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Bochum | 04.09.2019 | Zivile Seenotrettung

Von • Aug 30th, 2019 • Kategorie: Veranstaltungen

Zeit: Mittwoch | 04.09.2019 | 19 Uhr

Ort: Bahnhof Langendreer (Raum 6) | Wallbaumweg 108 | 44894 Bochum

Veranstalter: Gruppe K

 

Zivile Seenotrettung – Das Ertrinken von Geflüchteten im Mittelmeer als europäischer Machtkampf

 

Bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, kommt auf dem Weg zwischen Libyen und Italien mittlerweile fast jeder sechste Geflüchtete ums Leben. Das ist für die europäischen Staaten kein Grund, ihre auf Abschreckung zielende Politik der “Festung Europa” zu ändern – im Gegenteil: Mehr Geld gibt es allein für Frontex.

Das wollen einige ihrer Bürger nicht hinnehmen. Gegen das Sterben im Mittelmeer haben sie eine zivile Seenotrettung organisiert. Diese humanitären Aktionen werden insbesondere von Italien auf allen möglichen Ebenen hart bekämpft -/ siehe die Fälle von Carola Rackete, “Open Arms” und anderen Schiffen.

 

Folgende Fragen stellen sich dabei für uns:

– Was ist da sachlich eigentlich los?

– Was hat es mit dem Seevölkerrecht auf sich, auf das sich beide Seiten berufen?

– Warum verhalten sich die beteiligten Staaten, insbesondere Deutschland und Italien, so wie sie es tun?

– Stimmt es, dass die EU- Staaten hier einfach ihre „humanitäre Verantwortung“ vergessen haben und von engagierten Seenotrettern daran erinnert werden müssen?

 

 

Veranstaltungen

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One Response »

  1. Klaus Hecker über die Produktion von Flüchtlingen, die Seenotrettung und die Festung Europa, über die Kriminalisierung privater Helfer und Hilfsorganisationen

    Mein Unterfangen im Folgenden wird sein, trotz und angesichts der unglaublichen europäischen Politik in Sachen Produktion von Flüchtlingen, in Sachen Festung Europa und in Sachen Kriminalisierung privater Helfer und Hilfsorganisationen, dennoch einen Versuch zu unternehmen, die „Seebrücke Bewegung“ einer solidarischen und konstruktiven Besprechung zu unterziehen, im Hinblick darauf, Impulse zu setzen, die eine Hilfestellung sein könnten, den von der Bewegung angesteuerten Zielen zur Durchsetzung zu verhelfen. Das Gelände ist dazu allerdings in höchsten Maße vermint: Schnell hat man sich den Vorwurf des praxisfernen Zynikers zugezogen oder noch schlimmer, angesichts der repressiven Kriminalisierung der Helfer durch die europäische Politik, nun diesen auch noch in den Rücken zu fallen oder sogar offensiv auf ihnen herumzuhacken. Ich falle aber niemandem in den Rücken und hacke erst recht nicht auf den sozialen Bewegungen herum. Vielmehr frage ich, welche Fortschritte sind passiert, wenn das Flüchtlingsproblem, erst Recht das Problem des Helfens, in der öffentlichen Besprechung fast nur noch als Problem der privaten Hilfsorganisationen bzw. des Umgangs mit privaten Hilfsorganisationen vorkommt…

    https://www.magazin-auswege.de/data/2019/09/Hecker_seawatch.pdf

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