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Bremen | 05.12.2019 | Die Frau im Kapitalismus

Von • Nov 24th, 2019 • Kategorie: Veranstaltungen

Zeit: Donnerstag | 5. Dezember 2019 | 19:00 Uhr

Ort: Bürgerhaus Weserterrassen | Osterdeich 70b | Bremen

Veranstalter: Argumente & Diskussion Bremen

 

Juristisch gleich, moralisch geachtet, schlecht behandelt:

Die Frau im Kapitalismus

 

Auch nach der längst erreichten rechtlichen Gleichstellung mit dem Mann, auch nachdem Frauen heute die Mehrheit der Abiturienten und dabei die mit den besseren Noten, in vielen Studiengängen die Mehrheit der Studenten stellen, nachdem sie manche vordem als Männerdomänen bekannte Berufsfelder erobert haben, gibt es noch immer genug Diskriminierung und sexuelle Unterdrückung des weiblichen Geschlechts.

Frauen führen den Kampf dagegen, indem sie der Männerwelt den Vorwurf machen, nach wie vor den fälligen Respekt für die Selbstbestimmung und eine selbstbewusste Rolle der Frau zu verweigern, in einem alten Denken und gestrigen Rollenbildern der Geschlechter zu verharren.

Mit der Forderung nach Respekt rennen die Protagonisten der Geschlechtergerechtigkeit überall – in Politik, Öffentlichkeit und schon gleich im akademischen Bereich – offene Türen ein. Sieht man von ganz konservativen Kreisen, die vom traditionellen Familienbild nicht lassen wollen, und von den Kultfiguren des Gangsta-Rap ab, gibt es keine Stimme, die vor den Frauen als vollwertigen, beruflich und überhaupt selbstbestimmten Mitgliedern der Gesellschaft nicht den Hut ziehen würde. Überall gibt es Gleichstellungsbeauftragte, Frauenförderung und Frauenlehrstühle; an Unis und im linken Milieu ist das „Gendern“ verbreitet: Durch die Modifikation von Wörtern und Grammatik besteht man darauf, dass in jedem Satz, in dem von menschlichen Subjekten die Rede ist, der Frau noch einmal eigens gedacht und ihr die Ehre erwiesen wird.

 

– Woran liegt es dann, dass der allgemein bekräftigte gute Wille nicht viel ändert an den sozialen Benachteiligungen, Beleidigungen, An- und Übergriffen, die Frauen erfahren?

– Woran liegt es, dass die offizielle Moral sich von der praktisch gelebten so trennt?

– Anders gefragt: Haben die gesellschaftlichen Positionen und Rollen, auf die die Frauen festgelegt sind, nicht doch handfestere Gründe als frauenfeindliche Vorurteile der Männer, Gründe, denen man mit dem Einfordern und Abliefern von Respektbezeugungen überhaupt nicht beikommt?

 

https://www.argudiss.de/

Veranstaltungen

One Response »

  1. Auszüge aus einem Kommentar andernorts (20.11.2019)

    Frauen werden als Arbeitskräfte benötigt, mehr denn je vorher. Und alle m.und w. Bürger wissen auch, dass von einem einzigen Männerlohn mittlerweile kaum eine Familie ernährt werden kann. Das haben Politik und Unternehmer gemeinsam geschafft. Also muss man die Frauen in Arbeit und Politik wenigstens gleichberechtigt wertschätzen, und das Wertschätzen soll wenigstens sprachlich stattfinden.

    Es ist aber ähnlich wie mit dem allgemeinen Menschenrecht auf Würde, das z.B. auch keinem Verhungernden in Afrika aus der Not hilft.

    Zurück zum feministischen Sprachgebrauch: Außer dass jede(r) nun bei jedem schriftlichen und mündlichen Satz höllisch aufpassen muss, bloß das Männliche und Weibliche unbedingt sprachlich gleichberechtigt nebeneinander stehen zu lassen, führt diese lächerliche Vorsicht oder permanente lästige Achtsamkeit in der Sprache garantiert nicht zu einer höheren Wertschätzung der Frau.

    Anderes Beispiel: Eine gewaltfreie Sprache schafft auch nicht Gewalt ab, und selbst wenn es verpönt ist, einen Schwarzen Neger zu nennen, ist damit nicht der Rassismus aus der Welt geschafft, und es werden deshalb nicht weniger Schwarze in den USA erschossen oder ertrinken auf ihrer Flucht im Mittelmeer in Europa.

    Und wenn unser deutsches feministisches Triumvirat in der Politik aus militärpolitisch aktiven Frauen besteht wie Merkel, AKK und von der Leyen, dann wird das Morden in anderen Ländern deshalb auch nicht charmanter und humaner als bei Männern. Und wenn Frauen nun an einigen Konzernspitzen stehen dürfen, feuern sie nicht weniger Untergebene und diese auch nicht liebevoller als ihre männlichen Spitzenkollegen.

    https://www.magazin-auswege.de/2019/11/wie-gendern-wir-richtig/#comment-1457

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