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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

Radio Lora München vom 4. Februar und 4. März 2013

Von • Mrz 9th, 2013 • Kategorie: GSP-Radio

Die Analysen des GegenStandpunkt-Verlags in Radio Lora München vom 4. Februar und 4. März 2013:

 

4. Februar 2013

Alle brauchen Arbeit – eine soziale Gemeinheit

Alle brauchen Arbeit – viele finden keine. Wer keine Arbeit hat, tut sich mit dem Überleben schwer. Das wird allgemein für ein soziales Problem gehalten. Die Christenunion löst dieses Problem zumindest ideologisch in dem bekannten Spruch des Chefs ihrer „Wertekommission“, dem rheinlandpfälzer Landesvorsitzenden Christoph Böhr auf:

„Sozial ist, was Arbeitsplätze schafft!“

Das findet Zustimmung quer durch alle Parteien und in der demokratischen Öffentlichkeit. Dann ist für manche „Beschäftigungsförderung“ die passende Antwort auf diese Problemlage und man fordert den Staat zu einer neuen Runde von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen auf. Man kann aber auch die Senkung der Lohnnebenkosten sowie mehr Druck auf die Arbeitslosen mit Hartz IV in Verbindung mit anderen Sozialstaatsregelungen für das richtige Mittel zum Gegensteuern halten. Oder die Streichung der Vermögenssteuer, eine Umverteilung des „knappen Guts“ Arbeit durch Arbeitszeitverkürzung, mit der „Schaffung von neuen Arbeitsplätzen“ durch Teilzeit- und Leiharbeit, oder wie auch immer. Konstatiert wird, dass alle Arbeit brauchen, aber viele keine finden, eben weil die vorhandene Arbeitskraft nur zum Teil gebraucht wird. Beharrt wird darauf, dass Staat und Unternehmer für mehr Beschäftigung sorgen sollen. Aber warum eigentlich? (…)

 

http://www.gegenstandpunkt.de/radio/2013/ga130204.html

http://www.gegenstandpunkt.de/radio/2013/ga130204_arbeit.pdf

 

 

4. März 2013

Ein Blitzkrieg Frankreichs für die Sicherheit des Westens in der Sahel-Zone – Und was hat das mit Mali zu tun?

Dass sich Frankreichs Präsident nach dem Rückzug der Islamisten aus den Städten Nordmalis in Timbuktu als Befreier feiern ließ, hat Kommentatoren zu siebengescheiten Zweifeln provoziert, ob denn Frankreich zu Recht schon den Sieg und das Erreichen seiner Ziele in Mali reklamiert; sie hätten besser den Zynismus und die imperialistische Aufgabenzuweisung zur Kenntnis genommen, die in der schnellen Kriegsbeendigung liegen: Monsieur Hollande hegt nicht die Illusion, dass die Dschihadisten und die Gefahr, die von ihnen ausgeht, irgendwann bald erledigt sein würden – das Ziel ist ohnehin nur durch die Ausrottung der Kämpfer zu haben, und von denen werden durch solche imperialistischen Einsätze ja nicht nur viele getötet, sondern immer auch neue erzeugt. Das Ordnungsinteresse der Großmächte an der Sahelzone ist vielmehr rein negativ. (…)

http://www.gegenstandpunkt.de/radio/2013/ga130304.html

http://www.gegenstandpunkt.de/radio/2013/ga130304_mali.pdf

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