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Aus aktuellem Anlass: Wohnungsnot und Mietpreisexplosion

Von • Sep 13th, 2018 • Kategorie: Allgemein

Aus aktuellem Anlass: Wohnungsnot und Mietpreisexplosion

 

Andrea Nahles hat das Wohnen kürzlich zur sozialen Frage des 21. Jahrhunderts erklärt. Scheinbar ist so etwas Basales wie ein Dach über dem Kopf auch nach mehreren Jahrzehnten Sozialer Marktwirtschaft im „reichen Westen“ keine Selbstverständlichkeit, wenn immer mehr Innenstädte für Normalverdiener unbezahlbar werden. Die Abhilfe, die die SPD jetzt verspricht, soll durch Beschränkungen der Mietsteigerungen geschehen. Auch die sozialen Kämpfer gegen die Wohnungsnot wollen nicht dran rütteln, dass die Wohnungseigentümer beständig mehr Geld für ihre „Dienste“ verlangen – nur so extrem wie in den letzten Jahren soll es nicht mehr geschehen. Wie das denen helfen soll, die sich ihre Behausung jetzt schon nicht mehr leisten können, verrät die Ministerin nicht.

Die Antwort von Vermieterverbänden, CDU und FDP folgt prompt: Eine Deckelung der Mieten verschärft die Wohnungsnot nur, da Bauherren und Vermieter erst recht keinen Wohnraum zur Verfügung stellen, wenn sie sich nicht mit fetten Mieten schadlos halten können. Als Antwort auf die neue soziale Frage muss also noch mehr Freiheit fürs Bau- und Immobilienkapital her, anders als als rentables Geschäft existiert nun mal kein Wohnraum in diesem Land!

Warum sie damit eine brutale Wahrheit über diese Wirtschaftsordnung aussprechen und warum das menschliche Grundbedürfnis nach einer Wohnung im Kapitalismus so prekär bedient wird, verrät dieser Artikel aus dem Gegenstandpunkt:

 

Wohnungsnot und Mietpreisexplosion: Das Grundeigentum und der Wohnungsmarkt (GS 2-14)

 

In deutschen Großstädten ist eine neue Wohnungsnot ausgebrochen.

Dass die elementare Lebensbedingung für die arbeitende Bevölkerungsmehrheit ein Luxus ist, den sie sich kaum leisten kann, wird hochoffiziell als „soziales Problem“ anerkannt. Politiker versprechen unentwegt, sich dafür einzusetzen, dass „das Wohnen bezahlbar bleibt“ – was schon alles sagt: Nach 150 Jahren kapitalistischen Wachstums ist es das für viele eben nicht.

Die Betroffenen bekommen auf diese Weise zu spüren, dass die Wohnung, von der manche fordern, sie dürfe keine Ware sein, tatsächlich keine gewöhnliche Ware ist. Der Artikel behandelt die kapitalistische Reichtumsquelle Grundeigentum, die Konkurrenz mit und um die Nutzung von Grund und Boden, die unausweichlichen ‚sozialen Folgen‘ für den Wohnbedarf der Bevölkerung, den Umgang des Staates mit der Wohnungsfrage und die Proteste gegen ‚Mietwucher‘ und ‚Gentrifizierung‘.

 

I. Vermieten und Verpachten – Womit Grundeigentümer Einkommen erzielen

II. Der Bodenpreis – der spekulative Wert des Grundeigentums

III. Pacht und Miete haben die Bodenpreise zu rechtfertigen: Die Subsumtion des kapitalistischen Gebrauchs unter die Qualität des Bodens als fiktives Kapital

IV. Der Staat anerkennt, organisiert und beschränkt das Grundeigentum: Raumordnung und Flächennutzungsplan

V. Das Geschäft mit dem Wohnen: eine soziale Konfrontation

VI. Der Staat bewirtschaftet den Wohnungsmarkt: Die Armut und das Geschäft, das sie beansprucht, müssen koexistieren können

VII. Mieterprotest

 

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/grundeigentum-wohnungsmarkt

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