Renate Dillmann: »Trump von Jesus gesalbt«
Von webmaster • März 12th, 2026 • Kategorie: Allgemein»Trump von Jesus gesalbt«
Propagandaschlacht läuft auf Hochtouren. Behauptungen und Zitate, die den Krieg gegen Iran rechtfertigen sollen
Von Renate Dillmann
Die »älteste Demokratie der Welt« (USA) und die »einzige Demokratie des Nahen Ostens« (Israel) kämpfen erneut vereint gegen »das Böse« (Iran). Begründungen, Zustimmung und gute Nachrichten zum Kriegsverlauf gibt es mehr als genug.
Jedenfalls ist es ein gelungener Krieg gegen den noch verbliebenen Restverstand auf der Welt. Eine Auswahl.
(…)
Aus: junge Welt – Ausgabe vom 13.03.2026 / Seite 14 / Inland: Propaganda im Iran-Krieg
https://www.jungewelt.de/artikel/519088.propaganda-im-iran-krieg-trump-von-jesus-gesalbt.html

Renate Dillmann hatte in der Jungen Welt vom 20.1.26 auf der Themenseite eine Analyse zu „Deutschlands Dilemma“ in Sachen Großmachtpolitik veröffentlicht:
https://www.jungewelt.de/artikel/515996.militarisierung-deutschlands-dilemma.html?sstr=dillmann
In dem Text ging es darum, dass Gewalt schon immer eine Voraussetzung des internationalen kapitalistischen Geschäfts war und es heute ebenfalls ist. Georg Auernheimer, der auch in der Jungen Welt veröffentlicht, hatte darauf mit einem Leserbrief reagiert. Er sah durch diese Argumentation friedenspolitische Optionen gefährdet, auf die sich aber die Protestbewegung beziehen müsse. Das hat er jetzt zu einer Replik ausgearbeitet, die in der Jungen Welt am 12.3.26 erschienen ist:
https://www.jungewelt.de/artikel/519056.debatte-irrationale-r%C3%BCstung.html?sstr=dillmann
Auernheimer hält die gegenwärtige Aufrüstung für irrational und betont: Wer Krieg als „logische“ Konsequenz der Kapitalverwertung denkt, blockiert widerständiges Denken. Darauf hat wiederum Dillmann in der Jungen Welt am selben Tag geantwortet:
https://www.jungewelt.de/artikel/519290.debatte-nie-endende-feindseligkeit.html?sstr=dillmann
Ihre These lautet: Wer kapitalistischen Staaten unterstellt, sie könnten auch friedlich ihre Geschäfte verfolgen, verkennt die zugrundeliegenden Verhältnisse.