Kritik der politischen Ökonomie
Von webmaster • Juli 5th, 2026 • Kategorie: ArtikelEine Empfehlung für diejenigen, die sich ernsthaft mit der „Kritik der politischen Ökonomie“ befassen wollen:
Protokolle eines „Lesekreises politische Ökonomie“ an der Uni München zu Karl Marx: Das Kapital. Band I, II und III. Einzeln und auch gebündelt, als PDF und RTF.
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Zum systematischen Ort des „Kapitals“ innerhalb des von Marx projektierten Gesamtwerks der „Kritik der politischen Ökonomie“:
„Einleitung: Das System der freien Konkurrenz und sein Inhalt“ (GS 3-17)
Dass in dieser Welt „Konkurrenz herrscht“, dass sie als Prinzip zwischenmenschlichen Verkehrs allgegenwärtig ist und als ebenso gebieterisches wie anonymes Gesetz das Verhalten moderner Individuen prägt, ist bekannt.
Erstaunlich der Weitblick von Karl Marx, der nicht nur behauptet hat, dass „die Konkurrenz nichts erklärt“. Dem auch aufgefallen ist, dass nicht „das Individuum“ freigesetzt ist in der Konkurrenz, der Schule für selbstbewusste Charaktermasken vorgegebener Verhältnisse.
Der gemeint hat, in den Sachen, um die, den Mitteln, mit denen, den Erfolgskriterien, nach denen in der modernen „Erwerbsgesellschaft“ konkurriert wird, die „innere Natur des Kapitals“ vor sich zu haben, „realisiert als Wechselwirkung der vielen Kapitalien aufeinander“, und für den klar war, dass „die Konkurrenz der Arbeiter unter sich nur eine andere Form der Konkurrenz der Kapitalien“ ist.
Am Ende von Marx’ Ableitung des Kapitals und seiner Kreisläufe bleibt also der Befund, dass die Zwecke, die die verschiedenen ökonomischen Charaktere dieser Produktionsweise selbstbewusst verfolgen, nicht die Gründe sind, aus denen sie so handeln, wie sie das tun, und dass ihre Beweggründe nicht die Zwecke bestimmen, denen sie tatsächlich zuarbeiten – ein Widerspruch, der wenigen zum Vorteil gereicht, bei den vielen den eigenen Nutzen zunichtemacht.
Die wissenschaftliche Erklärung der Revenuequellen, von denen sich die Menschen ihre elementaren materiellen Interessen vorgeben lassen, verlangt daher eine Fortsetzung: die Durchführung der Kritik an den herrschenden Interessen und den dazu gehörigen falschen Vorstellungen; die Rückführung des falschen Selbstbewusstseins der nützlichen Opfer des Kapitals auf den wirklichen Inhalt ihrer ökonomischen Abhängigkeit, der in ihren Bemühungen um Gelderwerb, ihrem Mitwirken in der Konkurrenz und den paar Varianten, sich selbst und die Welt zu verstehen, enthalten und zugleich geleugnet ist.
https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/system-freien-konkurrenz-sein-inhalt
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„Die Konkurrenz der Kapitalisten“
„Die Konkurrenz ist überhaupt die Weise, worin das Kapital seine Produktionsweise durchsetzt.“ (Karl Marx)
Im Anschluss an die Ableitung des Kapitals, des bürgerlichen Staates, des modernen Imperialismus sowie der Errungenschaften des Finanzgewerbes und des Weltmarkts geht es darum, systematisch darzulegen, welche Notwendigkeiten die Akteure einer Welt ins Werk setzen, in der „Konkurrenz herrscht“, und gemäß welcher eigenen Logik sie das tun.
Das beginnt mit der Tätigkeit der Kapitalisten, der Sachwalter jener Interessen, die die moderne Ökonomie regieren, inzwischen im Weltmaßstab. Es wird erklärt, wie die Zeitgenossen, die – als Eigentümer oder als Manager – über Kapital als Quelle ihres Einkommens verfügen, in der Verfolgung ihres Erwerbsinteresses Punkt für Punkt die Sachzwänge produzieren, die ihrem ökonomischen Mittel eigen sind; wie die öffentliche Gewalt ihnen dabei als Aufsichtsinstanz und Vollstreckungsorgan zur Seite steht; wie sie darüber zu Charaktermasken ihres eigenen Regimes über Arbeit, Natur und geschaffenen Reichtum auf dem Globus und als solche zur herrschenden gesellschaftlichen Klasse werden.
Die Ableitung der die Welt beherrschenden Produktionsweise aus dem Beruf eigennütziger kapitalistischer Bereicherung ist unterteilt in 5 Kapitel à 6 Paragraphen.
Sie wurden nach und nach in der politischen Vierteljahreszeitschrift GegenStandpunkt veröffentlicht; für das Jahr 2027 ist eine Veröffentlichung des überarbeiteten Gesamttextes in Buchform geplant.
https://de.gegenstandpunkt.com/archiv/dossiers/konkurrenz-kapitalisten

Eine weitere Quelle von Texten und Vortrags-Aufzeichnungen zum Thema „Kritik der politischen Ökonomie“ ist natürlich die entsprechende Seite auf „Wissen und Kritik“:
„Karl Marx“
– Das Kapital
– Lohnarbeit
– Zum Wert und seinem Begriff
– Arbeit und Kapital
– Das Finanzkapital
https://wissenundkritik.de/karl-marx/
Weitere Empfehlungen
1. Verzeichnis einiger Archive als Quellen einer „Marxistischen Mediathek“ in progress:
https://www.contradictio.de/blog/archives/11007
2. Eine Erläuterung dessen, was Kritik der politischen Ökonomie bedeutet und was sie zu leisten hat:
Peter Decker: „Marxismus – Anpassungslehre oder Kritik?“ (1990, Ost-Berlin) (Remaster)
https://www.youtube.com/watch?v=-_72byP2cPw
Eine Abschrift des Vortrags gibt es auf der Download-Seite von Neoprene:
Zu Stalinismus und Trotzkismus
https://neoprene.noblogs.org/downloads/