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[online] Bremen | 25.10.2018 | US-Sanktionen gegen Iran und alle anderen: Der neue Dollarimperialismus nutzt und verdrängt den alten

Von • Okt 29th, 2018 • Kategorie: Veranstaltungen
25. Oktober 2018
19:00

Zeit: Donnerstag | 25. Oktober 2018 | 19:00 Uhr
Ort: Bürgerhaus Weserterrassen | Osterdeich 70b | Bremen

Veranstalter: Argumente & Diskussion

 

US-Sanktionen gegen Iran und alle anderen: Der neue Dollarimperialismus nutzt und verdrängt den alten

 

Die US-Führung kündigt den Atomdeal mit Iran. Der Grund für ihr Ärgernis liegt weniger im Atomprogramm Irans als in dessen berechnendem Verzicht darauf. Denn die dafür vertraglich zugesicherte Konzession bedingten Lebenlassens des iranischen Regimes und der widerruflichen Neuzulassung des Landes zum Weltmarkt erklärt die neue US-Regierung im nachhinein zum Kniefall vor einem Feindstaat und vor den anderen Beteiligten – Rivalen und Verbündete schließt das gleichermaßen ein.

Damit wird eine Kündigung viel prinzipiellerer Art vorangetrieben:

die der alten, im europäischen Rückblick beschönigend „regelbasiert“ genannten Weltordnung. Diese neue Linie Amerikas fängt sich den Vorwurf ein, egoistischer Nationalismus, gar „Trumps Dollarimperialismus“ zu sein. Das ist ungerecht. Denn dass Trump die Welt mit der Vertragskündigung, den Sanktionen und weitergehenden Sanktionsdrohungen konfrontieren kann, ohne dass die betroffenen Mächte sich eine relevante Gegenwehr trauen, zeugt davon, dass Amerika schlicht die überlegene Macht dazu hat – aus der bisher geltenden Weltordnung, woher sonst. Auch die war also eine Art von US-Imperialismus, der alle Nationen mit Druck, Angeboten und unter allerlei „Regeln“ auf die globale Dollarökonomie als ihr alternativloses Lebens-, Macht-, Konkurrenz- und Aufstiegsmittel verpflichtet hat. Das hat dem Dollar die Macht verschafft, die Trump nun rücksichtslos als Waffe für das Recht amerikanischer Überlegenheit gebraucht.

Dass Parteigänger des Aufstiegs Europas innerhalb der US-Weltordnung der atlantischen Vormacht nun „Imperialismus“ vorwerfen, liegt daran, dass dieser US-Imperialismus neuen Typs Europa auf einen Rang zwischen Irrelevanz und Störung degradiert.

Um diese Behauptungen soll es auf der Veranstaltung gehen.

https://www.argudiss.de/content/us-sanktionen-gegen-iran-alle-anderen-neue-dollarimperialismus-nutzt-verdraengt-den-alten

 

Update:

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und kann von den Seiten von ArguDiss heruntergeladen werden:

https://www.argudiss.de/us-sanktionen-gegen-iran-alle-anderen-neue-dollarimperialismus-nutzt-verdraengt-den-alten

2 Responses »

  1. Diese Vortrag ist online gestellt worden:

    https://www.argudiss.de/us-sanktionen-gegen-iran-alle-anderen-neue-dollarimperialismus-nutzt-verdraengt-den-alten

    Download der Gesamtaufzeichnung:

    https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/gesamtaufnahmen%28mp3%29/dollarimperialismus_hb_1018_ges.mp3

  2. Zeit: Donnerstag | 29. November 2018 | 19:00 Uhr
    Ort: Bürgerhaus Weserterrassen | Osterdeich 70b | Bremen
    Veranstalter: Argumente und Diskussion

    „Chemnitz, Köthen und kein Ende … Die Fehler des rechten Denkens und die verkehrte Kritik daran“

    „Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“
    Und überhaupt: „Fremde kriegen alles, wir kriegen nichts!“
    Dabei muss doch klar sein: „Deutschland den Deutschen!“

    So reden die einen.

    „Toleranz statt Ausgrenzung!“
    Und „Bunt statt braun!“
    Auf jeden Fall „Herz statt Hetze!“

    So reden die anderen.

    Was taugen diese Parolen? Stimmen die mit ihnen vorgetragenen Argumente? Wir möchten dieser Frage in einer Diskussion mit allen Interessierten nachgehen, gleichgültig, welchem der beiden Lager sie sich zuordnen oder ob sie noch ganz andere, eigene Positionen vertreten wollen.

    https://www.argudiss.de/content/chemnitz-koethen-kein-ende-fehler-des-rechten-denkens-verkehrte-kritik-daran-1

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