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[online] Frankfurt | 22.01.2020 | Juristisch gleich, moralisch geachtet, schlecht behandelt: Die Frau im Kapitalismus

Von • Jan 25th, 2020 • Kategorie: Veranstaltungen

Zeit: Mittwoch | 22. Januar 2020 | 19:00 Uhr

Ort: DGB-Gewerkschaftshaus (Zugang über den Hof) | Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77 | 60329 Frankfurt

Veranstalter: farbeROT

Juristisch gleich, moralisch geachtet, schlecht behandelt: Die Frau im Kapitalismus

 

Auch nach der längst erreichten rechtlichen Gleichstellung mit dem Mann, auch nachdem Frauen heute die Mehrheit der Abiturienten stellen, dabei die besseren Noten haben, in vielen Studiengängen die Mehrheit der Studenten stellen, nachdem sie manche vordem als Männerdomänen bekannte Berufsfelder erobert haben, gibt es noch immer genug Diskriminierung und sexuelle Unterdrückung des weiblichen Geschlechts.

Frauen führen den Kampf dagegen, indem sie der Männerwelt den Vorwurf machen, nach wie vor den fälligen Respekt für die Selbstbestimmung und eine selbstbewusste Rolle der Frau zu verweigern, in einem alten Denken und gestrigen Rollenbildern der Geschlechter zu verharren. Mit der Forderung nach Respekt rennen die Protagonisten der Geschlechtergerechtigkeit überall – in Politik, Öffentlichkeit und schon gleich im akademischen Bereich – offene Türen ein.

Sieht man von ganz konservativen Kreisen, die vom traditionellen Familienbild nicht lassen wollen, und von den Kultfiguren des Gangsta-Rap ab, gibt es keine Stimme, die vor den Frauen als vollwertigen, beruflich und überhaupt selbstbestimmten Mitgliedern der Gesellschaft nicht den Hut ziehen würde. Überall gibt es Gleichstellungsbeauftragte, Frauenförderung und Frauenlehrstühle; an Unis und im linken Milieu ist das „Gendern“ verbreitet: Durch die Modifikation von Wörtern und Grammatik besteht man darauf, dass in jedem Satz, in dem von menschlichen Subjekten die Rede ist, der Frau noch einmal eigens gedacht und ihr die Ehre erwiesen wird.

– Woran liegt es dann, dass der allgemein bekräftigte gute Wille nicht viel ändert an den sozialen Benachteiligungen, Beleidigungen, An- und Übergriffen, die Frauen erfahren?

– Woran liegt es, dass die offizielle Moral sich von der praktisch gelebten so trennt?

– Anders gefragt: Haben die gesellschaftlichen Positionen und Rollen, auf die die Frauen festgelegt sind, nicht doch handfestere Gründe als frauenfeindliche Vorurteile der Männer, Gründe, denen man mit dem Einfordern und Abliefern von Respektbezeugungen überhaupt nicht beikommt?

https://www.farberot.de/veranstaltungen/vortraege/termine.html

 

Update:

Aufzeichnung der Veranstaltung im Audio-Archiv von farbeROT:

 

https://www.farberot.de/audio/details/419-Frau_im_Kapitalismus.html

 

https://www.farberot.de/audio/download/Frau_im_Kapitalismus-419-452.mp3

Veranstaltungen

One Response »

  1. Rita Süßmuth will eine Frau als CDU-Kanzlerkandidatin; die Tagesschau beklagt sich, dass Amerika nun wieder von „alten weißen Männern“ (ob Trump, Biden oder Sanders) regiert werden wird, und in den DAX Konzernen ist die Frauenquote erfüllt worden.

    Ist auch nur eine Zumutung, die Frauen hier tagtäglich erleben, aus der Welt, wenn wir von Geschlechtsgenossinnen regiert werden? Warum sollte das Geschlecht der Mächtigen unsere Sorge sein?

    Wir wollen von niemandem zum Zwecke der Kapitalvermehrung regiert werden! Weil das aber so ist, sind die „sisters“ Merkel, von der Leyen und Süßmuth unsere Feinde!

    https://www.facebook.com/grppk/posts/656950545055984?_fb_noscript=1

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