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Bochum | 08.01.2020 | Nordsyrien und die Kurdenfrage

Von • Dez 28th, 2019 • Kategorie: Veranstaltungen

 

Auftakt der Veranstaltungsreihe „Zur Lage der imperialistischen Weltordnung“:

 

Zeit: Mittwoch | 8. Januar 2020 | 19:00 Uhr

Ort: Kulturzentrum Bahnhof Langendreer | Wallbaumweg 108 | 44894 Bochum

Veranstalter: Gruppe K

 

Nordsyrien und die Kurdenfrage

 

Die Kurden haben in Deutschland viele besorgte Freunde, spätestens seitdem sie durch den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien bedroht werden. Und das nicht nur in autonomen Jugendzentren und Infoläden. Nein, selbst die CDU macht sich zur Zeit öffentlich Sorgen um die kurdische Autonomieregion – während sie gleichzeitig organisierte Kurden in Deutschland weiter verfolgt. Und das passiert, während die Bundeswehr wiederum gleichzeitig die Peschmerga-Kurden im Irak mit Waffen versorgt und militärisch ausbildet.

Schon das ist ein Beispiel dafür, dass mit den Kurden ziemlich berechnend umgegangen wird. Ein weiteres: Die USA haben die syrischen Kurden in den letzten Jahren für ihren Kampf gegen den IS als Bodentruppen benutzt und sie und ihr durchaus sympathisches Politprojekt dann anschließend schutzlos den türkischen Interventionstruppen überlassen.

Grund genug, die „Kurdenfrage“ einmal etwas grundsätzlich aufzurollen. Wir wollen klären,

  1. was eigentlich der historische Ursprung der „Kurdenfrage“ ist und worin sie heute besteht,
  2. was die Auflösung des Osmanischen Reichs, die westlichen Nationalstaaten und ihre imperialistischen Interessen im Nahen und Mittleren Osten damit zu tun haben,
  3. wie die Türkei ihr „Kurdenproblem“ lösen will,
  4. wie die Kurden auf ihre Behandlung reagieren,
  5. wie es kommt, dass im „Westen“ einerseits von links bis rechts Solidarität mit den Kurden, andererseits auch die Verfolgung der PKK auf dem Programm steht?

 

Die Diskussion ist gleichzeitig der Startschuss für unsere Veranstaltungsreihe „Zur Lage der imperialistischen Weltordnung“, bei der wir uns mit verschiedenen Konfliktherden auf der Welt beschäftigen.

 

https://www.facebook.com/events/1521715261309586/

 

Veranstaltungen

3 Responses »

  1. „Diskussionsreihe zur Lage der Imperialistischen Weltordnung“

    Syrien, Lybien, Mali und Irak sind nur ein paar aktuelle Konfliktherde, in denen Staaten versuchen ihre Interessen mit eigenen Soldaten, durch die Unterstützung von bewaffneten Gruppen, Waffengeschäften und anderen Mitteln durchzusetzen. Mit der Ermordung des iranischen Generals Soleimani zeigt die USA, dass Sie für die Verfolgung ihrer Interessen im nahen Osten bereit ist einen Krieg mit dem Iran anzufangen. Neben diesen heißen Auseinandersetzungen gibt es auch zahlreiche Handelskonflikte, in denen Staaten ihre Konkurrenten durch (Androhung von) Strafzöllen und anderen Sanktionen auf die eigenen Interessen verpflichten.

    In unserer Diskussionsreihe „Zur Lage der imperialistischen Weltordnung“ wollen wir uns einzelne Konflikte vornehmen und erklären.

    08.01. Nordsyrien und die Kurdenfrage
    05.02 Iran (Konflikt mit der USA etc.)
    04.03. Verhältnis China – USA

    Alle Termine finden um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer statt.

    Wer es nicht zu den Terminen schafft und sich an den kriegerischen Verhältnissen stört, dem legen wir den folgenden Artikel nahe, in dem wird dargelegt, wieso bürgerliche Staaten immer wieder aneinander geraten:

    Warum gibt es dauernd Kriege?
    https://www.magazin-auswege.de/2019/12/warum-gibt-es-dauernd-kriege/

  2. Eure Verantwortung kommt aus den Gewehrläufen!

    Deutschland ist bereit mehr Verantwortung zu übernehmen, in Afrika, dem Nahen Osten und dem Rest der Welt. Mit dem Begriff „Verantwortung“ erklärt sich die deutsche Außenpolitik zuständig, auf alle möglichen Konfliktherde, Problemlagen und Menschenrechtssituationen in der Welt zu reagieren. Zur Durchsetzung einer Weltordnung die ihr richtig erscheint (und die allen möglichen Konkurrenten nicht passt), steht der deutschen Außenpolitik die gesamte Palette imperialistischer Werkzeuge zur Verfügung: wirtschaftliche und politische Erpressung (Diplomatie) , Waffenexporte an strategische Partner (Türkei, Saudi Arabien, Ägypten, Irakische Armee, Peschmerga), eigene Militäroperationen (im Moment 12 Stück auf 3 Kontinenten).

    Wer sich daran stört, tut gut daran, den Mächtigen im Land kein politisches Versagen vorzuwerfen oder noch mehr Verantwortlichkeit einzufordern. Es gilt herauszufinden, weshalb all dieses „verantwortliche“ Handeln auf der Welt nie zu Frieden und einem gedeihlichen Miteinander geführt hat.

    Wir sagen: Man muss die ökonomische Grundlage der bürgerlichen Staaten verstanden haben, um sich deren Außenpolitik erklären zu können. Hier liegt der Schlüssel für die Zerstörung ganzer Weltregionen, aber auch für alle die schönen Werte, die diese Zerstörung legitimieren.

    Wir wollen mit euch im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe zur imperialistischen Weltordnung verschiedene Konfliktherde diskutieren:

    – Am Mittwoch den 08.01. die sogenannte »Kurdenfrage« und an ihr das schädliche Wirken des Freien Westens im Nahen Osten

    – Am 05.02. den Konflikt USA-Iran

    – Am 04.03. den Konflikt China-USA

    Alle Termine finden um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer statt.

  3. Zwei Royals steigen aus, wollen zukünftig ihr Geld selbst verdienen (was auf der Basis von 35 Millionen Pfund eventuell gelingen könnte) und privatisieren. Die britische Presse tobt. Auch ihre deutschen Kollegen machen sich Sorgen, ob dieses Verhalten in Zeiten der Brexit-Krise geschickt ist:

    „Die Majestäten leben von enormen Zustimmungswerten. Zwischen ihnen und den Menschen gibt es einen ungeschriebenen Vertrag, der besagt: Ihr zahlt mit euren Steuern unser Leben, wir stärken mit unserem Leben Eure Identität als Gemeinschaft. Das kann man dämlich finden, es wird aber tagtäglich gelebt.“ (10.1.20, Westdeutsche Zeitung, Düsseldorf)

    1. Das ist dämlich – auch (und gerade) wenn es tagtäglich gelebt wird.

    2. Über die Queen und ihren familiären Anhang, seine Hochzeiten, seine Kindstaufen und seine Idiotien erfährt man ja genug beim Frisör – aber wie ist eigentlich die Gemeinschaft beschaffen, deren „Identität“ durch diesen Scheiß repräsentiert wird?

    3. Lesetipp: Nation, Heimat, Gemeinschaft?

    http://gruppe-k.org/wp-content/uploads/2015/04/Nation_Gesamttext.pdf

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