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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

GegenStandpunkt 4-18 erscheint am 21.12.2018

Von • Dez 12th, 2018 • Kategorie: Allgemein

GegenStandpunkt 4-18

Politische Vierteljahreszeitschrift

Erscheinungsdatum: 21.12.2018

Preis Druckausgabe: 15 € | E-Book: 10 € | Paket: 18 €

 

Druckausgabe ISSN: 0941-5831 | PDF ISBN: 978-3-962214-18-0 | EPUB ISBN: 978-3-962214-19-7 | MOBI ISBN: 978-3-962214-20-3

 

Inhaltsverzeichnis

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/zeitschrift/werbung/gs20184_inhalt.pdf

 

Werbetext

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/zeitschrift/werbung/gs184_werbung.pdf

 

Deutschland in der Merkeldämmerung

Aus lauter öffentlicher Vorfreude darauf, demnächst von anderen Christdemokraten regiert zu werden, geht hierzulande etwas verloren, was die  Nation an der scheidenden Kanzlerin und ihrem störrischen Heimatminister hatte. Den zahlreichen Rückblicken, die im Lichte ihres Abgangs die Größe zweier politischer Persönlichkeiten in Erfolg und Scheitern würdigen, stellt der GegenStandpunkt seinen garantiert unnostalgischen Rückblick auf zwei mustergültige Charaktermasken der deutschen Staatsräson und ihres imperialistischen Aufstiegs gegenüber: Angela Merkel – Aufstieg und Fall der mächtigsten Frau der Welt und Horst Seehofer, der einen Abstieg noch anderer Art repräsentiert: Die CSU und ihr Seehofer – vom konservativen Antreiber der alten BRD zur störrischen Regionalpartei im neuen Deutschland.

Derweil erklären zwei aufstrebende Politiker dem deutschen Volk – einmal von rechts, einmal von links – wie es beieinander ist, was ihm fehlt und warum es in Deutschland endlich eine politische Bewegung braucht: Der Rechte, mit einer Bewegung im Rücken, erklärt es der FAZ und ihren klugen Köpfen; die Linke, deren Bewegung einstweilen in der Beschwörung, dass es sie gibt und einer garantiert transparenten, hierarchiefreien Internetplattform besteht, erklärt es dem Volk. Gaulands ‚Populismus!‘ und Wagenknechts ‚Aufstehen!‘ – zwei Bewegungen der missachteten Anständigen im Vergleich.

In Chemnitz, Köthen und anderswo werden rechte Parolen geschrien, die ihre antirechten Gegner für abscheulich, aber irgendwie auch für unkritisierbar halten. Nicht wenige lehnen die Auseinandersetzung mit ihnen sowieso ab und halten schon den Versuch einer Widerlegung für „dämlich“. Beides ist verkehrt. Wenn aufgebrachte Deutsche „Die kriegen alles, wir kriegen nichts“ anprangern und in der tiefen Überzeugung „Wir sind das Volk!“ dafür sorgen wollen, „dass Deutschland Deutschland bleibt“, werden uns trotz eingehender Prüfung ihre Argumente für den Segen einer ausländerfreien Heimat, in der ansonsten die Konkurrenz um Gelderwerb unter der Aufsicht und Regie einer starken öffentlichen Gewalt ungestört ihren gewohnten Gang geht, einfach nicht plausibel. Nicht besser steht es um die antirechten Parolen, die bzw. deren Vertreter „laut“, „bunt“ und „mehr“ sind. In ihren Einwänden mit lauter Bekenntnissen zur alternativen weltoffenen Heimatliebe haben wir trotz aller Mühe weder überzeugende Beiträge gegen ihre Antipoden noch für die sorgenvolle Anteilnahme an der demokratischen Kultur des Gemeinwesens entdecken können. Eine Kritik der Parolen der Rechten und der nicht weniger verkehrten Gegenparolen ihrer Gegner ist also überfällig und wird in dieser Nummer des GegenStandpunkt geliefert.

 

Artikel in dieser Ausgabe

https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-4-18

 

An die „besorgten Bürger“ und die „Willkommensdemokraten“: Eure Parolen sind verkehrt!

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/eure-parolen-sind-verkehrt

 

Gauland: Populismus! – S. Wagenknecht: Aufstehen!: Zwei Bewegungen der missachteten Anständigen – ein Vergleich

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/a-gauland-populismus-s-wagenknecht-aufstehen

 

Zu einigen Neuerungen der Ära „America first!“: Das aktuelle Stichwort: Sanktionen

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/sanktionen

 

Frankreich – Deutschland – Italien: Europas große Gründungsmächte konkurrieren um die Zukunft ihres Europa

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/europas-grosse-gruendungsmaechte-konkurrieren-um-zukunft-ihres-europa

 

Die EU und ihre renitenten Zöglinge: Das Ende der friedlichen Eroberung im europäischen Osten

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/eu-ihre-renitenten-zoeglinge-europaeischen-osten

 

Angela Merkel: Aufstieg und Fall der mächtigsten Frau der Welt

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/angela-merkel

 

Vom konservativen Antreiber der alten BRD zur störrischen Regionalpartei im neuen Deutschland: Die CSU und ihr Seehofer – zwei bayrische Karrieren

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/csu-ihr-seehofer-zwei-bayrische-karrieren

 

Ein 12-Stunden-Tag für Österreich: Von der Schwierigkeit der Lohnarbeiter, mit Zeit und Geld umzugehen

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/12-stunden-tag-fuer-oesterreich

 

Korrespondenz:

Zuschrift zur Veranstaltung: „Falsches rechtes Denken und die verkehrte Kritik daran“

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/zuschrift-zur-veranstaltung-falsches-rechtes-denken-verkehrte-kritik-daran

3 Responses »

  1. Ein gewisser „Emil“ bat darum, seinen folgenden Kommentar zum Artikel aus GS 4/2018 „An die deutschen Antirassisten“, Seite 8 – 11, zu veröffentlichen:

    An die Redaktion,

    meine Frage an euch zu den 3 Seiten zu den Antirassisten (GS 4/18 Seite 8 – 11 „An die deutschen Antirassisten)ist die Folgende:

    Formal und erfreulich ist zunächst festzuhalten, dass ihr die Anti-Rassisten direkt ansprecht und offenbar damit einen Dialog eröffnen möchtet.

    Bei näherer Hinsicht kann ich den Zeilen keine agitatorische Absicht entnehmen, auch nicht wirklich eine aufklärerische Zielrichtung.

    Hingegen halte ich dies für ein Dokument der Adressatenbeschimpfung oder besser einer hocharroganten, herablassenden Zuwendung mit dem Gestus, ihr seid so blöd, dass man sich eigentlich mit euch gar nicht beschäftigen möchte.

    Dazu findet bereits im kleinen eine permanente, systematische Entwertung statt, so mal hier gestichelt und dort gestichelt, immer schön argumentlos, aber wer will da schon wirklich kleinlich sein, ein bisschen Sticheln wird doch wohl noch erlaubt sein:

    • „sehr einfühlsam, sehr verständnisvoll“, so so, einfühlsam ist jetzt schon ein Sachverhalt, den man lächerlich machen kann, aber warum eigentlich?
    • „Mal im Ernst“ , den Ernst bringt ihr offenbar rein, die Antirassisten sind keine ernsthaften Menschen, sondern Gewissensenswürmer“, die sich in eins mit der Herrschaft machen
    • Und damit fassen sich alle zusammen, Gewissenswürmer, doofe Moralisten, die, so ja die Gesamtüberschrift, ja auch bei näherer Hinsicht über überhaupt kein Argument verfügen.
    • …..

    Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass dieser Stil der argumentlosen Entwertung den Boden bereitet, um mit dumpfen Brunzhämmern den Gesamtabschuss vorbereiten.

    Also nix Dialog, vielmehr stellt sich mir nun aber die Frage, ob sich eine erneute Verschiebung eures politischen Schwerpunktes abzeichnet:

    Von der marxistischen Streit- und Zeitschrift über den Gegenstandpunkt zur Publikumsbeschimpfung. Was ist euer Ziel, eure Absicht, wen wollt ihr mit so einem Artikel erreichen mit einem solchen Adressatenbezug erreichen?
    Rücksichtslose Kritik war bisher das Markenzeichen des Gegenstandpunktes. Dabei lag der Schwerpunkt durchaus auf Kritik, auch wenn diese oft rücksichtslos gegenüber dem Verständnis der Leser formuliert wurde. Dass die politische Betätigung des eigenen überwiegend akademisch gebildeten Sympathisantenkreises sich entsprechend darin erschöpfte, über euer umfangreich angebotenes Schulungswesen die Verständnisschwierigkeiten halbwegs zu beseitigen, störte die rücksichtslosen Kritiker der Redaktion nicht, es gehörte zum Programm Damit eure Publikumsbeschimpfung nicht so nackt dasteht, habt ihr mit den mehr angedeuteten als ausformulierten Argumenten sogar noch ein paar Kritikpunkte an den Haaren herbeigezogen. Beispielsweise bei der Parole „Niemand verlässt freiwillig seine Heimat“, wo ihr den Hinweis auf Fluchtgründe zur untertänigen Entschuldigung verdreht und die Parole mit einem „nationalen wir“ verknüpft, dass keineswegs zwingend mit dieser Parole verbunden ist. Bei Seewatch Stuttgart in ihrem Fernsehspot vom 15.12. kommt z.B. ein nationales „wir“ nicht vor, sondern eine junge Dame namens Lena zählt allerlei Untaten auf, für die sie „die BRD“ namentlich haftbar macht. Und selbst dort, wo es vorkommt oder vorkäme, ist es logisch nicht mit dem zutreffenden Hinweis „niemand verlässt… “ in eins zu setzen.
    Deutlich affirmativer formuliert ihr im Punkt „no borders“ ohne Anführungszeichen, „unserem Land, unserem Arbeitsmarkt und unserem Sozialsystem“ ach so, offensichtlich habt ihr euch eingemeindet als Fans des hiesigen Systems, vielleicht auch als jemand, der „uns“ und „wir“ sagen darf. Dass mir mir soan sollten die Leser und so Seewatchler doch schon kapieren, wenn sie sonst nix kapieren.

    Im Gegensatz zu den von euch s o charakterisierten Gewissenswürmern, die lauter richtige Verweise en Detail über imperialistische Entwurzelungsuntaten des Imperialismus – von euch ja in eurem Schreiben wiedergeben – anführen, erfährt man euch von die kryptische Wortschöpfung „die moderne Weltordnung“ bringt was hervor. Das ist allerdings nicht nur ein bisschen dürftig, sondern sehr falsch, vor allem wenn man so permanent die ganz große dicke Backen Musi macht – agitatorisch hat man gelernt „neu“ ist nicht „alt“, oha..

    Dass sich die Parole „Kein Mensch ist illegal“ gegen Leute richtet, die behaupten, Menschen seinen unabhängig von ihrem Aufenthaltsort illegal, hat außer euch sicherlich niemand so verstanden. Dass es falsch ist, mit der Parole „Kein Mensch ist illegal“ zu behaupten, es gäbe keine Menschen ohne Aufenthaltsrecht, habt ihr gegenüber denen, die so etwas behaupten sollten, auch rücksichtslos widerlegt. Was wollen „die“ also mit der Parole, fragt ihr euch. Ihr großes Herz für die Dahergelaufenen ausschütten? Warum schaut ihr nicht einfach bei den verschiedenen Gruppen, die diese Parole verwenden, nach und kritisiert deren Aussagen?

    Weiteres möchte ich nicht mehr en Detail anführen, sondern nur kurz andeuten, das kann jeder selbst zu Ende führen:

    • haben Herz für die Dahergelaufenen
    • Geschmacksurteil als Gebot der herrschenden Moral
    • Beim Abschieben stört sie allein, der damit verbundene Hass und das Gegröle
    • In diesem Stil gibt es für die Bewegten noch kräftig einen aufs Fell

    Kurz und schlecht: Wen oder was wollt ihr damit erreichen?

    Dieser Artikel erfüllt bestenfalls die Funktion sich abzugrenzen, vor allem aber durch eine deftige Runterputznummer der eigenen Hammelherde mitzuteilen, das is nix, die Bewegten sind argumentlose, moralische Spinner, letztlich ja Abschiebungsfreunde.

    Und damit keiner daran was findet, wird auch die richtige Parole „Keiner flüchtet freiwillig“ in andere Zusammenhänge gestellt, Hauptsache abgebürstet, so dass für den Hamel die Lehre steht, wenn er „keiner flüchtet freiwillig“ hört, hat er nun gelernt, das ist auch moralischer Quatsch von Gewissenswürmern, und auch wenn er damit nicht wirklich was weiß, was beispielsweise für eine Agitation in den sozialen Bewegungen von Bedeutung wäre, das liefert der Artikel wie gezeigt ja gar nicht, weiß er, aber in einem neueren Gegenstandpunkt gibt es einen Artikel dazu (das ist übrigens keine Annahme von mir, sondern ein Bericht aus der Praxis)

    Das sind also die Resultate, die die Avangarde (die sich ja durch ihren Durchblick legitimiert), die als Intelligenz dem Volk voranschreitet und gemäß ihres Auftrages zur Wissensvermittlung in Artikelform schreitet.

    Es geht also nicht um Dialog, um Agitation schon gleich gar nicht, auch nicht um Aufklärung, sondern um Abgrenzung und Einordnung von und für die eigne Truppe. Und da gehören Oberhammel und Herde ganz
    beieinander: So einen Artikel muss man sich auch erst einmal gefallen lassen.

  2. Da hat Emil den Charakter des Artikels richtig getroffen: Dieser ist weder eine Auseinandersetzung mit den noch eine Kritik der Antirassisten, sondern eine übel-ironische Heruntermacherei. Mal völlig aus dem Zusammenhang gerissen: der letzte Satz von 2. bis zum 1. Satz von 3.des Artikels:

    „Oder wollt ihr nur bekannt geben, dass ihr ein großes Herz für alle Dahergelaufenen habt?
    3. ‚Niemand verlässt freiwillig seine Heimat‘
    Sehr einfühlsam, sehr verständnisvoll.“

    Das ist bitter! So eine ‚Auseinandersetzung‘ (?) taugt bloß für eine Botschaft: Leute, die eine solche Parole vertreten, müssen schon bemitleidenswert blöd sein.

  3. Am 22.03.2019 ist der GS 1-19 erschienen:

    Inhalt:

    https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-1-19

    https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/zeitschrift/werbung/gs20191_inhalt.pdf

    Werbung:

    Kapitalistischer Reichtum ist keiner, wenn er nicht immerzu wächst. Kapitalistischer Reichtum wächst nicht, wenn er nicht immer stärker wächst. Und alle einschlägigen Fortschritte entwerten und ruinieren zugleich die produktiven Anstrengungen und Leistungen der konkurrierenden Agenten dieses Wachstums. Die Notwendigkeit dieses realen Irrsinns der herrschenden Produktionsweise und seine Folgen für ‚Mensch und Natur‘ werden erklärt im Vorabdruck eines weiteren Kapitels der systematischen Darstellung der Konkurrenz der Kapitalisten: Steigerung des Wachstums – Die Produktivität des Kapitalismus.

    Arbeiten im Kapitalismus geht offensichtlich nur, wenn der Staat einen Großteil des privaten Lohneinkommens seiner arbeitenden Bevölkerung zwangsweise kollektiviert und damit ein umfassendes System von Sozialkassen unterhält. So viel Sozialismus muss sein im freien bürgerlichen Gemeinwesen. Wie in dem mit hoheitlicher Gewalt ‚Solidarität‘ organisiert wird und warum, erläutert das Stichwort: Sozialversicherungen.

    Rumänien, das Schmuddelkind der EU, darf turnusmäßig den Vorsitz dieses Staatenvereins übernehmen. Seinen Ruf in diesem erlauchten Kreis bessert das überhaupt nicht, beflügelt im Gegenteil nur die Vorbehalte von dessen Machern. Wie gut oder schlecht dieser Ruf begründet ist, behandelt der Artikel Rumänien – das unwürdige EU-Mitglied: Ein Produkt der europäischen Inbesitznahme, von dem man im Prinzip nicht mehr zu wissen braucht, als dass dort die „Korruption“ herrscht.

    Die Maxime „America first!“ zeigt ihre Wirkung auch in Syrien. Dort kehrt allmählich Frieden ein. Warum der keinem der staatlichen Akteure passt, die dort mit mehr oder weniger Gewalt ‚um Frieden ringen‘, beantwortet der Artikel Trumps „America first!“ im Fall Syrien.

    https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/zeitschrift/werbung/gs20191_werbung.pdf

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