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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

Nürnberg | 23.01.2019 | 12-Stunden-Tag für Österreich

Von • Jan 4th, 2019 • Kategorie: Veranstaltungen

Zeit: Mittwoch | 23. Januar 2019 | 19:30 Uhr

Ort: Nachbarschaftshaus Gostenhof (Raum 205) | Adam-Klein-Str.6 | Nürnberg

Veranstalter: Sozialistische Gruppe (SG) – Hochschulgruppe Erlangen/Nürnberg

 

 

Wenn Staat und Kapital für „Flexibilisierung“ werben, …

 … dann bringen sie die System gemäße Schwierigkeit der Lohnarbeiter zur Sprache, mit Zeit und Geld umzugehen

 

Wenn Staat und Kapital für ‚Flexibilisierung‘ werben

dann sind sie es sich regelmäßig schuldig, den von ihnen flexibel gemachten Arbeitnehmern zu erläutern, dass und inwiefern ihre Initiativen auch und gerade für die Bedürfnisse moderner Arbeitnehmer eine gute Nachricht sein sollen. So zuletzt geschehen im befreundeten nahen Ausland, wo kürzlich der

12-Stunden-Tag für Österreich

beschlossen und folgendermaßen beworben wurde:

 

„10 Stunden waren schon immer möglich, jetzt sind dann 12 erlaubt. Worauf dir vor täglich überlanger Arbeit graut. Doch die 12 sind nur für Spitzen, meist bleibst bei 40 Stunden und bezahlt wird’s – Hand drauf – eh’ als Überstunden! … Zählst du’s zamm, unterm Strich kriegst du auch mehr heraus oder gehst dann, wenn’s mal passt, auch viel früher z’haus“

„Hast Familie und Beruf, fragst dich, wie das gehn soll, ist dein Tag schon ohne Kids mit allerhand Aufgaben voll, mit flexiblen Arbeitszeiten kannst du’s besser einteilen und brauchst dich wie bisher üblich nicht mehr täglich zweiteilen.“

„Geht’s dem einen gut, dann geht’s uns allen gut, das will ja jeder, das ist doch klar. Schauen wir aufeinander und nach vorn mit Mut, dann rennt’s für Österreich ganz wunderbar.“ (alle Zitate: Wirtschaftskammer Österreich)

 

Was man an solchen keineswegs lächerlichen Argumenten über die Widersprüche der Erwerbsquelle Lohnarbeit lernen kann, diskutieren wir auf unseren Veranstaltungen.

 

http://www.sozialistischegruppe.de/

 

 

Literaturtipp:

 

„Ein 12-Stunden-Tag für Österreich: Von der Schwierigkeit der Lohnarbeiter, mit Zeit und Geld umzugehen“ (GS 4-18)

 

Im Frühjahr 2018 kommt die ÖVP-FPÖ-Regierung einer jahrelangen Forderung der Arbeitgeber nach und kündigt eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ab Jänner 2019 an. Österreichische Unternehmen sollen ab diesem Zeitpunkt die Belegschaft bis zu 12 Stunden arbeiten lassen können, ohne dass es dafür einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat bzw. der Zustimmung eines Arbeitsmediziners bedarf. Der Arbeitnehmer wird bei diesem Gesetz allerdings nicht vergessen: Er bekommt eine ‚Freiwilligkeitsgarantie‘ geschenkt, darf die 11. und 12. Stunde also „ohne Angabe von Gründen“ ablehnen und darf „deswegen nicht benachteiligt werden“. Damit sich keiner in der Alpenrepublik darüber täuscht, wie notwendig und allgemeinwohldienlich das neue Arbeitszeitgesetz ist, betreibt die Wirtschaftskammer eine großflächige Aufklärungskampagne, in der sie sich keineswegs darauf beschränkt, auf die Bedürfnisse ihrer Klientel zu verweisen, von deren Geschäften wir alle abhängen, deren Erfolge uns daher ein Anliegen sein müssen. Auch und gerade für die Bedürfnisse moderner Arbeitnehmer sollen die Neuerungen eine gute Nachricht sein.

 

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/12-stunden-tag-fuer-oesterreich

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Nachbarschaftshaus Gostenhof, 6, Adam-Klein-Straße, Bärenschanze, Gostenhof, Nürnberg, Mittelfranken, Bayern, 90429, Deutschland Map

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