Vorab aus GS 4-25: Der deutsche Militarismus in der Zeitenwende: Kriegsbereitschaft heute
Von webmaster • Dez. 5th, 2025 • Kategorie: AllgemeinDieser Artikel ist eine Vorabveröffentlichung aus der Zeitschrift GegenStandpunkt 4-25, die am 19.12.2025 erscheint:
Der deutsche Militarismus in der Zeitenwende: Kriegsbereitschaft heute
Kein Zurück zu friedlichen Verhältnissen – vom Imperativ der Kriegstüchtigkeit
Seit dem Amtsantritt von Trump sorgen dessen machtvolle Initiativen, den Ukraine-Krieg zu beenden und einen Waffenstillstand zu verfügen, für Alarmstimmung in Deutschland: Es droht ein Frieden, der an „uns“ vorbei verhandelt wird.
Die politisch Verantwortlichen hierzulande lassen keinen Zweifel daran, dass ein möglicher Friedensdeal, der für Russland erträglich ist, für sie unerträglich ist, sie sich also von den Verhandlungen umso mehr herausgefordert fühlen, ihre Feindschaft voranzutreiben und dafür zu einer eigenständigen, abschreckungsfähigen Militärmacht aufzusteigen.
Gegen Russland kriegsfähig und -bereit – echt jetzt?
Kriegsfähigkeit als „gesamtstaatliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe“
Die Herstellung eines kriegstauglichen Mindsets
Die Debatte um die Wehrreform – von der Versubjektivierung der staatlichen Kriegsvorbereitung
– Wenn sich darauf nur noch eine Debatte in der Öffentlichkeit draufsattelt, die in allen Facetten die Gerechtigkeitsfrage wälzt, also problematisiert, ob die Lasten der Kriegsvorbereitung auch gerecht im Volk verteilt sind, oder die staatliche Wehrreform es nicht an Generationen- oder Geschlechtergerechtigkeit fehlen lässt, weil wieder nur die Jungs ihren Gesellschaftsdienst leisten müssen,
– wenn die betroffene Jugend, die bei jeder Gelegenheit vor die Kameras gezerrt und daraufhin befragt wird, ob sie sich denn nun vorstellen kann, beim Bund zu dienen, nur noch beklagt, dass sie beim demokratischen Entscheidungsprozess zur Wehrreform zu wenig gehört wurde, [11]
– wenn also endgültig niemand mehr die Frage nach den Gründen für den unerbittlichen Kriegswillen der Regierung stellt, weil die Sache bei aller herrschenden Kritik in der Öffentlichkeit längst als das gemeinsame Sorgeobjekt verinnerlicht ist, –
dann haben der demokratische Diskurs und die kritische Meinungsbildung ihre Pflicht erfüllt und die Regierung hat ihr Ziel erreicht: Deutschland ist kriegsbereit.
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