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München | 06.12.2018 | Wagenknecht & Co. rufen „#Aufstehen“ – Damit Deutschland wieder so schön wird, wie es früher schon nicht war

Von • Nov 28th, 2018 • Kategorie: Veranstaltungen

Zeit: Donnerstag | 06.12.2018 | 19:30 Uhr
Ort: EineWeltHaus München | Raum: Werkstatt (links neben Weltladen) | Schwanthalerstr. 80 RGB (U-Bahn Haltestelle Theresienwiese (U4/U5)

Veranstalter: AK Gegenargumente München

 

Wagenknecht & Co. rufen „#Aufstehen“ – Damit Deutschland wieder so schön wird, wie es früher schon nicht war

 

Wagenknecht & Co machen ein Angebot an Linke, Flüchtlingsfreunde, Humanisten und besorgte Demokraten, „die Straße und das Internet von den Rechten zurück zu erobern“:

– Wie? Jeder darf und soll im Internet mit „interessanten Ideen und kreativen Gedanken“ mitbloggen – über alles, was ihm an Idealen guter Politik so durch den Kopf geht.

– Wofür? Für „Menschlichkeit, Frieden, Sicherheit und Zusammenhalt“, „Gerechtigkeit“, „gesunde Umwelt“ und gegen „Ungerechtigkeit“ und den „Menschen als Kostenfaktor“ – kurz: für alles Gute, was Politiker den Regierten so versprechen, wenn sie ihnen ihre ungemütlichen Lebensverhältnisse und Gewaltaffären servieren, und gegen alles, was man für einen Verstoß der Politik dagegen hält – womit sich die Frage nach deren wirklichen Gründen und Zwecken erledigt hat.

– Wozu? Die Angesprochenen sollen und dürfen sich ‚engagieren‘ – für die Illusion eines besseren Deutschland und für die Fiktion einer breiten Mehrheit gleichgesinnter guter ‚Menschen‘. ‚Aufstehen‘ dürfen und sollen sie für ihre Sache auch – am Ende zum Wählen.

– Wen? ‚Links‘, d.h. Hauptsache gegen rechts! So bleibt alles im Prinzip beim Alten – angereichert mit einem Sammelsurium öffentlich gemachter frommer Wünsche und kritischer Anträge an die Verantwortlichen an der Macht, die dann ihre Politik machen.

Ein nicht ganz unverbindliches Angebot also für enttäuschte Bürger, sich den Glauben an die Politik und ‚ihr‘ Deutschland keinesfalls nehmen zu lassen.

 

http://www.gegenargumente.de/

 

 

Unser Lesetipp für die Diskussionsrunde:

 

„Der Kampf der Linken gegen Rechts – heute: Die Betreuung der sozialen Unzufriedenheit nicht der AfD überlassen!“ (GS 4-16)

 

Dass der Linkspartei bei den Landtagswahlen im Osten viele ‚ihrer‘ linken Wähler zu den Rechten übergelaufen sind, hat ihr zu denken

gegeben: Stehen ihre Werte und Ziele nicht für das gerade Gegenteil von Nationalismus und rechter Ausländerhetze; für internationale Solidarität mit Armen und Schwachen, Weltoffenheit und Aufklärung?

Seitdem erklärt sich die Partei, wie es zu dem radikalen Umschlag politischer Orientierungen hat kommen können und wie sie diese, immer noch ‚ihre‘ Wähler wieder einfangen kann. Ihre ebenso verständnisvollen wie verständnislosen Erklärungen, wie soziale Beschwernisse und radikales nationalistisches Beschwerdewesen zusammenhängen, geben allerdings einige Auskunft darüber, warum für Wähler der Linkspartei die rechte Opposition ein Angebot sein kann.

 

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/kampf-linken-gegen-rechts

One Response »

  1. Neue Ankündigung:

    Wagenknecht und andere Initiatoren einer ’neuen Sammlungsbewegung‘ machen ein Angebot, „die Straße und das Internet von den Rechten zurück zu erobern“ und Einfluss zu nehmen“:

    Dafür bieten sie ein, nämlich letztlich ein einziges Argument:

    Die politischen und überhaupt die Zustände sind ungerecht, unfair, unmenschlich – in Deutschland und überall.

    – Gäbe es da nicht mehr und anderes zu sagen, als dass das alles nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, wie es sich gehört?

    – Soll man sich ausgerechnet einleuchten und davon zum Aufstehen animieren lassen, dass von „Gerechtigkeit“ bis „Frieden“ mal wieder das ganze Eiapopeia vom Himmel der Werte aufgesagt wird, die alle Welt sowieso und immerzu im Munde führt?

    – Von so etwas wie herrschenden Interessen, die die Verhältnisse so unaushaltbar machen keine Spur – sondern alles bloß Versagen, Verstoß der Politik, die das Schlechte statt des Guten tut?

    Dafür bieten sie einen Weg der Besserung:

    Eine öffentliche Internet-Diskussion aller von der Politik Enttäuschten, in der jeder frei anmelden darf und soll, was ihm politisch auf der Seele liegt und was er sich an besserer Politik vorstellt.

    – Ein loses aber möglichst großes Sammelsurium aller Beschwerden und Verbesserungswünsche, die echt transparent und voll gleichberechtigt gesagt, gesammelt und geteilt werden – ist es das, was fehlt?

    – Ist man sich mit anderen und überhaupt der Mehrheit schon einig – und fehlt es bloß an der passenden Software, alle davon in Kenntnis zu setzen, die das wollen?

    Dafür bieten sie eine Hoffnung:

    Wenn man nur massenhaft öffentlich anmeldet, was einem alles nicht passt, dass man die Welt ungerecht, unsozial findet, und man sich die Verhältnisse gerechter, die Politik menschlicher wünscht, wenn man sich auf alle offiziellen Ideale guter Politik beruft und außerdem noch den Schwindel verbreitet, die hätten in guten alten Zeiten wirklich gegolten – dann soll die Politik daran nicht mehr vorbeikommen.

    – Weil der Politik diese immergleichen Beschwerden bisher nicht bekannt sind?

    – Und wo hat man die Idee eigentlich her, dass die vielen braven Leute bisher nicht aufstehen, weil sie „vereinzelt“ auf die Lüge von der „Alternativlosigkeit“ hereingefallen sind?

    – Ist nicht tagtäglich die Internet- und die sonstige Öffentlichkeit voll mit Klagen, Beschwerden und dringlichen Anträgen an die politisch Verantwortlichen?

    – Oder will man wirklich bloß den Rechten das öffentliche Beschwerdewesen nicht überlassen und sich den Glauben nicht nehmen lassen, dass „eine bessere Politik möglich“ ist?

    http://www.gegenargumente.de/

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