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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

Freies Radio Stuttgart – Sendung vom 18.12.2012

Von • Dez 20th, 2012 • Kategorie: GSP-Radio

GegenStandpunkt – Kein Kommentar im Freien Radio Stuttgart – Sendung vom 18.12.2012:

1. Mehr Geld für Hartz-IV-Bezieher? Die Bundesagentur für Arbeit warnt vor dem „Lebensmodell Hartz IV“

Grüne, Sozialverbände und Die Linke wollen die Hartz-IV-Regelleistung erhöhen. Dagegen hat Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, warnend den Finger gehoben. Egal wie läppisch eine Hartz-IV-Erhöhung auch ausfiele, für den staatlichen Arbeitslosenverwalter verletzt sie das berühmte Abstandsgebot. Wird der Unterschied zwischen Hartz-Satz und Niedriglöhnen zu klein, dann könnte sich doch glatt das Arbeiten nicht mehr lohnen, fürchtet er. So und genau so erzeugt Hartz IV den Zwang bei den Empfängern, sich und ihre Arbeitskraft jenen anzubieten, die das Geld haben, das der Hartzer dringend braucht.

http://www.freie-radios.net/52773

2. Ein großes Lob für die Klassengesellschaft: Krisen sind unser „Schicksal“

In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ war ein Kommentar zu einem Buch zweier amerikanischer Ökonomen zu lesen, in dem diese die Stabilität von Währungen, Banken und Staaten als Illusion bezeichnen. „Ob Staatsbankrott, Bankenzusammenbruch oder

Hyperinflation: Krisen gehören zum Kapitalismus wie ein Gewitter zum Sommer“. Wenn diese eine Art Naturgesetz des Kapitalismus sind, dann spricht das doch nicht für die Marktwirtschaft! Ganz anders sehen das die Ökonomen: gerade Krisen, das Aufbrechen der sozialen Ordnung und die kreativen, unkonventionellen Unternehmer brächten die Gesellschaft voran. Als täten die das nicht zu dem einzigen Zweck, ihre Rechnungen zu verbessern.

http://www.freie-radios.net/52770

3. Ein Nachtrag zum US-Präsidentschaftswahlkampf: Eine einzige Klarstellung, was ein Amerikaner ist, braucht und will

Beim US-Wahlkampf war zu betrachten, wie dieser Höhepunkt des demokratischen Lebens, bei dem der Bürger sich als der große Souverän fühlen darf, eine Angelegenheit organisierter Geldmacht der jeweiligen Parteien ist, die diese für ihre Propaganda-Inszenierun¬gen aufzubieten vermögen. Das Argument beider Bewerber war der Inbegriff von Freiheit in Amerika: „Jobs, Jobs, Jobs!“ Wenn die Wahlkämpfer sich in ihrer Werbung an das Wahlvolk wenden, dann betrachten und behandeln sie die Umworbenen als eine Ansammlung ohnmächtiger Gesellen. Als Hanswurste, die auch und gerade in ihrem elementarsten Lebensinhalt – dem Konkurrenzkampf um einen Job, ihn zu behalten oder überhaupt erst zu bekommen – vollständig abhängig sind von den Bedingungen, die die Politik ihnen da¬für serviert. Obama und sein Herausforderer Romnmey unisono: „Für euren Job braucht ihr mich an der Macht“.

http://www.freie-radios.net/52769

 

 

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