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Theo Wetzke: Trumps Update

Von • Jun 24th, 2020 • Kategorie: Allgemein

 

Trumps Update

Der US-Präsident ändert zum Erstaunen des Establishments die Gangart im Korea-Konflikt. Alles folgt dabei der Maßgabe »America first!«

Von Theo Wentzke

Nach einer Phase eskalierender militärischer Feindseligkeiten und einer ungezügelten Drohungs- und Vernichtungsrhetorik in seinem ersten Amtsjahr – »North Korea will be met with fire and fury and frankly power, the likes of which this world has never seen before«¹ – irritiert US-Präsident Donald Trump die Welt und erschreckt insbesondere das außenpolitische Establishment der USA mit einer neuartigen Friedens- und Verständigungsdiplomatie und der Demonstration ausnehmend guter menschlicher Beziehungen zum Führer der traditionellen nordostasiatischen Feindnation – »I was really being tough – and so was he. And we would go back and forth. And then we fell in love, okay?«² –, worin die Kritiker seiner Linie mindestens einen Fall von Trumps erratischer außenpolitischer Art, mehrheitlich aber so etwas wie strategischen Hochverrat entdeckten.

Zu ihren Befürchtungen haben die Vertreter der traditionellen US-amerikanischen Erzfeindschaft gegenüber der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) in einer Hinsicht allen Grund: Was Trump da – schon mit der ihnen offensichtlich viel näher liegenden Eskalation bis hin zum offen angedrohten Einsatz von Atomwaffen – vorführt, das ist die mit dem von ihm bekannten Getöse einschließlich eines großzügigen Verschleißes an politischem Personal einhergehende Entschlossenheit, auch und gerade anhand der 70 Jahre alten Feindschaft zu Nordkorea die Weltpolitik der USA grundsätzlich und allgemein neu auszurichten – zum Nutzen seiner Nation und der Welt.

 

Trumps Bilanz

Trumps Korrektur

Trumps Angebote

Trumps Alliierte

 

Dass sich weder sein nordkoreanischer Kontrahent einfach damit abfindet, was Trump ihm an ultimativen Angeboten macht, noch die Freunde und Alliierten widerspruchslos die geschwundene strategische Bedeutung akzeptieren und in der Rolle einrichten, die er ihnen zuweist, mögen seine Kritiker ihm als – eingetretenes, mindestens aber sich abzeichnendes – Scheitern seiner Linie vorbuchstabieren.

Ihn kann das nicht erschüttern. Nach seiner Logik beweisen die auswärtigen Beschwerden über seine Politik und die Versuche, sie zu konterkarieren oder aufzuweichen, allenfalls, wie richtig er mit seinem Update für den US-Imperialismus auch in Asien liegt.

 

Mehr zum Thema in Heft 2-20 der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift Gegenstandpunkt. Zu beziehen unter de.gegenstandpunkt.com

 

Theo Wentzke schrieb an dieser Stelle zuletzt am 13. Mai über den Widerspruch zwischen den nationalen Haushalten der EU-Staaten und ihrer gemeinsamen Währung.

 

Aus: junge Welt – Ausgabe vom 22.06.2020 / Seite 12 / Thema: USA – Nordkorea

 

https://www.jungewelt.de/artikel/380687.usa-nordkorea-trumps-update.html?sstr=Wentzke

 

vgl:

 

„Und noch ein Fortschritt für „America first!“ und die Welt:

Trump befreit Amerika vom Korea-Konflikt“ (GS 2-20)

 

Ein Artikel über Trumps imperialistische Friedenspolitik gegenüber dem altgedienten Feind Nordkorea, deren Fortschritte und Widersprüche beweisen, wie konsequent und seriös der schlecht beleumundete US-Präsident die Revision der eingerichteten imperialistischen Weltordnung betreibt.

 

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/trump-befreit-amerika-vom-korea-konflikt

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