Kein Kommentar: Donald Trump und die Neuordnung Europas: Drohendes Kriegsende torpediert Friedensprojekt namens „EU“
Von webmaster • Nov. 27th, 2025 • Kategorie: GSP-RadioKein Kommentar:
Donald Trump und die Neuordnung Europas: Drohendes Kriegsende torpediert Friedensprojekt namens „EU“
Geht natürlich um den berühmten 28-Punkte-Plan, das amerikanische Ultimatum an die Ukraine. Was daraus wird und wie es weitergeht, wird man sehen.
Thema heute ist der Plan selbst, ohne die Verhandlungen darüber und ohne Spekulationen über Einigungen. Die generelle Richtung ist klar kenntlich – wegen der spritzen Europas Publizisten Gift und Galle, und die Krisensitzungen der Koalition der Kriegswilligen nehmen kein Ende.
Kann nur empfehlen, die Liste selber zu studieren, sie findet sich zum Nachlesen in der Mitschrift. Die Zusammenfassungen in den hiesigen Medien gehen auf die Gebietsabtretungen und die militärischen Restriktionen, da gehen bemerkenswerte Einzelheiten unter, etwa die Forderung, die Ukraine müsse sich doch an europäische Vorschriften halten (…)
Eine ukrainische Souveränität und ihre Grenzen
Eine Ökonomie im Osten unter Amerikas Aufsicht
Diesmal steckt der Teufel nicht im Detail, sondern im „Grand Design“, im großen Wurf zur Neuordnung Europas.
Trumps Ultimatum an die Ukraine trägt dem tatsächlichen Kräfteverhältnis zwischen Russland und der Ukraine Rechnung, also abzüglich der Leistungen der interessierten westlichen Lieferanten, die ihren Vasallen überhaupt kriegsfähig gehalten haben.
Das Ultimatum anerkennt vor allem russische Interessen und die darauf basierenden Kriegsgründe: Russland besteht darauf, sich seine „Sicherheitsgarantien“ – keine ukrainische NATO-Mitgliedschaft, keine (antirussischen) „Massenvernichtungswaffen“ in der Ukraine – selbst zu schaffen, wenn nötig mit Krieg. Und Russland besteht auf den Rechten der russischen Bevölkerung im Osten der Ukraine, auf deren „Selbstbestimmungsrecht“, also auf „Wiedervereinigung“ mit Russland. Dem gibt Americafirst nun Recht, und zieht damit das Fazit aus dem bis zum Erbrechen deklarierten Vorrang für amerikanisches Interesse – erst recht auf Kosten „Europas“.
Die europäische Koalition der Kriegswilligen ist also nicht bloß das zweite, sondern das eigentlich maßgebliche Opfer des freien Falls der Ukraine; die hatte ja dreieinhalb Jahre ihre Chance, und konnte sie nicht nutzen.
[Zur Erinnerung: Dieses Ultimatum ist nicht das erste in Bezug auf die Ukraine. Vor dem Kriegsbeginn im Februar 2022 hat Russland eine Reihe diplomatischer Initiativen vorgetragen, um klarzustellen, dass die Eingemeindung der Ukraine in die NATO nicht hinnehmbar ist; diese Forderungen wurden von der – damals noch vereinten – westlichen Politik zurückgewiesen, und von der westlichen Öffentlichkeit mit ihrer „Verantwortung“ schlicht totgeschwiegen; einer Öffentlichkeit, die dann unisono ihre vorige „Ignoranz“ in eine allgemeine „Überraschung“ über den russischen Angriff verlängert hat …
(Vgl. dazu die ausführliche Darstellung: „Russland ringt um seine Behauptung als strategische Macht – Amerika um deren Erledigung“, in https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/ukraine-russland-nato)
Das damalige westliche Bündnis hat sich über der Wende made by Donald Trump erledigt.]
Thema war hier ausschließlich der Plan selbst; die Versuche der Europäer, das Projekt zu sabotieren, die Versuche der amerikanischen Diplomatie, die Europäer konstruktiv einzufangen, und auch die inneramerikanischen Differenzen sind hier nicht vorgekommen.
Wieder mal ist der Hinweis fällig, dass man in Europas Medien vielerorts schon aus Gewohnheit die Welt nicht mehr versteht, dass man auch nicht bereit ist, was Neues zu lernen, sondern im Gestus der Empörung die eigene intellektuelle Unbedarftheit zum Argument macht … Nun, Trump macht tatsächlich amerikanische Politik, und die ist mit den dazu passenden Verhaltensauffälligkeiten, die der Mann pausenlos zelebriert, nicht identisch.
Aus der FAZ: Das sind die 28 Punkte in deutscher Übersetzung:
(…)
https://cba.media/746550
