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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

[online] 04.11.2013 | Göttingen | Rassismus

Von • Nov 4th, 2013 • Kategorie: Veranstaltungen

Göttingen – Rassismus

Zeit: Montag  | 04.11.2013 | 20 Uhr
Ort: T-Keller | Geismarlandstraße 19 | Göttingen
Veranstalter: Gruppe 3

Thema: Rassismus – Wie er geht und wie man ihn besser nicht kritisiert

Referent: Rolf Röhrig

Die Zeiten staatlicher Rassengesetze sind in den Zentren des Kapitalismus vorbei. Der Rassismus ist darüber keineswegs ausgestorben. Es ist in einer Demokratie an der Tagesordnung, dass Obdachlose, Farbige oder Asylanten erschlagen werden. Wenn solche Fälle wieder einmal Schlagzeilen machen, dann kommt in der Öffentlichkeit Empörung und Fassungslosigkeit auf. Wie kann es in der demokratischen Mitte der Gesellschaft so etwas Abscheuliches geben? Diese Frage sucht gar nicht nach einer Erklärung dafür, wie und warum rassistische Urteile in der Demokratie zustande kommen. Sie geht einfach davon aus, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun haben kann.

Das ist ein Fehler. Die rechtsstaatliche Ordnung, in der alle einer „Gleichbehandlung“ unterliegen, ist der Nährboden für den modernen Rassismus unserer Tage.

– Auch ohne Rassengesetze kommt eine Selektion zustande. Bildungswesen und Erwerbswelt produzieren immer aufs Neue „Ungebildete“ und „Gebildete“, „Arme“ und „Reiche“, eine „Masse“ und eine „Elite“. Wieso führt die geschätzte „Gleichbehandlung“ zu einer Sortierung der Menschen in eine Hierarchie, in der es sich oben vielleicht ganz gut, unten sicher schlecht lebt?

– Unterschiedliche Anlagen in der Menschennatur gelten als Grund dafür. Nur ist die Zulassung zu einem Bildungsweg wie die Verweigerung, die Einstellung in ein Arbeitsverhältnis wie seine Kündigung in jedem Fall ein Rechtsakt, also ein durch eine hoheitliche Instanz gültig gemachter Bescheid, meistens gegen den Willen der Betroffenen. Wieso braucht es eigentlich eine staatliche Gewalt, wenn Bildungswesen wie Erwerbswelt bloß der Nachvollzug einer ohnehin vorliegenden menschlichen Natur sind?

Konkurrenz als natürliche Auslese, das ist der Rassismus erster Art, der in der Demokratie blüht. Wieso ist dieses Denken gut gelitten in einer Gesellschaft, in der „alle Menschen gleich“ sind?

Die Wirtschaft hat ihre „Humanressource“, der Staat sein Volk. Was Demokraten darüber in Umlauf setzen, hat das Zeug zu einem Rassismus zweiter Art.

– „Wir“ gehören zusammen, „Fremde“ also nicht dazu. Was verbindet Leute zu einem „Wir“, die einander genauso unbekannt, also fremd sind, wie ihnen ein Zugereister fremd sein mag?

– Gemeinsame „Sprache“, „Geschichte“ oder das „Schicksal“ gelten als einigendes Band. Gegensätzliche Interessen zwischen Billiglöhnern und Konzernherrn zählen nichts vor diesem Maßstab, der aus Leuten eine quasi-natürliche Art macht, die von anderen Volksarten grundverschieden ist. Warum wird das Bekenntnis zu einer Volkszugehörigkeit ausgerechnet jenseits des Willens in einer Natureigenschaft angesiedelt?

Das ist der Rassismus der Volksnatur. Warum steht so etwas hoch im Kurs in einer Gesellschaft, die sich „aufgeklärt“ nennt?

Dieses rassistische Denken ist nicht von gestern, sondern von heute.

Der Übergang zur Gewalt wohnt ihm inne. Wer Wirtschaft und Staat als eine durch die Natur von Mensch und Volk gestiftete harmonische Ordnung wertschätzt, der kennt seine Schuldigen, wo immer sich Schäden auftun: Schädliche, fremde Natur hat sich breit gemacht.

„Unnütze Parasiten“ im eigenen Volk oder „Fremde“, die „unsere Arbeitsplätze“ stehlen, werden das Opfer dieser Gesinnung.

Antirassisten nehmen daran zurecht Anstoß. Wie sie das tun, ist ärgerlich.

– Gegen jede „rassistische Diskriminierung“ nach ethnischen oder ähnlichen Kriterien kämpfen sie an. Wieso soll das Übel ausgerechnet in einer Art von Diskriminierung liegen, die im Rechtsstaat gar nicht das Prinzip, sondern sogar verboten ist?

– Die „Gleichberechtigung“ wollen sie dagegen verteidigen. Warum ausgerechnet die? Eine Sortierung der Menschen verhindert sie nicht.

Und den Rassismus auch nicht. Der veredelt ja gerade die ganz ohne Rassekriterien vollzogene Auslese zu einem unwidersprechlichen Naturprodukt.

http://www.gruppe3.org/

 

Update:

Die Aufzeichnung der Veranstaltung steht auf der Website der Gruppe 3 zum Download bereit.

 

http://www.gruppe3.org/

 

http://www.gruppe3.org/download/Rassismus.mp3

 

Update-2/3:

Dass bereits die Ankündigung der Veranstaltung für einigen Wirbel gesorgt hat, wurde vom Referenten ja angesprochen und auf die vorgebrachten Einwände ausführlich erwidert.

Dabei ist es aber offenbar nicht geblieben. Die Betreiber des Theaterkellers haben sich wie folgt geäussert:

http://theaterkeller.tumblr.com/post/66577635956

theaterkeller-Kollektiv

„Am Montag, den 4. November, hat die Gruppe3 in unseren Räumen eine Veranstaltung mit dem Titel „Rassismus – Wie er geht und wie man ihn besser nicht kritisiert“ organisiert. Der eingeladene Referent Rolf Röhrig hat sich auf dieser mehrfach in rassistischer Weise geäußert und dies auch trotz mehrfachen Hinweisen nicht unterlassen. Einige der anwesenden ZuhörerInnen, darunter auch mit der g3 assoziierte, haben ähnliche Kommentare von sich gegeben.

Das theaterkeller-Kollektiv distanziert sich mit dieser Stellungnahme von jeglichen rassistischen Äußerungen des Referenten und allen weiteren, die bei besagter Veranstaltung gefallen sind. Leider, dies müssen wir eingestehen, haben wir uns an diesem Abend nicht in Lage gesehen dieses Verhalten zu unterbinden, wie es angebracht gewesen wäre. Dies werden wir aufarbeiten. Der t-keller versteht sich als linksradikale Struktur in Göttingen, in der gemäß dieses Anspruchs keinerlei Form von Rassismus etwas zu suchen haben sollte.

Wir haben daher die Gruppe3 aufgefordert, sich zu der von ihr organisierten Veranstaltung zu verhalten und zu rassistischen Äußerungen ihres Referenten und der ihrer Assoziierten Stellung zu beziehen.“

 

Stellungname der Gruppe 3 zum offenen Brief „Rassismus – oder: wie man ihn offen praktiziert!“ (von „Einigen »Empörten«“)

Wir können den Rassismus in den Köpfen der Leute nicht verbieten.

Wir können uns aber einen Begriff von ihm machen, erklären, wo seine Ursachen liegen und zeigen, gegen was eine Gegnerschaft angebracht ist. Das war der Zweck der Veranstaltung „Rassismus: Wie er geht und wie man ihn besser nicht kritisiert“ vom 04.11.2013 im T-Keller. Das zentrale Anliegen des dort gehaltenen Vortrages war es, einen Rassismus zu kennzeichnen, wie er in modernen Demokratien seine Verbreitung hat und nicht wie er im kolonialen Rassismus in Rassegesetzen seinen Ausdruck fand. Das wurde in der Veranstaltung unter den Stichworten „Rassismus der Konkurrenz“ und „Rassismus der Volksnatur“ getan. Hauptargument war dabei, dass durch den Rückgriff auf eine fingierte „Menschennatur“ sowohl die Notwendigkeit einer Sortierung von Menschen als auch deren Ergebnis gerechtfertigt werden. Rassistisches Denken liegt also dann vor, wenn die an den Menschen durch politische Gewalt und ökonomische Konkurrenz vollzogene So rtierung aus der Natur der Menschen erklärt wird und diese sozial hergestellten Unterschiede damit legitimiert und aufrechterhalten werden. Die Auseinandersetzung mit diesem Verhältnis war nicht als eine „lange Einführung zum Thema Rassismus“ gedacht, sie war die Erklärung dessen, wie Rassismus in demokratisch verfassten Gesellschaften unserer Ansicht nach funktioniert. Dieser Rassismus wird von vielen Menschen allerdings nicht als Rassismus verstanden.

Zunächst stellen wir auf unserer Website gruppe3.org den Vortrag zur Verfügung (www.gruppe3.org/download/Rassismus.mp3), um den auf der Veranstaltung skizzierten Rassismusbegriff nachvollziehbar zu machen.

Es ist anzumerken, dass auf weitere Ausführungen zur Logik des „Demokratischen Alltagsrassismus“ im Vortrag zugunsten einer Befassung mit vorab versendeten kritischen E-Mails zur Veranstaltungsankündigung und mit Verweis auf die zwischenzeitlich abgesagte Folgeveranstaltung verzichtet wurde. Zum Thema „Demokratischer Alltagsrassismus“ sei deshalb an dieser Stelle noch gesagt: Zu ihrem eigenen und anderer Leute Schaden machen sich überzeugte Inländer einen falschen Reim auf die staatliche Sortierung. Aus der Tatsache, per Gewalt dieser staatlichen Ordnung unterworfen zu sein, machen sie einen guten Grund FÜR ihre Unterwerfung und verfestigen ein Bewusstsein, es gut getroffen zu haben mit ihrer Staatszugehörigkeit. Sie werden zu Anhängern des nationalen „Wir-Gefühls“, zu Liebhabern des Deutschtums, zu stolzen Patrioten. Letztlich kommt ihnen ihre Staatszugehörigkeit wie die Entsprechung ihrer eigenen Natur vor.

Solche Leute, denen die staatliche Ein- und Ausgrenzung einleuchtet, werden zu systematischen Fahndern nach „den Anderen“, „den Fremden“ in der Gesellschaft und haben schnell eine stattliche Sammlung wahrnehmbarer oder imaginierter Merkmale beisammen, die auch noch andere Maßstäbe als die Hautfarbe kennt. Gar nicht zufällig trifft dieser Rassismus vor allem solche Ausländer, mit denen der Staat ohnehin ein Problem hat, weil sie in größerer Zahl bei ihm auflaufen und er keine Verwendung für sie hat. Die Härte dieser staatlichen Unterscheidung bekommen Asylsuchende allerdings schon zu spüren, bevor sie auf irgendeinen Inländer treffen. In aller Regel scheitern sie nämlich schon an den Grenzen des Zielstaates und nicht selten lassen sie ihr Leben bei dem Versuch, dem Elend und der Verfolgung im Heimatstaat zu entkommen. Wir wollten erklären, warum die syst ematische Produktion solcher Opfer in diesem System keine Regelwidrigkeit ist, sondern durch staatliche Gleichbehandlung vor den Gesetzen des Eigentums und durch die Sortierung der Menschen in In- und Ausländer, also in solche, die quasi natürlich hierher oder eben nicht hierher gehören, notwendig entstehen muss. Dann wollten wir erklären, welche falschen Schlüsse Rassisten aus dieser fertigen Sortierung ziehen. Das ist etwas anderes, als sich auf den formellen Respekt den Opfern gegenüber zu kaprizieren und jeden vermeintlichen Mangel daran mit Rassismus gleichzusetzen. Im Wesentlichen wurden uns nun zwei Vorwürfe gemacht, auf die wir in den folgenden Punkten eingehen.

Es gab zunächst Kritik an unserer Sprachwahl, u.a. ging es dabei um das Wort „Asylant“. Wir finden, dass ein dem Griechischen entlehntes und um ein deutsches Ableitungsmorphem erweitertes lateinisches Wort IN SICH einfach nicht das Zeug zu einem Rassismus hat. Ja, Rassisten benutzen es und, ja, wir haben dieses und andere inkriminierte Worte ebenfalls benutzt. Wir wissen auch, dass FÜR RASSISTEN mit dem Wort dann auch schon alles gesagt ist, weil SIE davon ausgehen, dass ihr rassistisches Urteil geteilt wird. Darin bestätigt und zur rassistischen Tat herausgefordert werden sie, wenn dann in der Medienhetze von „Scheinasylanten“ einer „Asylantenflut“ und vom „vollen Boot“ die Rede ist. Aber soll man sich wegen der so erzeugten negativen Konnotation nun des Wortes entledigen? Aus der gleichen verqueren Logik, mit der ein Verzicht auf das Wort gefordert wird (die Rassisten benutzen es!), könnte man ebenso gut fordern diese Begrifflichkeit erst recht für sich zu besetzen (um sie denen nicht zu überlassen!). Begriffe haben je nach Ort und Zeit Konjunktur, nutzen sich ab oder ändern den Unterton, den sie transportieren.

Dieses bunte Feld der Sprache und der Interpretation ihres Beiklangs überlassen wir gerne der Linguistik und Zwischen-den-Zeilen-Lesern.

Das Fahnden nach potentiellen Schimpfwörtern oder nach dem Fehlen von formellem Respekt für Gruppen rassistisch diskriminierter Menschen ist auch einfach nicht unser Anliegen. Wir interessieren uns dafür, WAS über „Asylanten“ gesagt wird, woher diese Urteile kommen und in welcher prekären Lage diese Menschen tatsächlich stecken.

An einem rassistischen Gedanken ist nichts kritisiert, wenn ihm das Wort verboten wird, mit dem er sich artikuliert. Den kriegt man nicht durch Verbote, sondern durch Argumente aus der Welt. Die politische korrekte Benennung ändert deshalb auch nichts an der Gewalt, die den Opfern von Rassismus angetan wird. Kurz gesagt: Sprache setzt Rassismus nicht außer Kraft. Durch Sprache kommt aber auch umgekehrt kein Rassismus in die Welt. Trifft die fertige Sortierung Menschen, die durch ein vorher unerhebliches Merkmal charakterisiert werden, dann erst erhält die Benennung dieses Merkmals den rassistischen Charakter. Soll man als Antwort nun schnellstens die Benennung ändern?

An dieser Stelle sei noch gesagt, dass die Verwendung „rassistischer Wörter“ (z.B. das „N-Wort“) einem Redner, der gerade erklären will, woher die dem Wort innewohnende Diffamierung eigentlich kommt, nicht angelastet werden kann. Das war weder eine Aufforderung, das Wort zu benutzen, noch es zu verbieten, noch benutzt es der Referent, weil es „so ähnlich auch im DUDEN zu finden sei“.

Weiterhin wird gesagt, wir hätten mit der Veranstaltung eine Stimmung bereitet und eine Plattform geboten, auf der sich Rassisten trauen konnten, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen. Außerdem hätten wir einen anwesenden Rassisten nicht sofort fachgerecht entsorgt. Diesem Menschen soll nach Ansicht der „Empörten“ offenbar nicht gesagt

werden: „In folgender Hinsicht hast du Unrecht, korrigier deine Meinung“, er soll einfach nur weg. Wir halten aber nun nichts davon, sich eines Rassisten zu entledigen, indem man ihn einfach entsorgt.

Schon gar nicht wenn er mit Klärungsbedarf auf unserer Veranstaltung aufläuft. Wir sagen ihm lieber, was der Fehler in seinem Gedanken ist. Dieses Vorgehen hat folgenden grandiosen Vorteil: Wenn es fruchtet, dann ist der Rassist nämlich wirklich weg und nicht bloß woanders. Der von uns eingeladene Referent hat gerade damit dem Rassismus keine „Plattform“ gegeben, weil er das Gesagte inhaltlich angegangen ist. Wir teilen nicht den Fahndungsstandpunkt, der d ie Leute an ihrer Sprache sortiert und ihre falschen Gedanken per Rausschmiss mundtot machen will, anstatt sie zu widerlegen.

Dazu noch eine Bemerkung am Rande: Den an uns gerichteten „wiederholten Wunsch nach dem Rausschmiss“ einer Person hat es schlichtweg so nicht gegeben – vielmehr wurde die entsprechende Person von Leuten aus dem Publikum aufgefordert, von sich aus den Veranstaltungsraum zu verlassen. Als diese der Aufforderung offensichtlich nicht nachkam, wurde dies von einem „Empörten“ bemängelt. Unserem Hinweis darauf, die betreffende Person dann doch rauszuschmeißen, wurde mit dem Abweis begegnet, man wolle „keine Gewalt anwenden“. Wir sehen uns aber auch nicht in der Pflicht, die Exekutivgewalt für einen Willen zu spielen, der nicht der unsere ist.

 

Zusammenfassend kommen wir zu dem Ergebnis, dass wir und „einige »Empörte«“ offenbar unterschiedliche Ansichten über den Begriff von Rassismus haben. Es wurden Thesen über Rassismus zur Diskussion gestellt, doch das Resultat dessen ist nicht die Beschäftigung mit den vorgebrachten Argumenten. Stattdessen sollen uns das Argumentieren INSGESAMT verboten und die Räume entzogen werden. Die auf der Veranstaltung „herbeiphantasierte Zensur“ kommt so dann doch noch wuchtvoll zum Zuge. Wir haben „die sich als emanzipatorisch verstehenden Räume“ mal so verstanden, dass sie eine Infrastruktur auch für unsere politische Arbeit bieten und hoffen, dass dort ein solcher Verbotsstandpunkt nicht geteilt wird.

Gruppe 3

 

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Zur Dokumentation die Zuschrift: „Rassismus – oder: wie man ihn offen praktiziert!“ von „Einigen »Empörten«“ (veröffentlicht auf Schöner Leben am 5.November 2013)

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Rassismus – oder: wie mensch ihn offen praktiziert!

 

Offfener Brief zu der Veranstaltung „Rassismus: wie er geht und wie man ihn besser nicht kritisiert“

Dies ist eine kurze Zusammenfassung einiger Anwesenden der in der Veranstaltung getroffenen Aussagen und der Dynamik des Abends. Hier sei darauf hingewiesen, dass im folgenden Text teils rassistische Denkweisen wiedergegeben werden.

Wir sind „empört!“ über den Verlauf der (ewig)gestrigen Veranstaltung der Gruppe 3 „Rassismus: wie er geht und wie man ihn besser nicht kritisiert“. Zu Gast war Rolf Röhrig (Gegenstandpunkt). Nach einer sehr langen Einführung zu dem Thema Rassismus wurde auf die „bösartigen“ (o-ton) Briefe* eingegangen, die im Vorfeld auf den Veranstaltungs-Aufruf eingingen. Hier sei auch erwähnt, dass der Referent die ganze Zeit bewußt ungegenderte Sprache nutzte, was auch von einer Besucherin kritisiert wurde. Den ganzen Abend über wurden vom Referenten als auch von Teilen der Besucher_innen der Veranstaltung rassistische Begriffe gebraucht, deren Nutzung verteidigt, deren Bedeutung verharmlost. Dazu sei gesagt, dass das Publikum fast ausschließlich weiß-deutsch (uns eingeschlossen) war. Selbstgewählte Bezeichnungen von People of Color und Schwarzen wurden ignoriert, bzw vorsätzlich abgesprochen. Hiermit setzt sich die kolonial-rassistischer Praxis fort, dass weiße über Schwarze und PoC reden und d amit Gewalt auszuüben, bzw die eigene (weiße) Position innerhalb der weiß-deutschen Dominanzgesellschaft festigen. Der Referent erdreistete sich sogar zu sagen, dass „der Wechsel der Selbstbezeichnungen so schnell gehe, wie der Wechsel von Unterwäsche“.

Im weiteren Verlauf benutzten auch immer wieder Leute aus dem Publikum z.B. das kolonial-rassistsiche „N.“-Wort. Nach dem Hinweis darauf, dass sie das unterlassen sollen, wurde von einer Person entgegnet was dann als näxtes verboten werden würde. Es herrschte eine Stimmung von „das wird man wohl doch noch sagen dürfen“ und es wurde eine Zensur herbeiphantasiert. Der Referent argumentierte unter anderem, dass er das „N.“-Wort benutzen könne, da es ja so ähnlich auch im DUDEN zu finden sei.

Gegen Ende wurde dann von einem Redner (nachdem er Vergleiche von Menschen mit der Tierwelt gezogen hatte) die Aussage getroffen, dass es doch sehr wohl Unterschiede zwischen Schwarzen und weißen geben würde. Hier fiel auch der „Rasse-“Begriff und das es eine „„weiße und eine schwarze Rasse““ gebe. Es wurden Rufe nach dem Rausschmiß der betreffenden Person laut. Anstatt die Aussage seines Nebensitzers zu verurteilen, forderte ein anderer Harmonie zwischen den Diskussionsteilnehmer_innen. Bis auf ein paar Wenige reagierte niemand im Raum auf den ekelhaften und offenen Rassismus.

Dem wiederholten Wunsch nach dem Rausschmiß der hier beschriebener Rassist_innen wurde von jemandem aus dem Publikum entgegnet, man solle sie doch selbst rauswerfen.

Wir haben dann den Raum verlassen, – anscheinend wurde noch weiter diskutiert und weiterhin eine Plattform gegeben, in der offen rassistische Gedanken ausgetauscht werden konnten. Diese Veranstaltung war pure Gewalt, angereichert mit weiß-deutsch-akademischer Arroganz.

Das ist unhaltbar.

Wir fordern deshalb das Rote Zentrum dazu auf, die zweite Veranstaltung der Gruppe 3 zum Thema Rassismus, die heute Abend in ihren Räumen stattfindet, abzusagen.

Wir fordern ein Veranstaltungsverbot für die Gruppe 3 in allen Räumen, die sich als emanzipatorisch verstehen.

 

Wir fordern, dass sich weiß-deutsche (hier ist auch die linke Szene gemeint) mit ihren Privilegien und ihrer eigenen rassistsichen Sozialisation auseinandersetzen.

Hier sei das Buch „Deutschland Schwarz weiß“ von Noah Sow empfohlen.

 

Einige „Empörte“, November 2013

 

Update-4:

Antwort auf

„Der weiße Doktor und sein »neuer Rassismus«“

(von „Die Fragende“ in GöDru 730)

 

Unsere Veranstaltung vom 04.11.2013, „Rassismus: Wie er geht und wie man ihn besser nicht kritisiert“, fasst Du wie folgt zusammen: Der Referent habe auf der Veranstaltung den Standpunkt vertreten, „dass Rassismus, der Menschen nach äußerlichen Merkmalen sortiert, stigmatisiert usw. Vergangenheit wäre und der »neue Rassismus« vor allem Klassismus“ sei. Kolonialismus und Apartheit seien längst Geschichte, obwohl sie doch, wie deine Zuschrift nahelegt, zumindest inoffiziell weiter bestehen würden. Ebenso hätte der Referent ignoriert, dass anstelle der von ihm behaupteten Gleichstellung aller Menschen weiterhin „Sondergesetze“ für Ausländer bestünden.

Obendrein habe er People of Color ihre Rassismuserfahrungen abgesprochen und eine Kritik an Antirassist_innen geübt, „die so plump ist, dass [Du] gar nicht darauf eingehen will[st]“.

Das würden wir gerne geraderücken, denn im Gegensatz zu Dir gelten uns die Geschmacksurteile „plump“ und „monoton“ oder eine Warnung vor dem Kritiker (Achtung: „Spalter“!) nicht als gelungene Befassung mit seinen Argumenten.

Um das Einfachste vorweg zu stellen: Niemandem wurden auf der Veranstaltung die gemachten Rassismuserfahrungen abgesprochen.

Stattdessen wurde ausgehend von der Omnipräsenz des alltäglichen Rassismus dieser Gesellschaft nach seiner Erklärung gesucht – das hätte die geneigte Leserin schon dem Ankündigungsflugblatt entnehmen können. Anliegen des Vortrags war es also nicht, die Auflistung der Facetten rassistischer Betroffenheit zu bereichern. Und daher wurden durch den Verzicht des Referenten auf die Befragung schwarzer Menschen zu ihren persönlichen Rassismuserfahrungen und auch durch sein eigenes Weiß-Sein seine Argumente nicht schlechter – schon gleich, weil Authentizität überhaupt kein Garant für ein richtiges Urteil über eine Sache ist; wer selbst den Schaden hat, muss ihn nicht automatisch richtig erklären.

Was den inhaltlichen Verlauf der Veranstaltung angeht, so wurde dort zunächst festgestellt, dass Apartheid und Kolonialismus schlicht keine gültigen Staatsprogramme demokratischer Gemeinwesen mehr sind, was Du offenbar bezweifelst. Wir aber finden z.B. keine Rassegesetze in deutschen Gesetzestexten und sehen auch nicht, wo Staaten auf dem Globus gerade Kolonien erobern, um sich deren Menschen zu Untertanen zweiter Klasse zu machen. Wenn aber Rassismus auch ohne Rassegesetze und Kolonialismus allerorten solche Blüten treibt, taugen die beiden eben nicht zu seiner Erklärung. Wenn du meinst, „dass er damit die Ausweglosigkeit, Krieg, Verfolgung, Mord und Unterdrückung wegschiebt“, bemerken wir daran, wie wenig du dem freien Welthandel und dem diplomatischen Verkehr souveräner Staaten die Erpressungs- und Benutzungsverhältnisse ansiehst, denen immer auch der Übergang zur Gewalt innewohnt, und wie wenig du sie, ohne Bezugnahme auf vergangene Zeiten, zu kritisieren vermagst.

Rassismus ist der naturalisierend unterscheidende Blick auf die staatlich durchorganisierte und durchsortierte Menschheit. Das wurde in dem Vortrag unter den Stichworten „Rassismus der Volksnatur“ und „Rassismus der Gleichbehandlung“ erklärt, die Du übrigens munter durcheinanderwirfst.

Staaten verpassen den innerhalb ihrer Grenzen lebenden Menschen eine Staatsbürgerschaft, die sie als ihr Volk ausweist. Was der Sache nach Resultat eines staatlichen Gewaltaktes ist (die Rekrutierung von Menschen für ein Staatsvolk und deren Erziehung zu nationaler Loyalität), erklären sich Rassisten als Entsprechung ihrer spezifischen nationalen Menschennatur, als Ausweis ihrer natürlichen (gerne auch vorstaatlichen) Zusammengehörigkeit. Sie haben das Ideal eines ungestörten Miteinanders aller echten wahren Inländer. Im Übrigen schließt das ein, dass Ausländer von Staaten anders als Inländer behandelt werden, wenn es das ist, was Du als „Sondergesetze“ benennst und auch „Inländer mit Migrationshintergrund“ werden immerzu kritisch auf ihre Loyalität zu ihrem neuen Staat hin beäugt. Es ist uns unklar, wie du diesen „Rassismus der Volksnatur“ unter Klassismus subsumiert bekommst.

 

Was allerdings auf der Veranstaltung auch Thema war, ist, dass die Gleichbehandlung der Leute im Inneren des Landes eine weitere Sortierung herstellt, die den national gesonnenen Staatsbürgern wiederum Anlass zu rassistischer Interpretation liefert. Das wurde am Beispiel des Bildungswesens besprochen, das der Staat mit dem Auftrag ausstattet, den Nachwuchs auf die jeweils vom Markt – nach Quantität und Qualität – diktierten Karrieren der Klassengesellschaft zu verteilen. Das Ergebnis der Sortierung steht dabei schon vorab fest – es soll Manager und Straßenfeger in bestimmter Proportion geben. Die Chancengleichheit in der Konkurrenz, also die Gleichbehandlung, nicht die Gleichstellung, besorgt dabei die gerechte Verteilung. Diese national organisierte Auslese und Verteilung ist aber für Rassisten nicht einfach das, was sie ist: Mit der Maxime „jeder bekommt, was er verdient“ erklären sie die so entstandene individuelle ökonomische Lage als Resultat der Eigenschaften der Person. An ihrer jeweiligen Leistungsfähigkeit und Begabung soll es liegen, zu was sie es in der Gesellschaft gebracht hat. Auch diese Interpretation der gesellschaftlichen Charaktere als natürlich bedingte Unterarten der Gattung Mensch wurde in der Veranstaltung als Rassismus besprochen.

„Rassismus der Menschen nach äußerlichen Merkmalen sortiert, stigmatisiert usw.“ ist schlicht die falsche Formel für die verquere Logik des Rassismus. Die rassistische Diskriminierung nimmt eben nicht in irgendeinem Merkmal (etwa Hautfarbe, Kleidung, Religion) ihren Ausgang. Für den Rassisten sind die äußerlichen Merkmale leicht erkennbare Anhaltspunkte, an denen der Status solcher Menschen als nicht hier her gehörende, als welche, die nicht zu „unserer Natur“ passen, festgemacht wird. Der schon vorher eingenommene Standpunkt sucht sich also das Merkmal an dem er exekutiert wird. Es ist nicht so, dass einer erst munter die Menschen nach äußeren Merkmalen sortiert und dann entdeckt, dass ihm ein Merkmal nicht passt.

Wirklich übel finden wir im Übrigen deine Einlassungen zum Menschen Röhrig. Es will Dir offenbar nicht in den Kopf, dass sich einer die Welt betrachtet und zu Urteilen über sie kommt, die Du nicht teilst.

Der muss ja dann irgendwie neidisch, sauer oder traurig sein. Schlicht – das was er sagt wirft ein schlechtes Licht auf sein Seelenleben.

Vielleicht solltest du wirklich „manchmal versuchen […] Menschen in ihren absurden Gedanken nachzuvollziehen“ anstatt Dich auf die Suche nach deren psychologischen Defekten oder verborgenen Antrieben zu machen.

 

Gruppe 3

http://www.gruppe3.org/

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5 Responses »

  1. Die Stellungnahme des t-keller ist auf deren tumblr blog zu finden:
    http://theaterkeller.tumblr.com/post/66577635956

    Der Rest ist leider per Google noch nicht aufzufinden.

    Inhaltlich bliebt anzumerken, daß das Schöne an derlei Sprachkritik ja ist, daß selbst einfachst strukturierte Menschen da mittun können.
    Dann reicht halt die Nennung eines verfemten Worts (eh schon wurscht, auch wenn’s im Zusammenhang mit der etymologischen Herleitung fiel) und es wird zu Forke und Fackel gegriffen.

  2. „Aber soll man sich wegen der so erzeugten negativen Konnotation nun des Wortes entledigen? Aus der gleichen verqueren Logik, mit der ein Verzicht auf das Wort gefordert wird (die Rassisten benutzen es!), könnte man ebenso gut fordern diese Begrifflichkeit erst recht für sich zu besetzen (um sie denen nicht zu überlassen!). Begriffe haben je nach Ort und Zeit Konjunktur, nutzen sich ab oder ändern den Unterton, den sie transportieren.

    Dieses bunte Feld der Sprache und der Interpretation ihres Beiklangs überlassen wir gerne der Linguistik und Zwischen-den-Zeilen-Lesern.“

    Dazu:

    „Sprachhygiene – kein Nebenkriegsschauplatz, sondern antikritische Political Correctness“ (GS 4-06)

    und

    http://grantelhuber.tumblr.com/post/45339518768/zum-witz-mit-den-ehrtiteln

    🙂

  3. Leute, dass ihr das rationale Moment an dem, was ihr „Sprachhygiene“ nennt, auch nach jahrzehntelanger Diskussion nicht versteht, das lässt schon wundern – offenbar hat das bessere Argument bei euch eben doch nicht den behaupteten Stellenwert. Es ist doch einfach:
    Das Wort „Asylant“ hatte mal eine rein deskriptive Bedeutung, bis es im Zuge der mörderischen rassistischen Welle Anfang der Neunziger sich mit dem ganzen rassistischen Quatsch aufgeladen hat, den sich die Leute da so gedacht haben. Damit wurde es zum Schimpfwort. „Die Bedeutung eines Wortes regelt sein Gebrauch in der Sprache.“ (Wittgenstein) Ein „eigentliche“ oder „objektive“ Bedeutung gibt’s halt nicht, deswegen muss der DUDEN ja auch ständig aktualisiert werden. Wenn nun aber ein Wort eine pejorative Bedeutung angenommen hat, dann ist das so. Wenn ich zu euch sage, ihr argumentiert „billig“ und meine damit „der Sache angemessen“, dann wäre meine Intention erstmal schlicht unverständlich, weil ich eine veraltete Bedeutung zugrundelege und ihr wäret zurecht erstmal empört. Da hört die Analogie schon auf – denn die Aussage findet nicht in einem gesellschaftlichen Kontext statt, indem ihr von Leuten wie mir täglich reingereicht bekommt, dass ihr weniger wert seit und dass man euch nicht ernst nehmen muss. Das nämlich verdoppelt die Beleidigung – und DIESEN Zusammenhang nicht zu verstehen wirft man euch hier vor.

    Kurz: Wenn ein Wort zu einer Beleidigung geworden ist, dann lässt man es halt bleiben, diese Beleidigungen von sich zu geben, gerade dann, wenn man einfach mal keine Ahnung davon hat, wie es sich anfühlt, mit einem einzigen Wort eine gesellschaftliche Platzanweisung zu erhalten. (Vgl. dazu die South-Park-Folge „Das N-Wort“ – erklärt es ziemlich gut und steht nicht unbedingt unter Verdacht, PC-Polizei zu sein.)

    Ein letzter Punkt: Natürlich verschwindet mit der Änderung des Wortes der rassistische Gedanke nicht – jede politisch korrekte Bezeichnung hat ihre Halbwertszeit, wie man deutlich an „Menschen mit Migrationshintergrund“ sehen kann – war es einst gegen die rassistischen Konnotationen des Gebrauchs von „Ausländer“ gerichtet, ist der ganze Quatsch, den sich Rassistinnen und Rassisten so denken nun auch Teil der Bedeutung von „Migrationshintergrund“.
    Aber trotzdem: ist es denn so ein Problem, Ausdrücke, die Leute verletzen, zu unterlassen? Anders: Was ist vernünftigerweise dadurch gewonnen, dass man die Beleidigung vorbringt? Wird dadurch irgendetwas am Argument klarer? Oder geht es einfach darum, sich nicht von anderen Leuten mal korrigieren zu lassen? Das wäre allerdings eitel und unvernünftig.

  4. Wie schafft es diese „jahrzehntelange Diskussion“ eigentlich immer wieder, gleichzeitig ein Argument zu verifizieren und das andere als falsch zu desavouieren?
    Da liegt halt ein Dissens vor!

    Der besteht unter anderem darin, dass du glaubst es könnte Verwirrung entstehen wenn Leute unterschiedliche Sachen unter einem Wort verstehen. Man muss sich aber schon unglaublich ignorant anstellen um so fundamentale Dinge wie Kritik (billig = der Sache unangemessen) und Zustimmung (billig = der Sache angemessen) miteinander zu verwechseln. Das kann in deinem Beispiel nur passieren, wenn man gar nicht wissen will, WAS da gesagt wird, sondern wenn das ganze Urteil mit dem Ausspruch „billig“ schon fertig ist. Genau das machen diese pc-Vollstrecker auch: Sie klopfen Texte und Referate schlicht auf Zeichen mangelnder Parteilichkeit ab. Leute, die so inhaltsfeindlich daherkommen, kann man doch auch nicht auf Argumente verpflichten, indem man immer den Sprech auspackt, der gerade pc ist. Mal ab davon, dass man nie weiß, ob in dieser Weltengegend unter jenen Leuten der gute alte Migrationshintergrund schon ausgedient hat oder nicht. Es ist auch schwer vorstellbar, dass denen ernsthaft klar ist, dass eine Änderung der Benennung nichts an der Lage ändert, wenn sich das Titulierungskarussell so munter dreht.

    Wenn ich deiner Beleidigungslogik folgen würde, fiele mir zuerst der verharmlosende Charakter des Wortes „Quatsch“ auf, der deiner Einlassung zu dem zuweilen doch recht mörderischen Rassismus, den die Leute hier so pflegen, eine völlig respektlose Note verliehe. Soll man sich so mit Deinem Beitrag befassen? Ich kann auch aus „Quatsch“ nicht schließen, ob du Rassismus nur für einen blödsinnigen Gedanken hältst, der den Leuten mal eben so zufällig abends beim Kacken kommt. Genau das wäre halt zu klären.

    Und was die Beleidigung angeht: Nein, man gewinnt nichts, wenn man Leute beleidigt. Wann wen was wo beleidigt, lässt sich nur objektiv nicht feststellen. Was sich aber objektiv feststellen lässt, sind die Gründe für Übel, die den Leuten wiederfahren und die dazu führen, dass deren Bezeichnung einen abwertenden Charakter annimmt. Und wer an deren Aushebelung Interesse hat, muss sich mit denen befassen und es ist vielleicht unpassend zu versuchen, solche Menschen mit Beleidigungen dafür zu begeistern. Wer aber nur Anerkennung für sich in seiner beschissenen Lage als Asylant, als Ware Arbeitskraft oder als „Manövriermasse“ sucht und daher lieber AsylbewerberIn, ArbeitnehmerIn oder StaatsbürgerIn heißen will, der hat doch kein Klärungsbedürfnis, bei dem liegt doch der Hase ohnehin wo ganz anders im Pfeffer.

  5. Die ursprüngliche Stellungnahme des t-kellers ist durch eine neue ersetzt worden, die sich zumindest in den wiedergegebenen Fakten der Realität annähert: http://theaterkeller.tumblr.com/post/68867622781

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