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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

GegenStandpunkt 3-17 erscheint am 15.09.2017

Von • Sep 12th, 2017 • Kategorie: Allgemein

 

GegenStandpunkt 3-17

Politische Vierteljahreszeitschrift

Erscheinungsdatum: 15.09.2017

Der GegenStandpunkt 3-17 kann im Buchhandel oder direkt beim Verlag bestellt werden.

– Druckausgabe ISSN: 0941-5831
– PDF ISBN: 9783962214036
– EPUB ISBN: 9783962214043
– MOBI ISBN: 9783962214050

 

– Die Druckausgabe kostet 15 €.
– Das E-Book (PDF, ePub & MOBI) kostet 10 €.
– Das Paket (Druckausgabe & E-Book) kostet 18 €.

Alle Preise enthalten die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer.

 

 

Inhalt:

https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-3-17

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/zeitschrift/werbung/gs20173_inhalt.pdf

 

– „America first!“ in Aktion – und die ersten Wirkungen (I) Trump sagt den Klimawandel ab – Der neue Leitfaden für die globale Energiepolitik

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/trump-sagt-den-klimawandel-ab

 

– „America first!“ in Aktion – und die ersten Wirkungen (II) Trump macht sich an die Renovierung der europäischen Energieversorgung

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/trump-macht-sich-an-renovierung-europaeischen-energieversorgung

 

– „America first!“ in Aktion – und die ersten Wirkungen (III) Eine interessante Tagesordnung für den G20-Gipfel anno 2017 – Europa ringt um seine Antworten auf Trumps Amerika

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/europa-ringt-um-seine-antworten-auf-trumps-amerika

 

– „America first!“ in Aktion – und die ersten Wirkungen (IV) Amerikanisch-polnische Völkerfreundschaft – Die Eröffnung neuer Perspektiven für Polen dank Trump

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/eroeffnung-neuer-perspektiven-fuer-polen-dank-trump

 

 

– Wer verdient warum wie viel?

Gegen den Moralismus in der Einkommensfrage

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/wer-verdient-warum-viel

 

 

– Das System der freien Konkurrenz und sein Inhalt

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/system-freien-konkurrenz-sein-inhalt

 

– Die Konkurrenz der Kapitalisten

Kapitel I: Die elementaren Bestimmungen des kapitalistischen Geschäfts: Gesellschaftliche Produktion für privaten Gewinn

§ 1 [Der Zweck des Kapitalisten und seine Mittel]

Die Tätigkeit des industriellen Kapitalisten – Geldvermehrung als Zweck der Produktion – Lohnkosten als Schranke der Rentabilität, Arbeitsleistung als ihr Mittel – Außerökonomische Voraussetzungen des Geschäfts, das seine Notwendigkeit und seine Macht auf Leistungen politischer Gewalt gründet

 

§ 2 [Der Markt]

Der Markt: Keine Wirtschaftsweise, sondern die Zirkulation des Kapitals – Konkurrenz um die Erzielung lohnender Preise – Angebot und Nachfrage: Vom freien Spiel der Kräfte und seinem Inhalt – Der „Arbeitsmarkt“

 

§ 3 [Staat und Konkurrenz]

[Im Innern] Der bürgerliche Staat: Ein Gewaltmonopol für die freie Konkurrenz – Freiheit und Gleichheit: Der Schutz von Person und Eigentum – Ein Rechtsstaat für alle Klassen von Staatsbürgern – Die ökonomische Ausstattung der Macht [Nach außen] Souveränität nach außen: Territorialisierung des Geschäfts – Von der Unabhängigkeit des Volkes – Militär

 

§ 4 [Kredit]

Der kommerzielle Kredit: Kontinuität und Effektivität produktiver Geldvermehrung als Liquiditätsproblem und dessen Lösung – Das Vertrauen auf kontinuierlichen Geschäftserfolg der Konkurrenten als Quelle benötigter Liquidität, also als Mittel zur Herbeiführung des antizipierten Geschäftserfolgs – Produktivkraft und Risiko des Vertrauens von Gläubigern wie Schuldnern auf die Geschäfte der ganzen Zunft

 

§ 5 [Staat und Kredit]

Die staatliche Betreuung der Konkurrenz, die sich des Kredits bedient: Rechtsschutz für das Eigentum, das durch die Verwendung von Zahlungsversprechen als Geld gefährdet wird

 

§ 6 [Ideologien]

Notwendig falsches Bewusstsein über Geld, Gewinn, Eigentum, Markt und Staat; gewöhnlich sowie wissenschaftlich – Grundmuster der Würdigung, die die Einkommensquelle Kapital erfährt: Die Beschwörung von Leistungen, die mit dem Zweck nichts zu tun haben, ihn aber gutheißen – Die ‚Schattenseiten‘ als Problem: arm/reich, Verteilung, Knappheit/Maßlosigkeit
– Die BWL: Marktwirtschaft als Inventar von Faktoren, mit denen resp. über die ein Unternehmen disponiert, also im Sinne seines „ökonomischen Prinzips“ Entscheidungen zu treffen hat

 

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/konkurrenz-kapitalisten-i

 

 

Aus der Reihe Chronik – kein Kommentar!:

– ‚Honesty first!‘

Trump renoviert die moralischen Standards demokratischer Herrschaft

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/trump-renoviert-moralischen-standards-demokratischer-herrschaft

 

– Ein Blick in den Frühsommer des Superwahljahres: Völker tun das Richtige – geht doch!

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/voelker-tun-richtige-geht-doch

 

– Das Betriebsrentenstärkungsgesetz

Ein Etappensieg im Kampf des Sozialstaats für ein Leben im Alter

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/betriebsrentenstaerkungsgesetz

 

– Das ‚Potsdamer Modell‘ der IG BCE und die Ausdehnungsvereinbarung der IG Metall in Sachen Zeitarbeit Kleine aber feine Fortschritte deutscher Tarifpolitik

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/potsdamer-modell

 

– Wahlkampf und Wahlwerbung

Eine Ansammlung von Argumenten gegen das Herzstück der Demokratie

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/wahlkampf-wahlwerbung

 

 

 

Werbung:

https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-3-17

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/zeitschrift/werbung/gs20173_werbung.pdf

 

Wer verdient warum wie viel?

Gegen den Moralismus in der Einkommensfrage

Die Frage der Gerechtigkeit der Einkommen bzw. der enormen Unterschiede zwischen dem Verdienst etwa eines einfachen ‚hart arbeitenden Menschen‘ und dem eines ‚Spitzenmanagers‘ gehört zu den gern gewälzten Themen öffentlichen und privaten Räsonierens.

Die Antwort landet – nicht nur, aber vor allem bei den ‚kleinen Leuten‘ – gewöhnlich bei den immergleichen Beschwerden über die Ungerechtigkeit der Einkommenswelt, die eigentlich nicht sein dürfte.

Das verbissen festgehaltene Ideal einer Entsprechung zwischen Dienst und Entgelt nimmt dabei von vorneherein Maß an einer vorgegebenen Hierarchie der Berufe, die nie und nimmer für die Bedürfnisse derer eingerichtet sein kann, die in ihr ihren jeweiligen Platz einnehmen.

Die kritische Prüfung, ob einer verdient, was er verdient, geht wie selbstverständlich aus von den Sortierungen einer Arbeits- und Lebenswelt, in der für die meisten feststeht, dass sie sich mit ihren Anstrengungen und ihrer Lebenszeit nach den Vorgaben ihrer Arbeitgeber und Vorgesetzten zu richten haben; dass sie ihre Interessen und Notwendigkeiten an Einkommen ausrichten müssen, die nach deren Rechnungen kalkuliert sind – nie umgekehrt; soweit deren Geschäfts- und Haushaltsrechnungen überhaupt Arbeitsplätze vorsehen.

Die eiserne Gewissheit, dass das Geld, das einer verdient, Ausdruck seiner durch Leistung erworbenen Verdienste, wenn schon allzu häufig nicht ist, so doch eigentlich sein sollte, ist also ein Fehler. Die Frage nach den guten Gründen, die all die großen und kleinen Unterschiede rechtfertigen, ist der Ersatz für die Frage nach ihrem – gar nicht so guten – Grund. So passt man sich geistig an diese Verhältnisse an. Mit einer ausführlichen Kritik dieses Fehlers wendet sich der GegenStandpunkt gegen den Moralismus in der Einkommensfrage.

Die Aufklärung, was die bunte Welt der Einkommen wirklich bestimmt, ist damit freilich noch nicht geleistet. Soviel ist immerhin unübersehbar, dass sie sich insgesamt sehr einsinnig sortiert in die, die mit Einkommen aus abhängiger Arbeit zurechtkommen müssen, und ‚die Wirtschaft‘, d.h. diejenigen, die mit dem geschäftlichen Umgang mit Geld ihr Geld verdienen. Der Erklärung, wie letztere wirtschaften, widmet sich der GegenStandpunkt mit einer in diesem Heft eröffneten systematischen Analyse der herrschenden und alle Verhältnisse bestimmenden Wirtschaftsweise:

Die Konkurrenz der Kapitalisten

erklärt, wie kapitalistische Unternehmen ihr Einkommen schaffen, indem sie in Konkurrenz gegeneinander die Vermehrung ihres Vermögens betreiben. Wie sie bei ihrer Produktion für den Kampf um den Markt die Lohnarbeit als Geschäftsmittel einsetzen und kalkulieren, kommt dabei auch zur Sprache. So klärt sich, dass es nicht die fehlende Entsprechung zwischen Anstrengungen und Qualifikation der Beschäftigten und ihrem Entgelt, sondern die eigentümliche Beschaffenheit der Erwerbsquelle ist, mit der die moderne Menschheit, die Lohnarbeit zu ihrem Beruf hat, sich die Nöte und Sachzwänge eines fortdauernden Lebenskampfs einhandelt: Ihre Erwerbsquelle lebt von dem Gebrauch, den Kapitalisten vom Arbeitsvermögen und Leistungswillen der Lohnabhängigen machen. Erklärt werden ferner Eigenart und Leistung der Instanzen des Geld- und Kreditverkehrs, die aus dem Umgang mit dem Geld als Geschäftsmittel und -zweck ihr eigenes Geschäft machen. Die Auskünfte über deren dienstbare Geschäfte räumt ganz nebenbei auf mit der Scheidung in gute ‚produktive‘ Kapitalisten auf der einen und zweifelhafte finanzkapitalistische ‚Spekulanten‘ auf der anderen Seite. Auch der Staat wird notwendigerweise abgehandelt: als die unerlässliche Gewalt, die nicht nur die Gültigkeit des Geschäftsmittels garantiert, sondern die Interessen der Klasse mit dem Beruf der Geldvermehrung überhaupt zur Lebensbedingung der gesamten Gesellschaft macht. Schließlich werden die einschlägigen weltanschaulichen Leistungen gewürdigt mit denen Nutznießer und Betroffene, die politische Herrschaft und ihre politisierte Öffentlichkeit samt den einschlägigen Wissenschaften die Konkurrenz der Kapitalisten unter dem Titel ‚Marktwirtschaft‘ als einzig menschengemäße Art und Weise, das gesellschaftliche Leben zu organisieren, ideologisch rechtfertigen.

Im Anschluss an die von Marx in „Das Kapital“ abgehandelten Bewegungsgesetze des Kapitals schließt der GegenStandpunkt mit dieser systematischen Erklärung der Konkurrenz der Kapitalisten eine Lücke kommunistischer Theorie; sie ist für die Kritik der herrschenden Verhältnisse sowie für die Kritik und Agitation der Adressaten ebenso unerlässlich wie die schon veröffentlichten Abhandlungen ‚Der bürgerliche Staat‘ und ‚Imperialismus‘.

Als Auftakt der schrittweisen Veröffentlichung der gesamten Ableitung erscheint in diesem Heft das erste Kapitel: Die elementaren Bestimmungen des kapitalistischen Geschäfts.

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