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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

Marburg | 05.06.2019 | Fortsetzung zur Diskussion zum Klimaprotest

Von • Mai 25th, 2019 • Kategorie: Veranstaltungen

Fortsetzung der Diskussion zum Klimaprotest:

[online] Marburg | 22.05.2019 | Worum es geht, wenn‘s ums Weltklima geht: Staatenkonkurrenz um Energie

Zeit: Mittwoch | 5. Juni 2019 | 19:00 Uhr

Ort: Uni Marburg | PhilFak | Raum 05B06 in Block B FB03 | Wilhelm-Röpke-Straße 6

Veranstalter: Gruppe Gegensatz Marburg

 

http://www.gs-marburg.de/termine.html#Klima

 

Veranstaltungen
Uni Marburg | PhilFak | Raum 05B06 in Block B FB03 | Wilhelm-Röpke-Straße 6 Map

7 Responses »

  1. Beobachtungen zu einer GSP Veranstaltung fff in Marburg 24.05.2019

    Zur Veranstaltung, . Jonas, der Chef im Ring, hat auf einen Vortrag verzichtet und explizit in Form, Inhalt und Wunsch eine Diskussionsveranstaltung kreiert.
    Seine durchgängige Tour war monoton zu fragen, „und was ist jetzt das Problem“. Wie unschwer zu erraten, will er darauf hinaus, dass nicht das Klima, auch nicht die Folgen der Klimaveränderung wie Dürre, Hitze etc. das Problem sind, sondern der Kapitalismus, der all die Interessen verhindert oder erschwert, Ernährung, … und nicht das Klima selbst (erst im Verhältnis zu einem Interesse). Es geht also erfreulicherweise darum, vom Klimaprotest zur Kapitalismuskritik zu kommen. Bloß, das verhunzt Jonas gründlich
    Z.B.: Ein Diskutant weist auf die enorme Dürre in Afrika hin,
    „und wo ist jetzt das Problem“
    die Bauern können nichts mehr anbauen , Tiere und Menschen leiden unter Wassermangel,
    „und wo ist jetzt das Problem“,
    Die müssen aus ihrer angestammten Region raus,
    „und wo ist jetzt das Problem“,
    woanders kommen sie vielleicht nicht rein,
    „Aha, das ist das Problem und was hat das mit Klima zu tun“,
    die Hammelherde lacht sich schief und freut sich.
    Das aber ist gründlich daneben argumentiert. Denn der Umzug, das Verlassen einer ganzen Region ist für sich schon Scheiße. Vielleicht will ich lieber dabeibleiben, wo ich herkomme und mein Umfeld habe, ganz unabhängig, ob ich woanders aufgenommen werden. Selbst wenn die mich begrüßen würden, würde ich lieber da bleiben , wo ich war.
    Weiterhin : Hier geht es nicht um eine Familie, sondern um eine Menschenmengen, die es seit der Völkerwanderung nicht mehr gegeben hat, es ist eine Völkerwanderung. Allein die bei Abschmelzung von Hochwasser Bedrohten zählen etwa auf 1,8. Milliarden Menschen
    Einmal hat Jonas die „und wo ist das Problem Tour verlassen, als einer gesagt hat, die schönen Korallenriffe liegen mir am Herzen und von denen ist bald nichts mehr übrig. Wenn es um Tiere, Natur etc. geht , zieht die erste Tour schon gleich gar nicht. Da legt Jonas folgendes auf: “ Das ist ein Bild dafür, das überall was kaputtgeht, ganz gleich was, also unterscheidest du nix. “

    Kann sogar sein, ist aber trotzdem hundsmiserabel aufgelöst. In der Sache, bevor man auf die Einstellung des Redners geht, zeigt sich nämlich, dass offensichtlich globale Veränderungen im Gange sind, Kleinviecher (75% der Insekten in den letzten 10 Jahren zum Beispiel) verschwinden etc. ,die wiederum weitere Veränderungen hervorbringen, die nicht gleich und unmittelbar in das Raster geschädigte Interessen Im Kapitalismus übersetzen lassen.
    Und was ist, wenn einer das Korallenriff betrachtet, ohne es mit anderen, danieder gehenden Dingen gleichzusetzen?
    So etwas aufzunehmen ist der GSP unfähig und macht sich damit lächerlich. Andererseits ist diese Methode nun mal Beton, will man sich ja als…. (verheimliche ich einstweilen, selber denken ist gefragt ) Würde man irgendwo anknüpfen und sagen, das treiben wir weiter, das geht in Klimakategorien nicht auf ,….. (auch selber weiterdenken)

    Allschlüssel, „und wo ist das Problem“, auf dem Prüfstand – von mir gewählte Beispiele

    Meine Beziehung ist kaputtgegangen – „und wo ist da das Problem“, u.a. ist mein Sexualleben dahin, „Geh halt in den Puff, du hast doch genug Geld“

    na ja, also ne – okay, jetzt kommt ein gutes Ding

    Deutschland bombardiert Serbien- „und wo ist da das Problem“ da sind etliche Kleinhändler und ganze Betriebe für immer eingegangen, – du undifferenzierter Depp – und andere haben sich dumm und dusselig verdient, von Ohrenstöpseln über kugelsichere Westen etc. Mordsumsätze gemacht. und du redest von Serbien und dem Krieg als Katastrophe“. Die Familie x hatte alles verloren Haus, Geschäft.. .. , „und wo ist das Problem „die mussten jetzt woanders hin „und wo ist das Problem, wenn die woanders nicht aufgenommen wurden, ist da etwa der Krieg dran Schuld oder die Staatenordnung?“ das war ja gar nicht das Problem, die hatten reiche Verwandte in Griechenland und Griechenland hat denen auch ne Einreisegenehmigung gegeben „und wo ist dann das Problem“ – die Oma ist vor Aufregung gestorben, worauf die Mutter wg dem Ganzen einen Herzinfarkt und eine schwere Depression bekommen hat – „und wo ist da das Problem ….(hier muss noch nachgefragt werden, weil das sich nicht kapitalistisch zuordnen lässt), … also sagt der ,Oma hatte keine Sterbeversicherung und Mutter keine Krankenhausabsicherung , „na siehste, da haben wir es, dann ist das das Problem.“

    „Denn nichts als Verzweiflung kann uns noch retten (Adorno)
    Ein Diskutant vertritt die Auffassung die Natur habe einen absoluten Eigenwert und präzisiert auf Nachfrage, dass er damit Nachhaltigkeit meine.
    Dazu Kollege P.: Dann widdersprichst du dir doch selber. Mit Nachhaltigkeit sind doch Kalkulationen gegenüber der Natur aufgemacht und die ist dann gerade nicht mehr der absolute Wert.

    So kann man am Adressat vorbeiquatschen: Genau das hat der doch selber gemeint und letztlich auch gesagt in dieser abstrakten Form.

    Mein Vorschlag, wie man auf so was eingeht: Komische Welt, in der bisher nie an die Zukunft gedacht wird, und die so auf Verschleiß baut, was gelten da bloß für Kriterien?
    Wenn wir jetzt einfach die Zukunft mit berücksichtigen, hätte ich die allergrößten Bedenken, dass das nicht besonders ausfallen wird, denn immer noch gelten ja die alten Kriterien (über die wir uns noch verständigen sollten), die dann jetzt auf einmal noch eine Zukunftsüberlegung miteinbauen sollen. Geht das überhaupt? Passt das zu diesen Grundlagen?

    Ist jetzt mal von einer an einer Stelle gezeigt, wie eine linke antikapitalistische Replik aussehen würde, wo in der Kritik ein Blick auf das Übel aufscheint .

    So was bekommt ein GSPler in der Regel nicht gut hin, von mir aus hie und da mal auch,! Warum eigentlich? Schaut euch doch mal Ps Antwort an, da seht ihr es. Es wird auf den Redner gezielt, auf ein vermeintlich von ihm vertretenes abstraktes Ideal (was auch noch falsch verstanden wird, und völlig hanebüchen ist). Und es wird immer absurder, er vergeht sich auch noch selbst daran. Dem haben wir (GSP) jetzt aber gezeigt.
    Das einzige, was wir GSP jetzt aber gezeigt haben, ist, dass wir am Adressaten komplett vorbeigelabert haben und den (angeblich)eigentlichen Gegenstand, nämlich den Kapitalismus mit seinen Verwertungskriterien aus dem Blickfeld verloren haben.

    Bei meinem Vorschlag ist das übrigens nicht der Fall

  2. 😉
    ich hab die veranstaltung als „antidepressivum“ bezeichnet 😉 …eben wegen „und, wo ist jetzt das problem?“, aber ja, ein „irgendwie dran vorbei“ ist auch immer bei, allerdings auch bei dir nun hier 😉 :

    Seine durchgängige Tour war monoton zu fragen, „und was ist jetzt das Problem“. Wie unschwer zu erraten, will er darauf hinaus, dass nicht das Klima, auch nicht die Folgen der Klimaveränderung wie Dürre, Hitze etc. das Problem sind, sondern der Kapitalismus, der all die Interessen verhindert oder erschwert, Ernährung, … und nicht das Klima selbst (erst im Verhältnis zu einem Interesse). Es geht also erfreulicherweise darum, vom Klimaprotest zur Kapitalismuskritik zu kommen. Bloß, das verhunzt Jonas gründlich
    Z.B.: Ein Diskutant weist auf die enorme Dürre in Afrika hin,
    „und wo ist jetzt das Problem“
    die Bauern können nichts mehr anbauen , Tiere und Menschen leiden unter Wassermangel,
    „und wo ist jetzt das Problem“,
    Die müssen aus ihrer angestammten Region raus,
    „und wo ist jetzt das Problem“,
    woanders kommen sie vielleicht nicht rein,
    „Aha, das ist das Problem und was hat das mit Klima zu tun“,
    die Hammelherde lacht sich schief und freut sich.
    Das aber ist gründlich daneben argumentiert. Denn der Umzug, das Verlassen einer ganzen Region ist für sich schon Scheiße. Vielleicht will ich lieber dabeibleiben, wo ich herkomme und mein Umfeld habe, ganz unabhängig, ob ich woanders aufgenommen werden. Selbst wenn die mich begrüßen würden, würde ich lieber da bleiben , wo ich war. “

    begrüßenswert zu kapitalismuskritik kommen zu wollen…
    ka, aber du schredderst im selben maß vorbei wie das mitgeschriebene , nich? 😉 …
    vielleicht könnt man ja bleiben, wo man gern sein/bleiben will, wenn man nicht mit land-wirtschaft, ackerbau seinen lebensunterhalt verdienen müßt…?
    man könnt in der ver-wüsteten gegend bleiben, irgendwas andres betreiben dort, wenn man möcht/kann , sobald nahrungsmittel oder was immer, sehr sicher auch trinkwasser von woandersher kommen, da wo vielleicht „land-wirtschaftlich gewonnen“ wird per bisher gewandeltem klima…
    s is diese blöde geldverdienengeschicht und ja, subsistenzwirtschaft hängt am geldverdienenmüssen, is etwas durchs geld erzwungenes und klar, durch die gewaltmonopole gewaltsam erzwungen und durchgesetzt….. jemand, der unbedingt landwairtschaft betreiben mag, pflanzenbau, insekten“zucht“ 😉 (-erhalt) usw usf , der geht dahin, wo das möglich ist, wenns denn möglich wäre einfachso… jemand , der da bleiben will, wo er lebt und land-wirtschaft betrieb, weil drauf festgelegt und subsistenz, weil drauf verwiesen, der geht nicht weg, wo er gern bleiben mag, wenn die versorgung gesichert is und er irgendwas vielleicht dort betreiben kann, wo er bleiben mag….

    „zu heiß darfs nich werden“ – uahh, stöhn, wem sagste das…
    „die insekten dürfen nich weiter draufgehn“…uahh, naja, blattläuse+schildläuse…ka, aber klar, da hängen wieder die marienkäfer dran und die meisen und ja, verdammt, offenbar stehn auch hummeln auf honigtau, verdammte scheiße … 😉
    egal…
    immer knapp dran vorbei, ob die antidepressiva oder du…aber weißte, meinetwegen gerne ne million klone vom „jonas“, die alle immerzu so penetrant fragen „und, wo is das problem?“, weil…..ja, weils fehlt! und die leuts, va die kids (gut beschult wie`s so schön in berlin beim wentzke kommt!!!) ne art dogmatismus drauf haben/gefressen haben, sich halb gewalttätig unterwerfen und andre mit darunter gewaltsam zwingen (wollen)…daß es wirklich n höllisches „klima“ wird immer mehr…
    und hey, also der korallentyp war ja wohl ziemlich ekelig!
    horch mal ins berlin-ding, da is ne eso-pyramidentante…. erst dacht ich: schade, daß es keine einzelaufnahmen gibt, also 5-geteilt oderso, weil wenn ich häppchenweise höre wegens „geldverdienenmüssen“ (am liebsten an we-s und feiertagen 🙄 ) , dann kann man zwar vorspringen zum punkt, wo man zuvor ausgestellt hatte, allerdings läufts dann nur etwa ne viertel stunde und springt dann zurück auf start….aber weil die pyramidenfrau so dermaßen nich aufm pyramidenzipfel wenigstens landen mag, sondern auch darüber noch schweben, versuch ich nich, die letzte halbe stunde noch irgendwie der gesamtaufnahme abzutrotzen ….obwohl ich gern wüßt, ob der theo dann dochmal noch ausrastet 😉 …

    lg

  3. Zu Klaus‘ Ausführungen:
    Mir ist beim Abhören der Marburger Veranstaltung auch aufgefallen, dass die penetrante Nachfragerei „… und wo ist jetzt das Problem“ auf eine Kapitalismuskritik zielt, aber keine Auseinandersetzung mit den Anliegen und Befürchtungen der anwesenden Mahner vor den Auswirkungen der Naturzerstörung ist. Die Hinweise auf Marx‘ Ausführungen im „Kapital“ sind an der Stelle sehr hilfreich.
    Dass vom GSP die Befürchtungen vor Naturzerstörungen nicht als Ausgangspunkt für eine Diskussion, sondern selbst schon als heftigst zu kritisierender Fehler behandelt wird, hat Tradition: Da die Natur nur Mittel ist, wurde schon vor 30 Jahren – anlässlich der Diskussion um das Waldsterben – abgeleitet: ‚Hoffentlich sind sie bald weg, die blöden Wälder‘.

    Zu Jana:
    Hallo Jana,
    das ist hier eine politische Diskussion. Deine Probleme besprichst du besser mit einem Computerfachmann deines Vertrauens.

  4. was is das problem?

  5. Das wurde nicht deswegen abgelitten, – den Spruch mit der Zerstärung der Natur etc von Marx findet sich nämlich auch längst in etlichen Einladungen der MG von dunnemals – sondern weil der deutsche Wald ein völkisches Symbol nationaler deutscher Innerlichkeit war. Insofern war in der öffentlichen Debatte bis hin zur BILDzeitung der deutsche Wald schon längst mehr als nur ein Mittel – nämlich das Deutschtum war hier zu sich gekommen.

    (Auch aus dem Spott gegen die Kampagne „Ein Herz für Kinder“ kann man übrigens natürlich ableiten, wie böse und kinderfeindlich dieser Verein damals war.)

    Ansonstem empfehle ich Punkt 2.4 und 2.5 von dieser Kritik an den Grünen. Leider auch 3.

    https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/ankuendigung%28pdf%29/gruenewaehlen_b_0911_gl.pdf

    P.S. Auf die Schnelle habe ich noch dies gefunden – mit genau denselben Zitaten von Marx
    https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/dioxin-ueber-duisburg

    Neoprene hat das Hin und Her um die Klimapolitik (letztens mit einem linken Kritiker namens ‚Samson‘) in einem Extra-Thread zusammengefasst

    http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/

  6. da neo „sowas“ nicht freischaltet und klar, „sowas“ hier wahrscheinlich ebenso gelöscht wird, aber erstmal „freigang“ hat:

    bitte die letzten zehn minuten vom berlin-wentzke horchen (die tube machts möglich, holy shit) und sich als „ordentliche kapitalismuskritiker“ der „konsumentenmacht“ widmen, also der macht, die lohnarbeitskonsumenten (arbeitnehmer) denn doch haben/hätten, ihr klima und die erde zu „retten“, wenn sie in ihrem arbeitskonsum den klimawandel stoppen, weil sie je schaun/begutachten/(be)urteilen : an dieser maschine arbeite ich nicht, dies produkt stelle ich nicht (mit) her oder auch für die besserentlohnten kreativen oder wiss. orientierten ingeneure: dies produkt, diese art der produktion entwerfe, bewerbe, betreue, kalkuliere, …usw ich nicht mit, weils den wandel beschleunigt…..den freitagskindern könnte man derlei erziehung der eltern vielleicht noch etwas näher legen?…

  7. Neu erschienen ist soeben (12.06.19) die erweiterte Version des Aufsatzes von Georg Schuster:

    Die freitäglichen ‚Klimastreiks‘ und was dazu nicht im Schulbuch steht

    Der Aufsatz gliedert sich in vier Kapitel, von denen jedes auch für sich zu lesen ist:

    1. Vom fraglichen Wert des ‚Menschheitswerts Klima‘
    2. Vom Zwiespalt im klimarettenden Aufbegehren einer idealistischen Jugend
    3. Von den wirklichen Gründen der „German Energiewende“ und der Klima-Diplomatie
    4. Von den Paradoxien bei einer marktwirtschaftlich geplanten Energie-Umwälzung

    P.S. zu zwei Blüten der ‚grünen Wende‘ am weltwirtschaftlichen Rand

    https://www.magazin-auswege.de/data/2019/05/Schuster_Die_freitaeglichen_Klimastreiks.pdf

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