und den Widerruf als das zu charakterisieren, was er ist, eine Verfügung, die über das Subjekt ergeht. Die Behauptung, aus dieser Passage des Romans sei zu entnehmen, der Autor betrachte die Kette von Niederlagen zugleich als politisches Scheitern und als ausgesprochene Bereicherung seiner Subjektivität, ist niederträchtig. Motiv solcher rancune dürfte gerade das sein, was von dem Roman getroffen wird, die
    Inkonsistenz des Bewußtseins

    der Subjekte, die der katastrophalen Entwicklung bislang erfolglos Widerstand entgegensetzten. Die ist nicht ausschließlich die malaise bürgerlicher Intellektueller, sondern sie berührt sich mit der von Proleten, die, um die Arbeitskraft, von deren Verkauf sie leben, auch verkaufen zu können, an der Erhaltung des Marktes für ihre Ware in der Produktionsweise interessiert sind, an der sie kein Interesse haben können. Bleiben sie in den Vorstellungen dieser Produktionsweise befangen, so sitzen sie der Ideologie der Gleichheit des Interesses aller Warenbesitzer an dieser Produktionsweise auf, die sie nur zu durchbrechen vermögen, wenn sie sich als Subjekte anderer Interessen als denen von Besitzern der Ware Arbeitskraft vorstellen können. Solche Vorstellung träte neben die ihnen selbstverständlich gewordene Form der Existenz in der kapitalistischen Produktionsweise.

    „Die Marter des Traums und der Dichtung, hatte Heilmann gesagt, sei die Auslieferung an eine Situation, aus der es kein Entrinnen gab, alles würde uns dort widerfahren, als ob es wirklich wäre, nur führe im Traum das nicht mehr Erträgliche zum Erwachen, so wie es in der Dichtung durch Übertragung ins Wort befreie. Die Anästhesie gehöre auch zur äußerst beteiligten, Stellung beziehenden Kunst, denn ohne deren Hilfe würden wir entweder vom Mitgefühl für die Qualen anderer oder vom Leiden am selbsterfahrenen Unheil überwältigt werdern und könnten unser Verstummen, unsere Schreckenslähmung nicht umwandeln in jene Aggressivität, die notwendig ist, um die Ursachen des Ausdrucks zu beseitigen.“ (1, 83)

    Jedes Urteil über die praktische Unterdrückung steht zwangsläufig neben der Unterdrückung, und die dazu notwendige Distanz setzt Unempfindlichkeit gegen Leiden, die fremden wie auch wohl die eigenen, voraus, denn nur dann können diese sich in Vorstellungen verwandeln, bewußt werden, was seinerseits die Voraussetzung für die Einsicht in die Ursachen ist.“

    https://msz.gegenstandpunkt.com/1982-5-kunst-revolution

    die sache mit „…wenn sie sich als Subjekte anderer Interessen als denen von Besitzern der Ware Arbeitskraft vorstellen können…“ gerät schief…. , aber grundsätzlich am mal-raus-gezerrten ists das problem des „tritt mal ne weile raus/beiseite!“ (abstand nehmen von dem, worin man steckt+wie man drinsteckt)… ob „gedichte“ da t6augen? ka, habs damit nicht so, auch, wenns mir vorgeworfen wurde…aber ja, gibt noch mehr (kunst)mittel …genauso funktioniert „subsistenzbetreiberei“ (gemüse+“freugemüse“) – „man“ gewinnt (wenn körperlich nicht lohnabgearbeitet im totalarsch) abstand und eben: HAT DAS NÖTIG !
    naja, an unis wohl weniger 🙄 , aber von dort ertönt dann der „einrichtensvorwurf“ (als wär seinen ma oder dr. oderoder machn kein „einrichten“) , wenn eine gezeilt oder irgendwie nicht mit „scheiße schrubben“ arbeitsalltag/wie schauts um mich aus? beschreibt, obwohlse auch da am „scheiße schrubben“ war…und da derlei abstandgewinnen manchwem noch sehr unterhaltsam daherkommt, wirds auch noch als „ausgedacht“ angenommen+be-/verhandelt und einer „kunstproduktion“ vorgeworfen mit entsprechenden links zu „reich an überschießendem“-kritiken…

    bis hierhin gelesen, das mal so abschick und ja, die „rezension“ https://msz.gegenstandpunkt.com/1982-3-herzensergiessungen-eines-kunstliebenden-antifaschisten ist -grundsätzlich- recht richtig wohl , aber dies „immermal drüber hinausschießen“ , was bulthaup als „niederträchtig“ bezeichnet….ich kenn den weiß nicht weiter und hab den kram auch nicht nochmal gelesen später, aber bald unabhängig davon ists etwas ähnliches wie in der andren „diskussion“ hier das „… 25-jährige gefallen sich darin, „neger“ rauf und runter hinzusagen“…naja, eben… sowas resultiert aus „übergeschossenem“+“jugendlicher/jungerwachsener konkurriererei (ich hab den längsten, größten, dicksten (als ob das irgendeine/r wöllte 🙄 ) = das stechende argument 🙄 – was eben oft „übergeschossenes“) ) …(vor fünf,sechs jahren waren diese 25-jährigen…naja… eben entsprechend jünger 😉 )

    lg+dank für die links!!!! nochmal
    🙂

  11. Vielleicht kann jemand hinsichtlich der Resultate Nr. 2 aushelfen:

    Der Aufbau des Kapital I

    Der Kommentar zum Kapital I erschien 1974 in Resultate Nr. 1. Die Fortsetzung in Resultate Nr. 2, Abschnitte 3-5, steht dem Betreiber dieser Seite als Textdatei nicht zur Verfügung. Die angekündigten Abschnitte 5+6 sind von der Redaktion nicht mehr veröffentlicht worden.

    Kapital-Kommentare sind und sollen nichts anderes als nützliche Hilfsmittel, Begleittexte, zum Begreifen des Grundtextes sein. Sein korrektes Verstehen, also der saubere Nachvollzug, bringt die praktische Intention, die den blauen Bänden zugrunde liegt, hervor; daran ist festzuhalten; diese sind kein Selbstzweck für Theoriefans, sondern bieten die Erklärung des Kapitals für seine Überwindung.

    https://wissenundkritik.de/karl-marx/

    Kontakt: webmaster@wissenundkritik.de

  12. Zu „Arbeit und Reichtum“ gibt und gab es diverse Publikationen, zunächst mal und vor allem mehrere Münchener jourfixe-Protokollle, anlässlich der Überarbeitung und der Neufassung als Buch.

    Dann erinnere ich mich an zwei Varianten von ewas längeren zusammenfassenden Thesen zu dem Projekt, teilweise als Einladung zu teach-ins, teilweise als Workshop bei attac.
    https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/ankuendigung%28pdf%29/arbeitreichtum_hb_0614_gl.pdf
    https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/ankuendigung%28pdf%29/arbeitreichtum_b_0513_gl.pdf

    Es müssten auch diverse Tondokumente und Videodokumente von Veranstaltungen zu „Arbeit und Reichtum“ vorhanden sein. Z.B. bei den bereits zitierten Thesen.

    Es existierten auch Lesekreise zum Buch, in denen ihrerseits Thesenpapiere, Zusammenfassungen, Potokolle veröffentlicht wurden.

  13. ad Arbeit_Reichtum

    Prima.
    Es ist sowieso geplant, dies wichtige Thema noch aufzunehmen, natürlich. Vorhandenes Material dazu und die genannten Argudiss-Links, die weiterhelfen, werden demnächst eingestellt.

  14. ad xxl

    Dein Aufruf war erfolgreich, sehr schön! Ein Leser hat sich gemeldet und mir den kompletten Kommentar zu den Abschnitten 1-5 zugeschickt, ich habe sie inzwischen veröffentlicht.

  15. prima…
    11.4.
    Hallo Jana, hallo Asan,

    seit einer Stunde (oder so) bekomme ich Mails von Euch und einem Reinhard, die sich irgendwie auf die uralten Resultate 2 beziehen. Das, was an Kommentaren zum Kapital damals 1974/1975 veröffentlicht wurde, habe ich auf meiner Seite untergebracht. Mehr gibt´s nicht, mehr hat die AK damals nicht veröffentlicht. Punkt.
    Und ein User xxl hat meinen Satz sogar zitiert.
    Nehmt mich für diese Korrespondenz bitte aus dem Verteiler.
    Jana, Deine Anregung zum Teach-In von Peter Decker zur Kritik des Humanismus von 1988 ist jetzt auf der Seite (oder auf Youtube sowieso) verfügbar. More is coming.
    VG
    Hardy

    +++

    iwie kann „man“ sich nun zusammenreimen, warum du den „staat“ nicht reinnehmen kannst/willst…

    (ich wüßt ja gern, wieviele mails du bekommen hast gesamt, da es ja gar keinen verteiler gibt)

  16. @Hardy

    Eine Hilfe bei der Recherche nach weiterem Material für deine Datenbank ist vielleicht auch diese Sammlung:

    https://mao-projekt.de/BRD/ORG/MG/MG_Linkliste.shtml

    bzw. diese Übersicht:

    https://www.mao-projekt.de/BRD/ORG/MG/MG_Argumente.shtml

    Gruß

  17. Link zu Beiträgen zur Kritik der bgl. Wissenschaften

    http://kapitalkritik.blogsport.de/2014/11/08/die-freiheit-der-wissenschaft-und-der-buergerliche-wissenschaftsbetrieb/

    zur Antifa

    https://de.scribd.com/doc/52396803/Auflosen-ohne-Fehler

  18. ad xxl

    Vielen Dank für die Links. Kenne das MAO-Projekt, das ist eine Fundgrube sondergleichen.

    Gruß zurück

  19. „Eigentum“

    Um sich einen Begriff von dem, was Eigentum heißt und ist, zu machen, ist eine Befassung mit Hegel unumgänglich. Darum an dieser Stelle eine Erklärung des Eigentumsbegriffs, wie sie Hegel in seiner Rechtsphilosophie festgehalten hat.

    Wie der abstrakt freie Wille wirklich existiert: als staatlich eingerichtetes, gesellschaftliches Zwangsverhältnis namens Eigentum

    Die Leistung Hegels besteht darin, den Schein aufgelöst zu haben, beim Eigentum handle es sich um die Beziehung des Willens auf ihm nützliche Sachen. Er hat aufgedeckt, dass dieses Verhältnis des Willens zu seiner sachlichen Umgebung ein Verhältnis entgegengesetzter Willen zueinander ist; und dass dieses negative Willensverhältnis nicht das Werk der daran beteiligten einzelnen Willen ist, sondern vom Staat erzwungen ist.

    Eigentum ist wechselseitiger Ausschluss vom nützlichen Reichtum

    Eigentum schließt Eigentumslosigkeit ein

    Existenzgrundlage des wechselseitigen Ausschlusses ist die wechselseitige Anerkennung der Eigentümer als Eigentümer

    Wie sich zeigt, verhindert das idealistische Programm Hegels keineswegs die Entdeckung harter Wahrheiten über die von ihm besprochenen Gegenstände. Das Programm, den Begriff einer Sache für diese Sache sprechen zu lassen, enthält immerhin das Vorhaben, keine Rechtfertigung, weder bei sich noch bei anderen, durchgehen zu lassen, ohne sie an den Notwendigkeiten des Begreifens zu messen. Und so kann es nicht ausbleiben, dass ihm an den Vorstellungen anderer Denker über dieselben Gegenstände, die er in seinen Büchern behandelt, deren Begriffslosigkeit unangenehm aufstößt.

    Eigentum ist keine nützliche Einrichtung

    a) Eigentum ist kein Mittel fürs Bedürfnis

    b) Armut ist nicht ungerecht

    c) Von wg. gemeinsamer Nutzen des Vertrags

    https://wissenundkritik.de/weitere-fundamente/

    Kommentar: „Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“

    https://wissenundkritik.de/wp-content/uploads/2021/04/Kritik-der-Hegelschen-Rechtsphilosophie.pdf

  20. Das Kapital. Band II (MEW 24) – Eine Zusammenfassung
    [Eine Zusammenfassung von MEW 24 wurde dem Betreiber der Seite von einem Leser zur Verfügung gestellt.]

    Resultat des ersten Bandes:

    Das Kapital benutzt die Ausbeutung für seine Akkumulation. Die Akkumulation ist der Maßstab dafür, was dem Kapital die Arbeit, der Mehrwert gilt. Zu allem, was es selbst tut, hat das Kapital also den Standpunkt, dass es Mittel für die Akkumulation ist. Weil diese läuft, hat das Kapital Probleme mit sich, d.h. mit der jeweiligen Art und Weise, wie es selbst Mittel für seine Akkumulation ist. Es bringt die Mittel seiner Akkumulation selbst hervor als Waren und Arbeitskraft, sein Kreislauf ist der Prozess des fortwährenden Zusammenbringens und Trennens seiner eigenen Elemente. Das Kapital tritt also zur Phase der Verwertung wie zu der der Nichtverwertung in ein Nützlichkeitsverhältnis, was alles andere heißt, als dass es diesen Unterschied für es nicht gibt: Die positiven und negativen Potenzen beider nutzt es für die Akkumulation. Sein eigener Zweck – Mehrwertproduktion – wird zum Mittel: Alles, was das Kapital jeweils tut, hat seinen Zweck nicht in sich, sondern in seiner Funktion für die Kapitalverwertung. Ware, Geld und Produktionsprozess für sich geben für die Verwertung nichts her; ihr Zusammenhang ist es, auf den es dem Kapital ankommt.

    G – G‘: Alles, was G‘ hervorbringt, tritt dem Kapital als Schranke gegenüber. Das Kapital kritisiert seine eigenen Formen vom Standpunkt ihres Zwecks, G‘ hervorzubringen. Alles, was das Kapital dazu machen muss, tritt also negativ auf, als bloße Bedingung. Weil von Anfang an die Realisierung von G‘ der Zweck ist, tritt die Realisierung als Problem auf. (…)

    https://wissenundkritik.de/karl-marx/

    https://wissenundkritik.de/wp-content/uploads/2021/08/Kapital-II-Eine-Zusammenfassung.pdf

  21. [Der nachfolgende Artikel aus einer Sonderausgabe der Hamburger Hochschulzeitung vom Mai 1990 befasst sich aus damals aktuellem Anlass mit einer abschließenden Kritik der realsozialistischen Staatsideologie des Marxismus-Leninismus, der bekanntlich abgedankt hatte, versus bürgerlicher Wissenschaft. Er wurde von einem Leser übertragen und dieser Seite zugeschickt.]

    „Ist der Marxismus endgültig widerlegt?“
    Bürgerliche Wissenschaft contra Marxismus-Leninismus – Kampf zweier Weltanschauungen

    Der Marxismus ist die Erklärung des Kapitalismus. Sie ist sogar käuflich zu erwerben in Gestalt der drei Bände des „Kapital“. Aber wer will das schon? Seit neuestem halten nämlich selbst Leute den Marxismus für widerlegt, die ihn überhaupt nur in zwei verfremdeten Gestalten kennengelernt, vielleicht auch vertreten haben. Bekannt geworden sind weniger Marxens Entdeckungen über Ware, Geld und Lohn. Reüssiert haben unter dem Stichwort Marxismus vielmehr zwei Vorurteile über ihn: einmal die realsozialistische Philosophie des historischen und dialektischen Materialismus, zum anderen die Verdolmetschungen der Marx-Schriften seitens der bürgerlichen Wissenschaften in lauter Beiträge zur eigenen humanistischen Tradition und Methodenvielfalt, oder auch als philosophisch verbrämte Empfehlung zu Stalinismus und Gewaltherrschaft – je nach Geschmack.

    Nicht ein Streit um den Marxismus hat die alte Systemkonfrontation begleitet, sondern der Kampf zweier Weltanschauungen, die nicht Er-, sondern Bekenntnisse produziert haben für ihren jeweiligen politischen Dienstherrn. Dieser Kampf gilt nun als entschieden. Der reale Sozialismus dankt ab und gesteht öffentlich sein Scheitern ein, und deswegen halten nicht nur Bürger, sondern auch östliche Marxisten-Leninisten die Weltanschauung für erledigt, die sie Marxismus getauft hatten. Den Sieg trägt die bürgerliche Weltsicht davon. Mit einer Widerlegung des Marxismus hat das wenig zu tun, viel dagegen mit dem Opportunismus von Staatsideologen, die für die Verhältnisse, nicht über sie denken.

    Von einer Widerlegung des Marxismus kann schon deswegen nicht die Rede sein, weil es selbst an der Voraussetzung dazu fehlt: ein theoretischer Einwand hätte gegen Marxens Theorie erhoben werden müssen, um dessen Stichhaltigkeit es dann überhaupt erst gehen könnte. Davon war und ist nichts zu sehen. Stattdessen nimmt die Öffentlichkeit das östliche Eingeständnis des realsozialistischen Scheiterns als Argument und hinlänglichen Beweis.

    Gerade so, als könnte der praktische Erfolg einer Staatsgewalt die Richtigkeit einer Theorie belegen, so daß umgekehrt aus der Kurskorrektur östlicher Politik auch die Widerlegung der zugehörigen Wissenschaft abzulesen sei. Als gäbe es nicht durchaus vernünftige Interessen an ordentlichen Lebensverhältnissen, die nur deswegen scheitern, weil sie eine überlegene Gewalt gegen sich haben. Nach obiger Vorstellung ist Politik nichts anderes als angewandte Wissenschaft, Herrschaft die Vollstreckung menschlicher Vernunft – oder Unvernunft, je nachdem, ob die jeweilige Herrschaft gemocht oder verachtet wird.

    Wie wenig davon die Rede sein kann, ist dem weltanschaulichen Prinzipienstreit zu entnehmen, den sich dialektisch-materialistische Philosophen mit ihren bürgerlichen Kontrahenten geliefert haben. Nicht vernünftige Urteile über die Welt, sondern geistige Konstruktionen zur Anschauung der Welt zeichnen ihn auf beiden Seiten aus – also der Wille zum Vorurteil, vermittels dessen die Welt in genau dem rosigen Licht erscheint, in dem man sie jeweils sehen möchte.

    Die dabei in Anschlag gebrachten Prinzipien sind zum Gemeingut der Studenten in West und Ost geworden: Sein und Bewußtsein; Menschenbild: Egoismus und Altruismus; Individuum und Gesellschaft; Skepsis und Vernunftglaube. Aber der Reihe nach.

    Sein und Bewußtsein

    Das Menschenbild: Egoismus und Altruismus

    Individuum und Gesellschaft

    Skepsis und Vernunftglaube

    Fazit: Die Freude im westlichen Lager über die Abdankung des Marxismus-Leninismus ist unangebracht. Der Unsinn bürgerlicher Wissenschaft wird nämlich nicht dadurch besser, daß die östliche Konkurrenz aufgibt und am Ende noch zu Kreuze kriecht.

    Aus: Hamburger Hochschulzeitung, Sonderausgabe 1990, Marxistische Gruppe

    https://wissenundkritik.de/schnipsel-und-loses/

    https://wissenundkritik.de/wp-content/uploads/2021/10/Ist-der-Marxismus-endgueltig-widerlegt-HH-1990.pdf

  22. [Der nachfolgende Beitrag wurde von einem Leser beigesteuert, der den Nürnberger Vortrag von Rolf Röhrig aus dem Jahr 2009 transkribiert hat.]

    Erziehung im Kapitalismus (Transkript)
    (Rolf Röhrig, 15.01.2009, Nürnberg)

    Gliederung:
    • Einleitung: Erziehung im Kapitalismus – Erziehung zu Anstand und Erfolg
    • Kapitel 1: Das Wollen und die kindliche Begierde
    • Kapitel 2: Das Wissen und die kindliche Neugier
    • Kapitel 3: Das Interesse und das jugendliche Aufbegehren
    • Kapitel 4: Die Schule – das erste Feld der praktischen Konkurrenz
    • Fazit
    • Diskussion

    Die Überschriften sind dem Original (gemäß) hinzugefügt. In eckigen Klammern sind der Lesbarkeit wegen formale Satzergänzungen oder Wortkorrekturen angefügt. In Fußnoten sind weiterführende Literaturhinweise hinzugefügt.

    https://wissenundkritik.de/paedagogik/

    https://wissenundkritik.de/wp-content/uploads/2021/10/Erziehung-im-Kapitalismus-Nuernberg-2009-Transkript.pdf

  23. Danke für die Mühe der Transkription.

  24. @Hardy

    Auf der Seite „Grund-Legendes | Beiträge zur Ideologiekritik“ findet sich zur „Konkurrenz der Kapitalisten“ die folgende Ankündigung:

    „Die im GS vorhandene Analyse zur Konkurrenz der Kapitalisten wird hier demnächst dargebracht.“

    https://wissenundkritik.de/weitere-fundamente/

    Ich denke, dass die Verortung dieses Mammut-Projekts als „Beitrag zur Ideologiekritik“ seinem wissenschaftlichen Inhalt und politischen Stellenwert nicht entspricht. Diesbezüglich wäre es wohl eher mit der „Staatsableitung“ zu vergleichen.

    Die Begründung dafür wird ja in der Einleitung in aller Ausführlichkeit geliefert:

    „Einleitung: Das System der freien Konkurrenz und sein Inhalt“

    „Die Konkurrenz ist überhaupt die Weise, worin das Kapital seine Produktionsweise durchsetzt.“ (Karl Marx)

    „Erstaunlich der Weitblick von Marx, der nicht nur behauptet hat, dass „die Konkurrenz nichts erklärt“. Dem auch aufgefallen ist, dass nicht „das Individuum“ freigesetzt ist in der Konkurrenz, der Schule für selbstbewusste Charaktermasken vorgegebener Verhältnisse. Der gemeint hat, in den Sachen, um die, den Mitteln, mit denen, den Erfolgskriterien, nach denen in der modernen „Erwerbsgesellschaft“ konkurriert wird, die „innere Natur des Kapitals“ vor sich zu haben, „realisiert als Wechselwirkung der vielen Kapitalien aufeinander“, und für den klar war, dass „die Konkurrenz der Arbeiter unter sich nur eine andere Form der Konkurrenz der Kapitalien“ ist.

    Den Nachweis hat Marx in seinem Hauptwerk mit der Erklärung der Sache geführt, um die in dieser Gesellschaft konkurriert wird, weil sie das allgemeine Lebensmittel ist: mit der Analyse des Geldes und der Darlegung der darin enthaltenen objektiven Notwendigkeiten, der Verwertung des Kapitals und ihrer Konsequenzen. (…)

    Die Erklärung der kapitalistischen Produktionsweise mit der Ableitung des bürgerlichen Staates, der Konkurrenz der Nationen und der Schaffung des Weltmarkts fortzusetzen, das stand daher auf Marx’ To-do-Liste; die abzuarbeiten, hat er nicht mehr geschafft. Leider. (…)

    Die wissenschaftliche Lücke ist mit einem Jahrhundert Verspätung zwar ausgefüllt worden.
    [Siehe Resultate der Arbeitskonferenz Nr. 3, Der bürgerliche Staat, und Nr. 4, Imperialismus (I), München 1979; neu aufgelegt im Gegenstandpunkt Verlag.] (…)

    Der theoretischen Sicherheit in diesem auf Dauer – und auf praktische Relevanz – angelegten Bemühen ist das Unternehmen gewidmet, im Anschluss an die Ableitung des Kapitals, des bürgerlichen Staates, des modernen Imperialismus sowie der Errungenschaften des Finanzgewerbes und des Weltmarkts systematisch darzulegen, welche Notwendigkeiten die Akteure einer Welt ins Werk setzen, in der „Konkurrenz herrscht“, und mit welcher eigenen Logik sie das tun.“

    https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/system-freien-konkurrenz-sein-inhalt

    „Die Konkurrenz der Kapitalisten“

    Die Konkurrenz der Kapitalisten erscheint fortlaufend in der politischen Vierteljahreszeitschrift GegenStandpunkt. Diese Seite bietet einen Überblick über das Tabellenschema, soweit es fertig ausgearbeitet ist, und wird fortlaufend aktualisiert (Stand: Juni 2021).

    https://de.gegenstandpunkt.com/dossier/konkurrenz-kapitalisten

  25. Vortrag von Prof. Dr. Albert Krölls
    (Redemanuskript auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Chemnitz 10.12.2009)

    Das Grundgesetz: Kein Grund zum Feiern
    Kritik des linken Verfassungspatriotismus

    „Andererseits zeigt sich ebenso sehr die Albernheit der Sozialisten (namentlich der französischen, die den Sozialismus als Realisation der von der französischen Revolution ausgesprochenen Ideen der bürgerlichen Gesellschaft nachweisen wollen). (…) Was die Herren von den bürgerlichen Apologeten unterscheidet, ist auf der einen Seite das Gefühl der Widersprüche, die das System einschließt; auf der andren der Utopismus, den notwendigen Unterschied zwischen der realen und der ideellen Gestalt der bürgerlichen Gesellschaft nicht zu begreifen und daher das überflüssige Geschäft vornehmen zu wollen, den ideellen Ausdruck selbst wieder realisieren zu wollen, da er in der Tat nur das Lichtbild dieser Realität ist.“
    (K. Marx, Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie, 1857-58 (1974), S. 160.)

    Einleitung

    1. Die staatsbürgerliche Freiheit: ein politisches Herrschaftsverhältnis

    – …auf der Basis staatlich eingerichteter gegensätzlicher sozialer Verhältnisse

    2. Privateigentum und Geld

    – Das Geld: das Eigentum, nach dem alle streben

    3. Art. 15 GG: Verstaatlichung und Gemeinwirtschaft/Sozialpflichtigkeit des Eigentums

    4. Gemeinwirtschaft – eine einzige Dienstleistung am privaten Gewinn

    – Die Sozialisierungsermächtigung: Ein wirtschaftspolitisches Notstandsinstrument im Dienste der Eigentumsordnung

    – Die Sozialpflichtigkeit des Eigentums

    5. Der Sozialstaat oder das soziale Netz

    6. Die politische Demokratie als adäquate Staatsform des Kapitalismus

    – Meinungsfreiheit

    – Die demokratische Wahl: eine Generalvollmacht für die politische Macht

    – Die staatstragende Rolle der Opposition

    – Das nationalistische Wählerbewußtsein

    7. Schlußbetrachtung

    Wenn sich in diesem Lande etwas Grundlegendes ändern soll, gilt es also Abschied zu nehmen vom linken Verfassungspatriotismus und dem gegen alle gegenteiligen Erfahrungen scheinbar immunen guten Glauben der politischen Linken an die Möglichkeit einer guten nützlichen politischen Herrschaft im Interesse der lohnabhängigen Untertanen. Zu diesem überfälligen Abschied vom Rechts- und Staatsidealismus der politischen Linken wollte in Anknüpfung an das eingangs des Vortrags zitierte Motto aus den „Grundrissen“ meine heutige Rede anstiften.

    Quelle: Wissen und Kritik / Grund-Legendes / Beiträge zur Ideologiekritik / Recht

    https://wissenundkritik.de/weitere-fundamente/

    https://wissenundkritik.de/wp-content/uploads/2021/11/Kroells-Das-Grundgesetz-2009.pdf

    vgl:

    Albert Krölls: Freiheit, Gleichheit, Eigentum, Sozialstaat (2006)

    https://www.youtube.com/watch?v=v5DaneuwtQ4

    UND

    Albert Krölls
    Das Grundgesetz – ein Grund zum Feiern?
    Eine Streitschrift gegen den Verfassungspatriotismus
    224 Seiten | 2009 | EUR 16.80
    ISBN 978-3-89965-342-7 1
    Titel nicht lieferbar!
    https://www.vsa-verlag.de/index.php?id=6576&tx_ttnews%5Btt_news%5D=10169

    Albert Krölls
    Kapitalismus – Rechtsstaat – Menschenrechte
    216 Seiten | zurzeit vergriffen, Neuauflage unbestimmt, wird ggf. neu angeboten | 2013 | EUR 16.80
    ISBN 978-3-89965-582-7 1
    Titel nicht lieferbar!
    https://www.vsa-verlag.de/index.php?id=6576&tx_ttnews%5Btt_news%5D=14886

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