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[update] Fundsachen: Die große Entwertung

Von • Jun 26th, 2012 • Kategorie: Allgemein

Fundsachen: Die große Entwertung

Ernst Lohoff / Norbert Trenkle (Gruppe Krisis)

Die große Entwertung
Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind

Im globalen Finanzmarktcrash entladen sich die Widersprüche der kapitalistischen Gesellschaft. Der akute Krisenschub nimmt zwar von den Finanzmärkten seinen Ausgang, die Ursachen liegen aber tiefer. Nichts ist so verkehrt wie die Dolchstoßlegende, eine gesunde Realwirtschaft sei der grenzenlosen Habgier einer Handvoll Banker und Spekulanten zum Opfer gefallen. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das historisch beispiellose Abheben des Finanzüberbaus in den letzten drei Jahrzehnten war selber schon die Verlaufsform und der provisorische Aufschub einer fundamentalen Krise der kapitalistischen Gesellschaft. Eine Produktionsweise, die auf der Vernutzung lebendiger Arbeitskraft beruht, muss angesichts des ungeheuren Produktivkraftschubs der dritten industriellen Revolution an ihre strukturellen Grenzen stoßen. Die Gesellschaft hat nicht etwa „über ihre Verhältnisse gelebt“, sie ist zu reich für den Kapitalismus.

http://www.krisis.org/2010/buchvorstellung-die-grosse-entwertung-april-2012

Update:

Ernst Lohoff und Norbert Trenkle:

Auf der Mülldeponie des fiktiven Kapitals Die Grenzen des finanzkapitalistischen Krisenaufschubs und der Irrwitz der „Sparpolitik“

[Der Text fasst grundlegende Thesen des Buches der beiden Autoren zusammen, das soeben im Unrast-Verlag erschienen ist: Die große Entwertung. Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursachen der Krise sind,]

http://www.trend.infopartisan.net/trd5612/t615612.html

und

In der Eurofalle: Wie die inneren Widersprüche der europäischen Währungsunion den Krisenverlauf in Europa prägen

http://www.trend.infopartisan.net/trd5612/t575612.html

 

3 Responses »

  1. Trenkle, Krisis & Co. walzen von einer Veroeffentlichung zur naechsten den gleichen Fehler aus:
    das Vorurteil einer angeblich finalen Krise des Kapitalismus, eine behauptete Selbstaufhebungs-
    tendenz beim Kapital weltweit. Eine Verlaufsform der Kapitalakkumulation, eben der zeitweilige
    flaechendeckende oder sogar globale Einbruch des Gewinnemachens, wird hochstilisiert zu
    einem heraufziehenden Systemcrash; genauer gesagt wird die Überakkumulation als Tendenz
    zum System-Crash gedeutet, weil sachlich liegt hier Verschiedenenes vor:bei der gewoehn-
    lichen Krise handelt es sich um eine Anhaeufung von Ertragsanspruechen, die flaechendeckend
    ihrer Einloesung harren; bei der Systemkrise `a la T./L. soll es um das Vermoegen des
    Kapitals zur Wertschaffung ueberhaupt gehen, das dem sukzessive abginge.

    Es ist ein grober Unfug, die Existenz des Finanzkapitals verdanke sich dem Umstand, dass im
    Bereich „Realkapital“ die Basis für Verwertung abhanden gekommen sei.

    Erstens ruehren die Anlageentscheidungen der Vertreter des großen Geldes schlicht daher, dass
    sie ihre Bereicherungsmoeglichkeiten nach einem stinknormalen kapitalistischen Vergleich
    ausrichten, wo relativ mehr Ueberschuss auf ihr eingesetztes Vermoegen winkt – dies ist keine
    Kalkulation aus einer Not/Verlegenheit heraus, dass woanders nicht(s) mehr zu holen waere.

    Zweitens wird das Verhaeltnis von Industrie- zu Kreditkapital falsch bestimmt: das ist gar nicht
    der Witz an diesem, dass auf die Finanzkapitalsphaere ausgewichen wuerde wegen gegen Null
    gehender Ertragspotentiale beim „reellen“ Kapital. Das Finanzkapital ist mit seinen Kreditmassen
    Richtung Industrielle erst einmal ein entscheidender Hebel der Akkumulation: es wird sich mit
    Kredit von den momentanen Kapitalrueckfluessen samt Gewinn unabhaengig gemacht; die
    Kreditmassen erlauben so ein produktivitaetssteigerndes Wirtschaften als Waffe in der Konkurrenz.

    Es mag finanzwirtschaftliche Besonderheiten in der Kreditsphaere geben, die hier nicht eigens zum
    Thema gemacht werden, weil es um das Aufzeigen des Grundfehlers der Krisisleute geht. Nur eine
    Andeutung: im Begriff des Kredits ist enthalten, dass der Geldverleiher unabhaengig von der tatsaech-
    lichen Erwirtschaftung des Leihers einen Ertrags-/Zinsanspruch geltend macht, also einen Vorgriff auf
    einen Reichtum, der noch gar nicht vorhanden oder produziert ist; daraus kommt die kapitallogische
    Verlaengerung, dass sich Finanzkapitalisten in einer eigenen Sphaere zu schaffen machen, in der
    Geld aus sich heraus vermehrbar sei (das sind sie dann die „abenteuerlichen“ Finanzprodukte, das
    Verbriefungswesen, wo Schuldverhaeltnisse zum Gegenstand weiterfuehrender, darauf aufsetzender
    darauf auftuermender Finanzmarktgeschaefte/-Kreationen gemacht werden).
    Auch hier nichts von Kapitalnoeten zu spueren, sondern obiges zeigt, wie das Masslose am kapitalisti-
    schen Bereicherungswesen, alles und jedes zum Gegenstand eines Geschaefts zu machen und
    keine Grenzen bei der Geldvermehrung kennen zu wollen, auf die Spitze getrieben wird.

    Und das, was da als „grosse Entwertung“ stattfindet, offenbart eine abstrakte Identitaet mit jeder Art von
    Kapital – und kein naeher oder weiter heraufziehendes Endstadium: es sind Massen von Verwertungs-
    ansprueche auf das in die Welt gesetzte Kapitalvermoegen aufgehaeuft worden, was auch einschliesst
    im großen Stile mit „gewagten“ Finanzproduktkreationen eigens in der Finanzwelt herbeispekuliert
    worden, in einer Weise, dass diese sich an irgendeinem Punkt nicht mehr als einloesbar erweisen.

    Dann steht bei Finanz- wie „Real“-Kapital die umfassende Herunterstutzung der Ertragsversprechen
    und der als ertragsfaehig behaupteten Anlagen durch weitreichende Abschreibung derselben an.

    Dann steht aber immer noch nicht die „finale“ Krise vor der Haustuer:dann wird eine neue Ausgangsbasis
    gelegt für das fortgesetzte Verwertungsprocedere bei Finanz- und „reellem“ Kapital,
    auf dass der Zirkel von Aufschwung-Krise-Aufschwung-Krise wieder in Gang kommen kann.

    Das mit der tendenziellen Selbstaufhebung des Kapitals ist selbst ein grandioser Fehler:
    dass naemlich Industriekapitalisten per Arbeiterentlassungen und Wertsenkung der Waren
    im Zuge der Einfuehrung modernerer, produktivsteigernder Anlagen sich ihrer Wertquelle
    berauben wuerden.
    Nur wer Einsparung von Arbeitskraft als KOST für den Gewinn des Kapitals mit Ersparnis von Arbeit
    UEBERHAUPT verwechselt, kommt auf die Absurditaet einer quasi systemsprengenden
    „Wertabschmelzung“, mit der das Kapital sich selbst das Grab schaubele. – Dass das Kapital an
    seinem eigenen Verwertungszweck scheitere, ist eine grandiose Verharmlosung dessen, wie es durch
    alle Krisen hindurch seinen Verwertungsdrang mit Rueckendeckung allerlei staatlicher Gewalttaetigkeit
    auf Kosten von Lohnabhaengigen, naemlich als Angriff auf deren materielle Interessen und koerperliche
    wie geistige Unversehrheit systematisch und global durchexerziert.

    Dies war eine Nachzeichnung der generellen Fehlerhaftigkeit Krisis’scher Zusammensbruchstheorie.
    Das Hauptaugenmerk des Buches soll nach dem Selbstverstaendnis der Verfasser aber auf das Fi-
    nanzkapital und dessen Krisenhaftigkeit gelenkt werden. Und hier ist schon formell bemerkenswert:
    1/3 des Buches befasst sich mit dem x-ten verkehrten Aufwasch der einfachen Warennanalyse:
    naemlich in einer soziologischen Verfremdung von Ware, Wert und Geld, dem an dieser Stelle
    nicht weiter nachgegangen werden kann. Nur dieses: die beinharte Gegensaetzlichkeit von Wert
    und Befuerfnis verkommt zu einem „Umweg“ der „Vermittlung gesellschaftlicher Beziehungen.“
    Abstrakte Arbeit als „inhaltsleere“ Arbeit bemisst kap. Warenherstellung an einem ihr aeusserlichen
    Zweck; Warenproduktion erscheint als Verstoss gegen einen eigentlich besseren Sinn gesell-
    schaftlichen Zusammenwirkens.
    Und hier setzt ihr zentraler Fehler an, an dem sie alles und jedes am Kapitalismus darauf-
    hin begutachten, durchleuchten, ob und in welcher Form es aufscheint: sie haben es schwer mit
    einer angeblichen Abschmelzung der Basis der Wertproduktion. Hier bringen sie durcheinander,
    wie Produkivitaet mit der Wirkung reichhaltigeren Warenausstosses bei geg. Arbeitsaufwand sich
    wertsenkend bei der einzelnen Ware bemerkbar macht ( eine Widerspruechlichkeit an der Waren-
    produktion, die sich alle Kommandeure derselben gegeneinander zunutze machen, naemlich als
    Konkurrenzmittel des wechselseitigen Streitigmachens von Marktanteilen ) – und andererseits,
    wie Einsparung von bezahlter Arbeitskraft als Mittel der Kapitalkostensenkung eingesetzt wird,
    welche Trenkle u. Co. als systemische Zuspitzung uebertreiben, mit dem Wegfall einzelner
    Traeger von Arbeitsvermoegen ginge die gesellschaftliche Wertmasse kaputt nach dem falschen
    oekonomischen Motto: je mehr Arbeitende an der Werkbank stuenden, fuer desto mehr Wert
    verbuergten sie – als ob es nicht auf rentierlichen Arbeitskrafteinsatz ankommt, wo also mit dem
    Abbau von Lohnkosten und der extensiveren und intensiveren Arbeitskraftausnutzung*) der Rest-
    belegschaft dem Kapital an dem vergroesserten Ueberschuss ueber das verauslagte Kapital
    gelegen ist.
    *)
    Fuer das Fluessigmachen von Mehrarbeit sind auch die Formen der absoluten Arbeitszeitaus-
    dehnung der verbleibend Arbeitenden und Intensivierung der Arbeitskraftverausgabung pro Zeit-
    einheit das probate Mittel. Aber da wuerde ihnen wieder einfallen: kompensieren koenne letzteres
    auf laengere Sicht nicht das Arbeitsvermoegen nach Masse ihrer Inhaber. Dies verdankt sich
    einer interessierten und damit verharmlosenden Sicht auf den Kapitalismus: nicht wie das welt-
    weit implementierte Verwertungssystem funktioniert, sondern die Verwertungsfaehigkeit des
    globalen Kapitals ist hier Thema – und dies auch noch voellig verkehrt: tendenzieller Wertsenkung
    als Effekt des kap. Produktivitaetsfortschritts wird eine spekulative Tendenz der Untergrabung
    der Wertquelle abgelauscht.
    * * *
    Ein weiteres Drittel des Durchgehens eigenwillig titulierter Phasen des Kapitalismus incl. seiner
    „Strukturkrisen“ wird dem immer gleichen Dogma unterworfen: wie schafft er es, seinem Selbst-
    begraebnis noch zu entgehen, es hinauszuschieben („Krisenaufschub“), oder wie weit reicht er mit
    seinen Entwicklungsstadien schon am Endstadium, dem endgueltigen Untergang, schon heran.

    Entlang der Ausdifferenzierung von finanzkapitalistischen Etappen wollen T./L. Eigentumstitel
    mit “Deckung“ durchs fungierende Kapital wie Aktien (festgemacht daran, dass das hereinge-
    wirtschaftete Geld der AG fuer Neuanlage in Produktionsstaetten und dergl. diene) und solche
    ohne Deckung entdeckt haben wie Konsumenten- und Staatskredit (S. 235) – Gleichzeitig reden
    sie davon: „In letzter Instanz bezieht sich jeder Eigentumstitel auf irgendeinen in der realwirtschaft-
    lichen Zukunft gelegenen Referenzpunkt (kein Staatspapier ohne Staatsausgaben, keine Aktie
    ohne tatsaechliches Unternehmen, kein Future ohne Rohstoff…) (S.231). Das Verhaeltnis von
    Deckung und Referenzpkt. sei: „… solange (bezogen auf den einzelnen Finanzinvestor) die Ren-
    dite stimmt, muss es ihn nicht weiter interessieren, was der Eigentumstitelverkaeufer mit dem er-
    worbenen Geldkapital treibt… Fuer.. weitere(n)… Akkumulationsprozess ist der Inhalt der Refe-
    renzaktivitaet.. von entscheidender Bedeutung… existieren 2 Grundtypen von fiktivem Kapital…
    Gedecktes f. Kap. bildet sich dann, wenn Ansprueche an die Zukunft sich auf tatsaechliche
    Wertproduktion beziehen“,z.B. Aktien ausgegeben werden, um neue Produktionsstaetten und
    zusaetzliche Arbeitskraefte zu ‚induzieren‘; ungedecktes fiktives Kapital beziehe sich auf real-
    wirtschaftl. Referenzaktivitaeten, die selbst keinen Wert produzieren, sondern Wertvernichtung
    darstellten(Konsum-/Staatskredit). – Ungedecktes f. Kap. durch Konsum(-kredite), aber auch
    durch Investitionen von fungierenden Kapitalisten ohne Wertproduktion (bebildert an „Verwissen-
    schaftlichung“ der Produktion im Gefolge der 3. industr. Revolution statt Arbeitskraftvernutzung
    gegenueber fordistischer Phase) waeren „rapide angeschwollen“(S. 283,241).
    Letzteres laeuft auf andere Aufteilung unter dem gleichen Gesichtspunkt wie oben bei ihren
    industriellen Phasen hinaus: dem Auseinanderfallen von Bereicherungsanspruechen und ihrer
    Basis in der „reellen Wertproduktion“.

    Erst das letzte Drittel dringt dazu vor, wenn auch schon zwischendurch mal angedeutet, wie das
    Finanzkapital bei der kapitalistischen Krise seit 2008 vorkommt.
    These: Trenkle/L. subsumieren die Besonderheiten beim Finanzkapital ebenso unter ihr Vorurteil
    eines Systemszusammenbruchs.
    Zum einen definieren sie das Finanzkapital als Auseinanderfallen von Verwertung und Kapitalsierung
    oder Vorkapitalisierung, insofern es ein Vorgriff auf erst kuenftig zu schaffenden Wert sei. Als sol-
    ches sei es einerseits die Antwort auf angeblich fehlende Verwertungsmoeglichkeiten beim fun-
    gierenden Kapital. Hier leisten sie sich den logischen Schnitzer, insofern es als ersatzweise Vor-
    nahme von Akkumulation hingestellt wird, dessen Bestand einzig daran hinge, dass unaufhoerlich
    mehr sog. Eigentumstitel in die Welt gesetzt wuerden als durch „Blasen“ untergingen – dann aber
    schert es sich um irgendwelche „Bezugspunkte“ zur „sich selbsttragenden Wertproduktion“ des
    Produktionskapitals gerade nicht, sondern hat ihren Vermehrungsmaßstab einzig in sich, in der
    Selbstbeglaubigung der Vermehrungsfaehigkeit des Finanzkapitals.
    Zugleich wird aber per definionem – Finanzkapital als Vorgriff auf kuenftigen Wert – die Unaufloeslich-
    keit von Finanzkapital mit einer behaupteten Entsprechung in der Realwirtschaft festgehalten;
    das Finanzkapital habe sich in letzter Instanz mit seinen Vorgriffen an den tatsaechlich geschaffe-
    nen Werten in der Realoekonomie zu bewaehren. Insofern mit der „Abschmelzung“ der Wertquelle
    bei den reellen Kapitalisten Vorgriff auf Werte und deren Einloesbarkeit immer weiter auseinan-
    derdriften wuerden, gerate das Finanzkapital letztlich mit in den Sog der systemsprengenden
    Krise der Industriellen bzw. verschaerfe diese sogar. Und damit haette man den Ruin des kap.
    Gesamtsystems komplett vor Augen.
    Man sieht also: T., L. und Co. drehen jedes Stueck Kapitalismus so hin, dass es in ihr Vorurteil der
    Selbstabdankung der Bourgeoisie hineinpasst.

  2. Da hat sich wieder ‚mal ein „Schlaumeier“ aufgemacht, das Märchen vom ewigen Kapitalismus zu erzählen.
    (Außer natürlich, wenn die Leute diesen abschaffen würden.)

    Dann soll „Dr.Kritikus“ doch ‚mal aufzeigen, warum die derzeitige Finanz- und Weltwirtschaftskrise bekanntlich bereits seit 2008 anhält und sich znehmend weiter verschärft.
    Und die Staaten bzw. Kapitalisten nicht einfach das überschüssige Kapital entwerten und „auf niederer Stufenleiter“ eine erneute Akkumulation beginnen.
    Oder warum eine Entwertung an der einen Stelle (vor allem im sog. Finanzbereich) – ohne staatliche Rettungsmaßnahmen – heutzutage gleich das ganze „kapitalistische Kartenhaus“ zum Einsturz bringen würde.
    (Ansonsten hätten die Staaten nicht derart massiv eingegriffen.)

    Natürlich könnten die Staaten z.B. eine Währungsreform machen (und darunter geht heute nichts mehr außer „Flickwerk“)..
    Allerdings wären dann auch ein Großteil aller Vermögenswerte verloren.
    (Einmal abgesehen davon, daß das beim heutigen Stand der Produktivität wenig bringen würde, da bereits nach relativ kurzer Zeit dieselben Probleme wieder vorhanden wären.)

    Oder weiterhin unzählige Milliarden in das Finanzsystem bzw. die Wirtschaft „pumpen“ mit der (früheren oder späteren) Folge einer horrenden Inflation, d.h. die Vernichtung aller Vermögenswerte.
    Oder eben einen 3.Weltkrieg als letzte Option.

    Falls der kluge „Dr. Kritikus“ aber wissen sollte, welchen anderen Ausweg aus der Krise es gibt (schließlich handelt es sich seiner Ansicht nach nur um eine der üblichen und keineswegs einer finalen Krise), soll er das bitte mitteilen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Hübner

  3. Vielleicht noch folgendes:
    Das Problem ist schlichtweg, daß weltweit viel zu viele sog. Finanztitel (z.B. Aktien und sonstige Wertpapiere bis hin zu den irrwitzigsten „Finanzprodukten“), die alle einen Anspruch auf Gewinn erheben, angehäuft wurden, die von den Lohnabhängigen beim besten Willen und trotz intensivster Ausbeutung nicht mehr befriedigt werden können.

    Während der Grund für diese Anhäufung ist, daß es (im Verhältnis zum vorhandenen Kapital) viel zu wenig „reale“ Investitionsmöglichkeiten gibt.
    (Weshalb bereits seit längerem eine Art „kapitalistischer Sebstbefriedigung“ stattfindet – vor allem an den Finanzmärkten, die sich von der „Realökonomie“ weitgehend verabschiedet hat.
    (Was allerdings auf Dauer nicht funktioniert, weshalb diese „Blasen“ früher oder später stets „platzen“.
    Allerdings heutzutage in einem derartigen Umfang, daß diese – ohne massive staatliche Eingriffe, die aber keine Lösung sind, sondern das Problem nur verschieben bzw. den endgültigen „Crash“ etwas verzögern – gleich den gesamten Kapitalismus gefährten bzw. in den Abgrund reißen.)

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Hübner

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