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[online] 09.09.2009 | Jena | Wahlen – Ein Lehrstück über die Herrschaft namens Demokratie

Von • Sep 9th, 2009 • Kategorie: Veranstaltungen

Zeit: Mittwoch, 09.09.2009, 19.30 Uhr
Ort: Universität Jena, Seminarraum 206, Carl-Zeiss-Str. 3
Veranstalter: Politische Gruppe Jena/Erfurt
Referentin: Prof. Dr. Margaret Wirth

Thema: Wahlen – Ein Lehrstück über die Herrschaft namens Demokratie

Demnächst wird in Deutschland wieder gewählt, das Herz jedes guten Staatsbürgers schlägt höher – oder sollte es wenigstens, glaubt man der offiziell verbreiteten guten Meinung über die Wahl. Immerhin handelt es sich bei diesem nationalen Großereignis um das Kernstück der Demokratie. Durch Wahlen, so heißt es, zeichnet sich diese Staatsform vor allen anderen aus: Sie legitimieren die Ausübung der politischen Macht.

In der Demokratie wird nicht einfach regiert – das Volk erteilt per Abstimmung höchstförmlich den Auftrag zur Wahrnehmung der Staatsgeschäfte. Dafür wird die Demokratie geschützt und gelobt, das verleiht der demokratischen Herrschaft ihr besonderes Gütesiegel. Das unterscheidet sie zum Guten von Ländern, in denen die Herrschaft ihr Volk nicht ordentlich oder gar nicht wählen lässt: Da, so hört man, herrschen üble, menschenfeindliche Verhältnisse.

Worum geht es also bei der Wahl? Was leistet sie für die politische Herrschaft in der Demokratie – und was für den Wähler?

Die Klärung dieser Fragen wird ergeben, warum in der Demokratie soviel wert auf die Beteiligung des Volkes bei der Auswahl der politischen Führung gelegt wird – und woran die Freiheit des Wählens ihre Grenzen hat.

 

Update:

Die Aufzeichnung ist online.

„In Jena endete der Vortrag nach seinem ersten Teil in der Debatte mit Leuten, die, so lange keine konstruktive Alternative zur Wahl aufgezeigt wird, eine Kritik an ihr zurückweisen möchten. Anderen ist aus Anlass der Wahlkritik die Frage eingefallen, ob der Demokratie nicht zugutezuhalten ist, dass sie immerhin nicht Faschismus ist. Und wieder andere wollten die Wahl strategisch als Mittel auf dem Weg in den Kommunismus begutachten.“

 

Mitschnitt

 

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