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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

Radio Lora München vom 3. Dezember 2012

Von • Dez 8th, 2012 • Kategorie: GSP-Radio

Die Analyse des GegenStandpunkt-Verlags in Radio Lora München vom 3. Dezember 2012:

Ein Kommentar in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: Ein großes Lob für die Klassengesellschaft: Sie macht Krisen zu unserem „Schicksal“

Ein Kommentar der renommierten „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ versucht, das Publikum über die gegenwärtige Krise aufzuklären. Das Fazit steht schon in der Überschrift:

„Krisen sind unser Schicksal“. Die Botschaft ist klar: Das Schicksal ist ein Schicksal, das kann man nicht ändern, man muss es hinnehmen und sich nicht sinnlos bei jeder neuen Krise wieder aufregen. Wie schicksalhaft die Krisen sein sollen, behauptet noch einmal die Unterüberschrift: „Ob Staatsbankrott, Bankenzusammenbruch oder Hyperinflation: Krisen gehören zum Kapitalismus wie ein Gewitter zum Sommer“. Dafür beruft sich der Kommentator auf ein neues Buch zweier amerikanischer Ökonomen. Der Titel des Buches: „Diesmal ist alles anders – Acht Jahrhunderte Finanzkrisen“, und gemeint ist damit: Natürlich ist diesmal nichts anders, die gegenwärtige Krise belegt nur die Unausweichlichkeit von Krisen – ein Kernsatz des Buches: „Die Stabilität von Währungen, Banken und Staaten ist eine Illusion“. Und wenn es mal eine krisenfreie Zeit gibt, dann sei das nur eine „gespenstische Ruhe“ bis unweigerlich wieder die nächste Krise ausbricht. Mit den Worten der Ökonomen aus den USA: „Jede Ruhe-Phase wird unweigerlich von einer neuen Welle der Krisen abgelöst“. Somit haben wir bislang gelernt: Krisen gibt es immer wieder. Oder anders: Die Erklärung der Krise bestand in der Beobachtung, dass es sie immer wieder gibt.

(…)

 

http://www.gegenstandpunkt.de/radio/2012/ga121203.html

 

http://www.gegenstandpunkt.de/radio/2012/ga121203_klassengesellschaft.pdf

 

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