contradictio.de

Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

Leipzig | 17.05.18 | Das geplatzte Iran-Abkommen & Europa

Von • Mai 15th, 2018 • Kategorie: Veranstaltungen
17. Mai 2018
19:00

Zeit: Donnerstag | 17. Mai 2018 | 19:00 Uhr
Ort: Universität Leipzig | SG 226 | Augustusplatz 10 | 04109 Leipzig

Veranstalter: AG Politische Diskussion

 

Das geplatzte Iran-Abkommen & Europa

 

Geplatztes Iran-Abkommen:

„Wenn jeder nur das macht, worauf er Lust hat, ist das eine schlechte Nachricht“ (Merkel: Anführerin eines beleidigten Weltmachtprojekts)

– Wer ist das größte selbsternannte Opfer der USA-Iran-Sanktionen? Europa!

– Wer hält es nicht mehr aus, wenn die USA jetzt „machen was sie wollen“? Europa!

– Wer muss angesichts dieser Lage schon wieder sein „Schicksal in die eigenen Hände“ nehmen? Europa!

 

Was will Europa?

 

https://www.facebook.com/events/1934530913285526/

6 Responses »

  1. Anmerkungen zur Kündigung des Atomabkommens mit Iran durch D. Trump

    Der Inhalt des Atomdeals (…)

    Politischer Gehalt und imperialistischer Zweck des Atomdeals (…)

    Trumps Kritik am Atomdeal und ihr objektiver Gehalt (…)

    Die neue Lage nach Ankündigung der Kündigung … (…)

    … und nach deren Vollzug (…)

    [… und die Quintessenz des Artikels am Schluss:]

    Viel Ehre für die Mullahs: Am Ärgernis nicht ihres Atomprogramms, sondern ihres berechnenden Verzichts darauf treibt die neue US-Präsidentschaft die Kündigung der alten, im verklärenden Rückblick „regelbasiert“ genannten Art von US-Imperialismus und ihre Ersetzung durch das Recht der universellen bilateralen Überlegenheit Amerikas ein gutes Stück voran; sie zerstört den imperialistischen Widerspruch namens „der Westen“ und degradiert Europa auf einen Rang zwischen Irrelevanz und Störung.

    Vorabdruck aus dem demnächst erscheinenden neuen Gegenstandpunkt 2/2018
    https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/kuendigung-atomabkommens-iran

  2. Protokoll zut Jour fixe vom 04.06.2018

    Kündigung des Atomabkommens mit Iran durch Trump (GS 2-18)

    Man muss sich klar machen, was dieser vor zwei Jahren abgeschlossene Vertrag für ein Abkommen ist. Es ist schon eigentümlich, dass ein Staat über Mittel seiner Souveränität verhandelt. (…)

    Bevor man in den Artikel einsteigt, sollte man sich klar machen, wie eigentlich in der Öffentlichkeit über den Vertrag geredet wird. Da ist die Stellungnahme der Presse ziemlich ähnlich dem, wie auch deutsche Politiker darüber reden. Der Vertrag habe die Welt doch ein bisschen sicherer gemacht, insofern eine Macht, die Atomwaffen anstrebte, daran gehindert wird, das zu machen…

    https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf180604-kuendigungatomabkommeniran.pdf

  3. B e z u g :
    http://www.contradictio.de/blog/archives/7636

    Was wollen uns denn nun die ‚Jürgens‘ und ‚someone‘
    bedeutungsschwer sagen? Bringst doch mal auf den
    Punkt, statt sich in plakativen Andeutungen zu verlieren:
    die beiden imperialistischen Gegenparts USA-EU ver-
    folgen den g l e i c h e n Zweck der endgültigen Er-
    ledigung der Betätigung jedes souveränen Eigen-
    interesses des iranischen Staates, was sich nicht umstands-
    los deckt mit den weltpol. Direktiven der imperialistischen
    ‚Gemeinde‘ – natürlich als Konkurrenzprojekt, wo sie
    sich unterscheiden hinsichtlich der M e t h o d e n
    des restlosen Fertigmachens des Staates der Mullahs:
    Die EU will noch das Moment von Einbindung, setzt
    daher auf den bestehenden Entwaffnungsvertrag mit
    dem Iran- und geht längst darüber hinaus: nämlich
    unter Erpressung mit dessen polit-ökonomischen
    Nöten, die den Mullahs über mehrere Jahrzehnte Sanktionen
    beigebracht wurden, diese doch tatsächlich als frei-
    willige Selbstverpflichtung noch den Rest von souveräner
    Staatsmacherei (siehe Verfügung über Raketenprogramm,
    siehe regionaler Einfluss v.a. in Nahost) abspenstig zu
    machen – wo die Euros es sich so zusammenkalkuliert
    haben, angesichts dessen, dass man ihn in Atomfrage
    halbwegs im Griff habe, darauf aufsetzend vertraglich
    eben, schon eher polit-idealistisch gestrickt, diesem Staat
    das aufzudrücken, was normalerweise nur per K r i e g
    zu haben ist.
    Die Amis trauen diesem Quertreiber in deren ‚gesitteten‘
    Weltarena durchweg nicht übern Weg, ungeachtet dessen,
    was sich der Iran bis zur Selbstverleugnung als Staats-
    wesen mit eigenen politischen Berechnungen in mit der
    imperialistischen Welt sich abtrotzen lässt: sie haben mit der
    Kündigung klargestellt, dass nur die umstandslose An-
    feindung dieses Staatswesens, das wirtschaftliche
    Abschnüren von nationalen Überlebensmitteln einer
    Staatsgewalt bis hin zur Unterwerfung mittels der
    überlegenen ultimativen Mittel der Ami-Supermacht
    dem ‚Problemfall‘ Iran einer zuverlässigen Entscheidung
    zuführt.
    Dabei legen sie es gezielt darauf an, den europ. Im-
    perialisten einen Strich durch ihre Rechnung der Zu-
    ordnung des Irans, Einordnung desselben in und für ihren
    weltpolitischen wie –wirtschaftlichen Zuständigkeitsbereich
    zu machen. Ohne Spekulationen anheim zufallen: im dem
    Grad, wie es dem Trump gelingt, seine unverhohlenen, direkt
    zerstörerischen Absichten gegen die Nation der Mullahs
    in die Tat umzusetzen, sieht sich diese, wie auch schon
    von denen angedeutet, zum Rückgriff auf die ultimative
    Waffe als letzter Souveränitätsbeweis ‚provoziert‘, womit
    eben die Geschäftsgrundlage der EUler im Verhältnis
    zum Iran ruiniert ist: die wollten ja gerade die erreichte
    Entwaffnung des letzteren gerade als die Ernte einfahren,
    per weitergehendem Vertragsschluss den Iran eben
    darüber hinaus ihrer politischen Knebelung zu unterziehen.
    Wenn aber Teheran in für ihn unabweisbarer nationaler
    Not wegen des Brachialos Trump meint, seinerseits sich
    nicht mehr an alte Verträge halten zu können: wie
    stellen sich dann die Europäer dazu? Ihr Kalkulationen
    mit dem Iran von wegen friedlich-schiedlicher Eingemeindung
    desselben sind dahin – aber jetzt den Amis in den A…
    kriechen, von denen sie sich gerade konkurrenzlerisch
    absetzen wollen, kommt ja wohl genauso wenig in
    die Tüte. Von daher hat der Satz in den mehr plakativen
    Ausführungen der J. oder S. was an sich: ein Stück
    Degradierung imperialistischer Bedeutung vollführen
    die Trump-Amis damit. Zu diesem Schluss zu kommen,
    braucht es einiger Ausholungen – wie oben zumindest
    ansatzweise versucht.

    Nicht auf dem allerletzten und auch nicht allergründlichsten
    und nicht unbedingt gesicherten
    Stand – ‚Konkurrenz‘ zu denen, die es erkennbar besser
    können, liegt uns fern, aber die Gemütlichkeiten der imperia-
    listischen Welt treiben dazu, Stellung zu beziehen –
    aber das politische Beurteilungsvermögen so gut
    es eben geht, angestrengt, kann man einiges zum Iran
    nachlesen auf:

    http://tages-politik.de/Aussenpolitik/Iran_%2713%2715%2717.html
    l

  4. Warum sind eigentlich sog. Intellektuelle meist derart umständlich und verfassen ewig lange Texte, die vor allem heutzutage sowieso kaum noch jemand liest?
    Und laufen ständig den Bürgerlichen hinterher, als könnten sie ohne diese gar nicht leben?

    Anstatt zumindest ein wenig in die Zukunft zu blicken.
    (Was besonders für Marxisten, die immerhin behaupten, die kapitalistische bzw. imperialistische Welt weitgehend verstanden bzw. begriffen zu haben, eigentlich nicht sonderlich schwer sein sollte.)

    Zumal sich die ganzen Ausführungen demnächst sowieso weitgehend von selbst erübrigen.
    Während die USA bereits längst eine erneute „Koalition der Willigen“ vorbereiten (vor allem mit Israel und Saudi-Arabien), um den Iran anzugreifen.
    Wobei Russland und China kürzlich bei einem Treffen zwischen Putin und Xi Ping bereits erklärt haben, daß sie einen weiteren Angriffskrieg der USA ohne ein UN-Mandat nicht mehr zulassen wollen.
    Was sehr nach 3.Weltkrieg klingt.

    Grüße
    Michael Hübner

  5. Michael,

    Dein PS (was im übrigen widersprüchlich ist) streiche ich Dir. Wenn Du Dich zur Sache äußern möchtest, dann bist Du dazu eingeladen. Wenn Du hier nur rumtrollen willst, dann verzieh‘ Dich.

    Grüße
    Frank

  6. Hallo webmaster bzw. Frank,
    dann verabschiede ich mich lieber.

    […]
    Grüße
    Michael Hübner

Leave a Reply