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Bochum | 06.06.18 | Kritik der Sozialen Arbeit – Hilfe für die Ausgegrenzten oder Kontrolle der Sozialfälle?

Von • Mai 26th, 2018 • Kategorie: Veranstaltungen
6. Juni 2018
19:00

Zeit: Mittwoch | 06.06.2018 | 19 Uhr
Ort: Kulturzentrum Bahnhof Langendreer (Raum 6) | Wallbaumweg 108 | 44894 Bochum

Veranstalter: Gruppe K

 

Kritik der Sozialen Arbeit – Hilfe für die Ausgegrenzten oder Kontrolle der Sozialfälle?

 

Sozial motiviert sind irgendwie alle, die ein Studium der Sozialen Arbeit beginnen. Sie wollen mit Menschen arbeiten und ihnen in Notlagen helfen – und das nicht ehrenamtlich in ihrer Freizeit, sondern in einem anerkannten Beruf.

Das Tätigkeitsfeld ist ein breites Spektrum prekärer Existenzen, das von verwahrlosten Jugendlichen, arbeitslosen Erwachsenen, verarmten Rentnern, nicht integrierten Ausländern und Flüchtlingen bis zu Behinderten, Missbrauchsopfern, Drogenabhängigen, Straffälligen, – oder die, die es noch werden können, reicht. Jedem einzelnen von ihnen will die Soziale Arbeit helfen, mit seinen Problemen zurechtzukommen.

Frage: Wie sieht die „Hilfe“ in der Sozialen Arbeit aus? Stimmt die Diagnose überhaupt, dass das große Problem von Millionen Sozialfällen darin liegt, dass sie ihr Leben nicht selbst bewältigen können? Und was ist überhaupt vom Ideal der Hilfe zur Selbsthilfe zu halten?

Unsere Behauptung: Soziale Arbeit hilft Menschen nicht aus Armut und Not herauszukommen. Soziale Arbeit betreut Menschen in Armut und Not!

Die Behauptung wollen wir an verschiedenen Handlungsfeldern beweisen.

Kritische Sozialarbeiter haben, trotz neu entwickelten Ansätzen und Methoden, eine dauerhafte Kritik an der Praxis. Zu unterfinanziert, zu geringer Personalschlüssel, zu viel Bürokratie und nicht selten wird aus einem Idealisten der Sozialen Arbeit ein Zyniker…

Frage: Warum ist im Sozialbereich notorisch „zu wenig Geld“ da und warum sind alle Einrichtungen personell unterbesetzt?

 

 

https://www.facebook.com/events/2086921264885580/

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  1. Mittwoch, 4. Juli um 19.00h im Bahnhof Langendreer, Raum 6

    Kein Hoch auf „uns“!
    Eine Kritik an Nation, Nationalismus und Patriotismus

    „Der Fußball bringt uns zusammen, wie kaum etwas anderes“. Genau das kann man in diesen Wochen der Fußball-WM sehen. Da kann man Flagge zeigen und gemeinsam Deutschland die Daumen drücken. Neben der Freude am Sport wird nämlich hauptsächlich etwas anderes gefeiert: Der Erfolg des eigenen Landes und das nationale Zusammengehörigkeitsgefühl drum herum.

    Ein „gesunder“ Patriotismus für das eigene Land gilt nicht nur in Zeiten der Weltmeisterschaft als etwas Selbstverständliches, sogar Natürliches. Für die Liebe zur Nation muss man nicht argumentieren. Schon die Frage nach Gründen, warum die Leute eigentlich stolz auf ihr Heimatland sind, wirkt seltsam. Diese Selbstverständlichkeit wollen wir hinterfragen und uns Klarheit darüber verschaffen, was das eigentlich ist – die Nation und das zu ihr gehörende nationale Gefühl.

    Dazu wollen wir folgende Thesen zur Diskussion stellen:

    1. Deutschland ist eine Klassengesellschaft, die auf Gegensätzen zwischen ihren Mitgliedern und zwischen Herrschaft und Volk beruht. Das vielbeschworene „Wir“ ist in Wahrheit ein ständiges Gegeneinander. Das Feiern der Nation als ideelle Gemeinschaft verklärt diese Gesellschaft zu einem großen Ganzen.

    2. Nation ist die Verklärung eines Zwangszusammenhanges. Die Menschen sind per Gewalt einer Herrschaft unterworfen, die sie zu ihren Staatsbürgern erklärt und für ihre Zwecke einspannt.

    3. Die klassischen Begründungen für die nationale Gemeinschaft sind unhaltbar: Ihre Herleitung aus Sprache, Kultur, Geschichte, Religion oder Abstammung sind konstruiert. So populär diese Vorstellungen sind – von ihnen hängt nichts ab, weder die Existenz der Nation noch das nationale Gefühl ihrer Mitglieder.

    4. Die Liebe zur Nation hat ihren Ursprung in dieser Gesellschaft selbst. Die Menschen wollen den Erfolg ihres Landes, weil sie auf Gedeih und Verderb von diesem abhängig sind.

    5. Nation braucht Identifikation, die mit Nationalfahnen, Hymnen, Feiertagen und nationalen Sportereignissen gepflegt wird.

    6. Zwischen gutem Patriotismus und bösem Nationalismus kann man nicht trennen.

    Über diese Thesen möchten wir mit euch diskutieren.

    http://gruppe-k.org/

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