Vorabveröffentlichung(en) aus GegenStandpunkt 2-26
Von webmaster • Mai 26th, 2026 • Kategorie: AllgemeinDieser Artikel ist eine Vorabveröffentlichung aus der Zeitschrift GegenStandpunkt 2-26, die am 19.06.2026 erscheint:
Christlich-sozial-demokratisches Update für Deutschlands Staatsräson:
Die Sprache der Macht lernen! (GS 2-26)
Zwei Dinge sind klar, wenn der Kanzler programmatisch verkündet, in den neuen harten und schwierigen Zeiten müsse Deutschland „die Sprache der Macht lernen“: Um Neuerungen auf dem Feld der politischen Erklärungen geht es nicht. Was gemeint ist, wird im Vorwurf an den Präsidenten des kriegführenden Feindstaates Russland deutlich: Der verstehe nur die „Sprache der Gewalt“; in der müsse man sich folglich mit ihm auseinandersetzen.
Bei der angekündigten Lerneinheit geht es also darum, als was für ein weltpolitisches Gewaltsubjekt der Kanzler seine Nation, Russland gegenüber und überhaupt, in Stellung und zur Geltung bringen muss.
Und klar ist damit auch schon zweitens, dass eine mit Militärgewalt drohende und agierende Politik für den Oberbefehlshaber der BRD in Wahrheit keine neu zu lernende Fremdsprache ist, sondern über vier Jahre im Kampf mit dem russischen Feind eingeübte Praxis.
Davon deutlich mehr: das kündigt Merz mit seinem Unterrichtsziel für Deutschland an.

„Schönheiten der globalen Marktwirtschaft, heute: Der Iran-Krieg und die Energiepreise“ (GS 2-26)
Der Krieg im Iran richtet jede Menge Schaden an – nicht nur für die Menschen vor Ort, die von den kriegführenden Parteien mit Bomben und Raketen terrorisiert werden, sondern für unzählige weitere weltweit, für die das Leben teurer wird, die also schlagartig ärmer werden.
Das liegt bekanntlich daran, dass der Iran-Krieg „die Märkte“ durcheinanderbringt und „die Weltwirtschaft“ erschüttert. Einfach erschüttert zeigen sich diejenigen, die „die Weltwirtschaft“ sind, weil sie sie machen, allerdings nicht. Im Gegenteil: In ihrer unaufgeregten Professionalität mustern sie das Kriegsgeschehen, die materiellen Abhängigkeiten und nationale Standorte danach durch, welche neuen Entwicklungen sich am besten durch sie ausnutzen lassen, um sich daran zu bereichern.
I. Chancen und Risiken eines Bombenkriegs im Nahen Osten
II. Deutschland kämpft gegen zu hohe Energiepreise
Zu den Profiteuren der Energiekrise darf sich – irgendwie – dann noch das Klima zählen: Erneuerbare Energien sind wieder attraktiver, weil die jetzt so teure Abhängigkeit von fossilen Energien für die nationalen Geldbilanzen unerträglich wird.
Das zeigt auf seine Art, was sowieso die Konjunkturen der Energiewende die ganze Zeit über bestimmt hat. Die Lebensverträglichkeit der Erde, von der immer gesagt wird, dass es „No Planet B“ gibt, ist eine abhängige Variable davon, dass sich das Geschäft mit den klimafreundlichen Energietechnologien lohnt. Und da ist die gute Nachricht, dass zumindest auf den Wertpapiermärkten wieder vermehrt darauf spekuliert werden soll.
Dafür darf jetzt nur der Krieg nicht vorzeitig enden…
https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/iran-krieg-energiepreise
„Trumps Krieg gegen den Iran und „wir“: Von der deutschen Schwierigkeit, einen Krieg zu kritisieren, der gar nicht recht ist“ (GS 2-26)
Trump selbst ist nicht verlegen um die Begründung seines Krieges und seines Agierens in ihm; er verfügt nicht nur über eine Rechtfertigung dafür, sondern über viele, die täglich wechseln.
Die Beliebigkeit der Begründungen und ihr ständiger Wechsel sollen dokumentieren, dass Trump auf keine von ihnen Wert legt, von keiner sein Recht zu tun, was er tut, abhängig macht. Dass ER diese Begründungen anführt, macht ihre Geltung aus – und zwar die einer jeden.
Die Welt hat zur Kenntnis zu nehmen, dass der Oberkommandierende der größten Militärmacht über allen Rechtfertigungen steht; dass sein Wille der militärischen Gewalt ihr Recht verschafft und nicht irgendwelche guten Gründe für sie ihm.
Er führt seinen Krieg im Geist unbedingter Souveränität, die der amerikanischen Weltmacht zukommt.
Die Rolle des Bösen ist vergeben, aber wo sind die Guten in diesem Krieg?
Dürfen die das? Deutschland leistet sich eine Meinung zur Rechtmäßigkeit des amerikanisch-israelischen Krieges
„Chamenei tot, Luftabwehr kaputt, Kriegsschiffe versenkt, mehr als 13 000 Angriffe“: Aber reicht das? Immanente Kritik am US-Krieg aus Deutschland
https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/trumps-krieg-gegen-iran-wir
„Landtagswahlen im Südwesten: AfD-Wahlkämpfer hassen diesen Trick!“ (GS 2-26)
Der massenhafte Anklang der AfD bereitet der Öffentlichkeit also einige Sorgen um die zukünftigen politischen Verhältnisse in Deutschland.
Denn der Erfolg dieser Partei gefährdet zunehmend die bisher immer so verlässlich funktionierende demokratische Machtstellung der etablierten Parteien, wonach sie die Wahlen des Landes als Verfahren zur Herrschaftsbestallung dominieren und die massenhafte Unzufriedenheit im Volk mit dem Regieren in der jeweils vergangenen Legislaturperiode routinemäßig wieder erfolgreich auf die personellen Alternativen ihrer Parteien für die nächste Periode lenken.
https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/landtagswahlen-suedwesten
„Reformen“: „Die Regierung macht ihr Volk flott“ (GS 2-26)
In der aktuellen Weltlage kann sich Deutschland auf immer weniger verlassen. Überall muss die Merz-Regierung sich eingestehen, nicht Herr über die Bedingungen zu sein, die Deutschland für seine Weltmachtambitionen unbedingt braucht.
Umso entschiedener besinnt sie sich darauf, im deutschen Haus immer noch Herr zu sein – über ein Volk, das genau dafür da ist, Ressource für solche Ambitionen zu sein.
Die Bilanz der Merz-Regierung über die Verfasstheit des Volkes gibt dabei zugleich die Maßstäbe dafür vor, wie es künftig in Beschlag genommen werden soll.
– Das Volk ist zu arm
– Das Volk leistet zu wenig
– Das Volk ist zu teuer
Richtig angegangen haben „diese Reformvorhaben“ das Zeug dazu, das sehr verehrte Volk zu neuen Leistungen anzustacheln, die nicht nur für es selbst, sondern auch für das nationale große Ganze von entscheidendem Nutzen sind.
Ein Überblick:
Ein paar Etappen des sozialstaatlichen Reformprogramms
– Rente
– Gesundheit
– Pflege
Die einzig verbleibende Frage: Liefert die Regierung?
So kann und soll sie die Sache jedenfalls gerne sehen: Sozialreformen als Dienst der Obrigkeit an ihrem Bedürfnis nach gerechter Gehässigkeit.
Von da ist der Weg dann auch nicht mehr weit zum Übergang vom polemischen Charakter der sozialen Solidarität hin zur Exklusivität der nationalen Volksgemeinschaft.
Für diese Abteilung demonstrativer hoheitlicher Tatkraft, die dem Volk sein Recht verschafft, indem volksfremde Elemente von unseren Zahnarztpraxen und Hängematten ferngehalten werden, hat Merz seinen Herrn Dobrindt. Wer braucht da noch die AfD zu fürchten?
https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/sozialreformen-volk-flott-machen
Aktualisierung des USB-Archivs auf den Jahrgang 2025
Für alle Kunden, die das USB-Archiv für die Jahrgänge 1992-2024 erworben haben, ist ein kostenloses Update verfügbar, welches einige Fehler behebt und das Archiv um den Jahrgang 2025 erweitert.
https://de.gegenstandpunkt.com/usb-archiv
Siehe Updateanleitung:
https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/digitalesmedium/anhang/Update-Anleitung_0.pdf
Btw: Die MSZ als USB-Archiv wäre auch keine schlechte Idee …
https://msz.gegenstandpunkt.com/
„Dobrindts Migrationswende: Klarstellungen zu ein paar Grundprinzipien demokratisch-rechtsstaatlicher Migrationspolitik“ (GS 2-26)
Die Selbstverständlichkeit, mit der Migrationspolitik in der Merz-Republik einzig und allein darin besteht, der Nation ungebetene und deswegen als „irregulär“ definierte Migranten vom Hals zu halten resp. sie wieder loszuwerden, zeugt davon, dass die Nation die entscheidende politische Wende, die sich der Innenminister auf die Fahnen schreibt, weil er sie exekutiert, längst vollzogen hat.
Dass Deutschland ein „Migrationsproblem“ hat und unbestellte Ausländer mit ihrer bloßen Anwesenheit eine Überlastung der hiesigen Gesellschaft, wenn nicht gleich eine Gefahr für die innere Sicherheit darstellen, ist der politische Konsens in dieser Republik. Der verlangt in der Tat nur noch nach einem fähigen Technokraten, der das Problem mit den Ausländern pragmatisch-sachlich anpackt und Deutschlands Recht und Ordnung durchsetzt.
I. Fernhalten
II. Abschieben
III. Integrieren
IV. Die politische Debatte: Wie entschlossen und glaubwürdig ist Deutschlands Abschiebepolitik?
https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/dobrindts-migrationswende