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Theo Wentzke: Ein paar Deals im Hinterhof

Von • Mrz 24th, 2020 • Kategorie: Allgemein

 

Ein paar Deals im Hinterhof

Trump renoviert NAFTA und unterwirft sich damit seine mexikanische Filiale

Von Theo Wentzke

 

Die Regierung Trump – so ihr selbsterteilter Auftrag – hat die Ausnahmestellung der USA in der Weltpolitik nicht nur gegen unfaire Exportweltmeister, eine europäische Union, die Amerika sehr unfreundlich behandelt, und Chinesen, die ihren Platz auf der Welt nicht kennen, zu verteidigen, sondern hat auch in der heimischen, der amerikanischen Hemisphäre viel zu regeln. An den eigenen Grenzen sind den USA untragbare Risiken erwachsen: aus der Rücksichtslosigkeit dort und weiter südlich gelegener Staatswesen gegenüber US-amerikanischen Bedürfnissen; und daraus, dass nun auch diese Weltgegend, die nicht für fremden Gebrauch vorgesehen ist, zum Terrain eben der konkurrierenden Mächte geworden ist, die danach trachten, den exklusiven US-amerikanischen Nießbrauch an dem Kontinent zu unterlaufen.

 

Das alte NAFTA-Programm

Unterordnung unter Geschäft

Schäden durch Freihandel

Das neue Vertragswerk USMCA

Nach Logik des Wirtschaftskriegs

 

Mehr zum Thema in Heft 1-20 der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift Gegenstandpunkt.

Zu beziehen unter de.gegenstandpunkt.com

 

Aus: junge Welt – Ausgabe vom 23.03.2020 / Seite 12 / Thema: Ungleicher Vertrag

 

https://www.jungewelt.de/artikel/375021.ungleicher-vertrag-ein-paar-deals-im-hinterhof.html?sstr=Wentzke

 

 

„Trump renoviert NAFTA und kümmert sich um seine Hemisphäre“ (GS 1-20)

Eine neue Hausordnung für die mexikanische Filiale und ein paar Deals im Hinterhof

Die Regierung Trump hat die Ausnahmestellung der USA in der Weltpolitik nicht nur gegen Europa und China zu verteidigen. An den eigenen Grenzen sind den USA untragbare Risiken erwachsen: aus der Rücksichtslosigkeit dort und weiter südlich gelegener Staatswesen gegenüber amerikanischen Bedürfnissen; und daraus, dass nun auch diese Weltgegend zum Terrain eben der konkurrierenden Mächte geworden ist, die danach trachten, den US-amerikanischen Nießbrauch an dem Kontinent zu verkürzen, der eigentlich den USA exklusiv zusteht.

Hinsichtlich des nördlichen Anrainers Kanada und des südlichen Nachbarn Mexiko haben die USA dagegen eigentlich schon vor ca. 25 Jahren vertragliche Vorsorge getroffen, indem sie mittels ihrer überlegenen Verhandlungsmacht ein entsprechendes Freihandelsabkommen durchgesetzt haben. Das hat vor allem Mexiko ökonomisch zu einer politisch eigenständigen südlichen Ausstülpung des US-Standortes gemacht und dem Land durch seine unmittelbare Anbindung an die Interessen des amerikanischen Kapitals einen Sonderstatus gegenüber dem Rest der lateinamerikanischen Staatenwelt verpasst. Allerdings handelt es sich nach Trumps Auffassung bei diesem Vertrag hinsichtlich seiner Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen insgesamt um eine einzige „Katastrophe“ und einen veritablen „Betrug am amerikanischen Volk“.

 

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/trump-renoviert-nafta-kuemmert-sich-um-seine-hemisphaere

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