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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

Fundsachen: wie weiter?

Von • Nov 27th, 2017 • Kategorie: Allgemein

Kollektive Austrittserklärung von 80 Genossen aus der DKP

Warum wir uns entschieden haben, aus der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) und der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) auszutreten. (…)

 

http://wieweiter.net/

 

http://wieweiter.net/wp-content/uploads/2017/11/pdf.pdf

 

 

Wozu diese Website?

Diese Website wieweiter.net kann und soll nur eine zeitweise, vorübergehende Aufgabe erfüllen:

Erstens dient sie dazu, unsere Austrittserklärung zu dokumentieren.

Unter dieser Rubrik werden wir auch unseren eigenen Werdegang etwas vorstellen – soweit das der hiesigen Sache dienlich ist.

Zweitens werden wir uns hier mit dem Leitantrag des Parteivorstandes der DKP auseinandersetzen und konstruktiv die inhaltliche Debatte in der Partei begleiten und kommentieren.

Drittens sollen hier Informationen über die nächsten Schritte, die wir für sinnvoll erachten, verbreitet werden.

Viertens und schluss: werden wir hier Artikel von uns und anderen Genossinnen und Genossen veröffentlichen, die bisher auf news.dkp nicht veröffentlicht werden konnten bzw. nicht veröffentlicht wurden, aber auch andere, die wir im Zusammenhang mit den hier gestellten Fragen hilfreich finden.

 

http://wieweiter.net/wozu-diese-website/

12 Responses »

  1. Entgegnung auf eine Austrittserklärung(1)

    Wie unsinnig die Austrittserklärung der 80 Genossen aus der DKP ist, springt besonders in der Schlusspassage des Dokuments ins Auge. Dort nämlich versichern die ausgetretenen Genossen, dass sie zur DKP und zur SDAJ „ein solidarisches Verhältnis pflegen möchten“, weil sie diese Organisationen „keinesfalls als politische Gegner“ verstünden.(2) Ausgehend von dieser Erkenntnis, könnten die Ausgetretenen aufhören, über die „fatale reformistische Strategie“ der DKP in Gestalt des „antimonopolistischen Kampfes“ sich zu empören. Stattdessen sollten sie innerhalb der DKP sich dafür engagieren, was sie in ihrer Austrittserklärung als derzeit wichtigste Aufgabe der Kommunisten bezeichnen: die Konstituierung der hiesigen Arbeiterklasse zur revolutionären Klasse, und zwar nicht mittels bizarrer Debattierzirkel, sondern mittels kommunistischer Agitation und Propaganda in Betrieben und Gewerkschaften. Dass die Aufklärung über „Sozialpartnerschaft“ und „Standortlogik“ als Irrwege der Arbeiterbewegung mit der existierenden KP bewerkstelligt werden kann, erkennt man beispielsweise, wenn man den jW-Artikel des Parteivorsitzenden vom 13. Januar dieses Jahres studiert.(3) Patrik Köbele legt in diesem Artikel dar, dass die DKP – im Gegensatz zur Linkspartei – in nicht-revolutionären Zeiten keine Regierungsbeteiligung anstrebe, weil der bürgerliche Staatsapparat als „ideeller Gesamtkapitalist“ fungiere, indem er die Rahmenbedingungen für die kapitalistische Produktionweise sichert, sodass die Lohnabhängigen bei der Produktion von Waren als variables Kapital effizient vernutzt werden können, um die unternehmerischen Profite zu maximieren.

    (1) Den Text vom 24. 11. 2017 findet man, wenn man den Link weiter oben aktiviert.
    (2) Dagegen gab es für die Abspaltung der maoistischen KPD-ML von der KPD einen handfesten – wenngleich falschen – Grund. Die Genossen um Ernst Aust glaubten kontrafaktisch, dass in der Sowjetunion, in der DDR und andernorts eine „neue Bourgeoisie“ entstanden sei, die dort den Kapitalismus restauriere. Zur korrekten Kritik des Realsozialismus als „sozialistische Warenproduktion“ gibt es Artikel und Leserbriefe in der UZ vom 8. 9., 15. 9. und 29. 9. 2017.
    (3) Patrik Köbele: Die Geschäfte der anderen, junge Welt vom 13. 1. 2017

  2. Zum Kommentar von „wiesengrund“:
    Alles gut und schön.
    Doch wann war die „Arbeiterklasse“ jemals eine „revolutionäre Klasse“?

    Letztlich waren das stets kleinbürgerliche Bewegungen (siehe z.B. die damaligen führenden „Bolschewiki“ und auch die meisten heutigen restlichen „Linken“ bzw. deren soziale bzw. wirtschaftliche Herkunft), die gelegentlich einen Drang zu einer umstürzlerischen Veränderung hatten.
    Denen sich allerdings auch einige ArbeiterInnen anschlossen, die aber kaum etwas zu melden hatten.
    (Bekanntlich haben auch die „Realsozialisten“ die „Arbeiterklasse“ nicht abgeschafft, sondern sogar noch verherrlicht bis hin zu den „Helden der Arbeit“.)

    Und entsprechend kleinbürgerlich waren auch deren Sozialismus-Vorstellungen.
    Abgeschafft wurden zwar die Kapitalisten bzw. Reichen und Vermögenden, aber nicht der Kapitalismus als solcher.
    Deshalb gab es bei denen auch weiterhin (staatliches) Kapital und Lohnarbeit, Banken und Geld, Waren und Tauschwert usw., wenn auch zwangsläufig in etwas modifizierter Form.
    (Kurzum mit Ausnahme der Börsen alles, was es im kapitalistischen Original auch gibt.)

    So jedenfalls wird das mit einem Sozialismus bzw. gar Kommunismus nichts mehr.
    (Weder bei der DKP noch bei deren Abspaltungen, die sich nicht wesentlich voneinander unterscheiden und sich allenfalls wechselseitig für die Mißerfolge verantwortlich machen.)

    Grüße
    Michael Hübner

  3. Noch ergänzend:
    Ohne eine grundsätzliche und natürlich möglichst richtige (d.h. zutreffende bzw. der Wirklichkeit entsprechende) Kritik am früheren „Marxismus-Leninismus“ ist nichts mehr zu machen.
    Diese gab es bislang weder in der DKP noch den meisten anderen restlichen noch verbliebenen „Linken“.
    Und wer (wie zum Hohn) auch noch Marx auf die Geldscheine druckt (wie z.B. in der damaligen DDR), braucht sich nicht zu wundern, letztlich auf dem „Misthaufen der Geschichte“ zu landen.

    Grüße
    Michael Hübner

  4. Kritik der sozialistischen Warenproduktion

    Griesgrämige Kleinbürger wie Michael Hübner leiden zuweilen an Leseschwäche, sodass sie nicht wahrzunehmen vermögen, dass in der DKP-Zeitung namens UZ darüber gestritten wird, ob die sozialistische Warenproduktion in der DDR ein Imitat der kapitalistischen Marktwirtschaft gewesen ist. Darum sei ihnen empfohlen, die Fußnote (2) meiner „Entgegnung auf eine Austrittserklärung“ erneut zu lesen zu versuchen.

  5. Noch zur Vermeidung von Mißverständnissen:
    Was natürlich nicht heißt, daß KleinbürgerInnen aufgrund ihrer sozialen bzw. wirtschaftlichen Herkunft determiniert wären und nicht auch richtige Gedanken haben könnten.

    Allerdings stehen dem häufig (wie bei den meisten anderen Menschen) die eigenen wirtschaftlichen Interessen gegenüber, die oftmals das Gehirn „vernebeln“.

    Und auch wenn es im damaligen „Realsozialismus“ keine derart krassen Reichtumsunterschiede wie im kapitalistischen Original gegeben hat.
    Manche waren eben doch gleicher bzw. priviligierter als die anderen.
    (Was allerdings nicht der Grund für die Unzufriedenheit vor allem der führenden „Realsozialisten“ mit ihrem Wirtschaftssystem, das letztlich weder eine Markt- noch eine vernünftige Planwirtschaft, sondern eine Art „3.Weg“ war, das selbst dessen MacherInnen bis zuletzt ein weitgehendes Rätsel geblieben ist.)

    Grüße
    Michael Hübner

  6. Hallo „wiesengrund“,
    noch eine Erwiderung zu Deinem letzten Kommentar, der sich anscheinend mit meinem überschnitten hat.

    Das stimmt, was Du schreibst.
    Auch in der damaligen DDR gab es vereinzelt Stimmen, welche der „sozialistischen Warenproduktion“ (was ein Widerspruch in sich ist) kritisch gegenüberstanden.
    Allerdings blieben diese in der (kleinen) Minderheit und konnten sich mit ihren Ansichten nicht durchsetzen.

    Und auch in der DKP sehe ich bislang keine Anzeichen, daß die gelegentlichen Diskussionen etwas wesentliches an deren „Marxismus-Leninismus“ ändern würden.
    (Während Lenin klar ein Verfechter eines Staatskapitalismus war und dieses auch in einer Artikelserie nach der Machtergreifung in der russischen Zeitung „Iswestija“ nochmals ausdrücklich gegen Kritiker verteidigte.)

    Grüße
    Michael Hübner

    PS: M.E. war Lenin zwar ein geschickter „Machtpolitiker“, aber ein schlechter Ökonom.
    Deshalb würde ich diesen nicht in eine Reihe mit Karl Marx stellen, dessen wesentliche Leistung bekanntlich sein Lebenswerk „Das Kapital“ war und das Leute wie z.B. Lenin usw. entweder nicht gelesen bzw. nicht wirklich verstanden bzw. begriffen haben.
    Zumal schon deren damalige Kapitalismus- bzw. Imperialismus-Kritik mangelhaft und auch falsch war.

  7. Noch eine Ergänzung:
    Was allerdings Lenin und die Seinen nicht bedacht haben war, daß ein Staatskapitalismus (den sich diese anscheinend ursprünglich vorgestellt haben und z.B. in der damaligen „Deutschen Bahn“ ein Vorbild sahen) gar nicht geht.
    (Sowas funktioniert nur in einer Mischform aus privaten kapitalistischen und staatlichen Unternehmen, wie diese z.B. vor allem nach dem 2.Weltkrieg auch hierzulande üblich war.)

    Schließlich ist das nicht nur ein Eigentümerwechsel, sondern mit einer weitgehenden Verstaatlichung der Unternehmen entfällt auch die Konkurrenz und damit der Markt.
    Weshalb die ursprüngliche „realsozialistische“ Ökonomie bekanntlich erstmal zusammengebrochen ist, was wiederum zu Hungersnöten und auch vielen Toten führte.
    Erst danach wurde einigen klar, daß das ohne eine Planung nicht funktioniert – so eine Art „Learning by doing“, das es mit etwas Wissen wirklich nicht gebraucht hätte.

    Letztlich herausgekommen ist ein 3.Weg, der weder eine Marktwirtschaft noch eine vernünftige Planwirtschaft war und zu allerlei Unzufriedenheit führte.
    Bis diese zuletzt ihren eigenen „Laden“ aufgaben und sich wieder für das kapitalistische Original (anstatt einer mehr oder weniger blassen Kopie) entschieden haben.
    Zwar nicht alle, aber größeren Widerstand dagegen gab es nicht.

    Grüße
    Michael Hübner

    Noch am Rande:
    Die Forderung nach einer Verstaatlichung der Unternehmen (vor allem der Industrie) ist übrigens eine klassische sozialdemokratische Forderung und nicht sonderlich revolutionär.
    Zudem wurde davon auch bereits seit der 2007/8 offensichtlich und sich seitdem weiter verschärfenden Finanz- und Weltwirtschaftskrise wieder häufiger Gebrauch gemacht, siehe z.B. „Hypo Real Estate“, Commerzbank (Teil-Verstaatlichung) und einige andere.

  8. Noch abschließend:
    Und solange das nicht aufgearbeitet wurde und aus den früheren bzw. damaligen Fehlern gelernt wurde, wird es keine erneute sozialistische bzw. gar kommunistische Bewegung geben.
    (Zumindest keine, die diesen Namen verdient und letzlich wiederum zum Scheitern verurteilt wäre.)
    Letztlich war der Niedergang weniger der Stärke der bürgerlichen Gegner, sondern vielmehr den eigenen Fehlern geschuldet.
    Doch Selbstkritik ist anscheinend auch nicht gerade die Stärke der „Linken“.

    Grüße
    Michael Hübner

  9. Unser Selbstverständnis

    Das folgende Selbstverständnis teilen die Genossinnen und Genossen, die den Klärungsprozess organisieren und entscheidend prägen. Es dient als Voraussetzung, um mitentscheiden zu können. Es dient nicht als Voraussetzung zur Teilnahme an Diskussionen oder Veranstaltungen, die im Rahmen des Klärungsprozesses organisiert werden. Es umreißt die politischen Grundlagen, auf die wir uns geeinigt haben, und dient als Voraussetzung, um im Rahmen des Klärungsprozesses mitbestimmen zu können. (…)

    Die kommunistische Bewegung ist weltweit in einer tiefen Krise. Ursachen sind die Verbreitung revisionistischer Auffassungen und opportunistischer Konzepte in der Bewegung sowie der Sieg der Konterrevolution 1989/90, der nicht zuletzt auch ein Ergebnis des Revisionismus in der kommunistischen Bewegung ist. Die bestehenden Organisationen haben keine überzeugenden Antworten auf diese Krise zu bieten. Weitgehend versperren sie sich gegen eine kritische Infragestellung alter Konzepte und gegen eine daraus folgende revolutionäre Erneuerung. Versuche, diese Blockade zu durchbrechen, und sei es auch nur schrittweise und langfristig, müssen aus unserer Sicht heute als gescheitert betrachtet werden. Doch auch bisherige Versuche zur Schaffung einer neuen kommunistischen Partei in Deutschland sind gescheitert – auch deshalb, weil ihnen eine wissenschaftliche Analyse über die Ursachen der Krise der Bewegung fehlte und sie deshalb nicht konsequent mit Revisionismus und Opportunismus brechen konnten. Die Geschichte und Erfahrung dieser gescheiterten Versuche gilt es wissenschaftlich aufzuarbeiten. Des Weiteren besteht für uns u.A. dringender Klärungsbedarf in der aktuellen Imperialismusanalyse, in der Frage nach Klassenlage und Bewusstseinsstand, sowie der Frage nach der Rolle der Gewerkschaften und unserem Verhältnis zu ihnen. Diese und andere Problematiken sollen im Klärungsprozess zur Diskussion gestellt werden. Die Diskussion soll aber keinen rein theoretischen Charakter haben, sondern ist darauf ausgerichtet, auch die praktischen Voraussetzungen für den Aufbau der kommunistischen Partei zu schaffen.

    Der Klärungsprozess steht allen offen, die unsere Ziele teilen. Auch Genossinnen und Genossen, die weiterhin Mitglieder bestehender Organisationen sind, können sich an dem Prozess beteiligen. Doch unsere Offenheit kennt auch Grenzen, die sich aus Grund und Charakter des Prozesses ergeben. Wir wollen daher schon jetzt ein paar gemeinsame Standpunkte festhalten, die dem Prozess als Leitplanken dienen sollen.

    Erstens: Wir sind uns einig, dass wir keinen rein theoretischen Klärungsprozess wollen, sondern diesen mit einem praktischen Aufbauprozess verbinden wollen. Wir werden uns im Klärungsprozess theoretisch mit kommunistischer Praxis beschäftigen, um daraus unsere Praxis zu analysieren und neue Konzepte für diese – und den Aufbau klassenorientierter Massenorganisationen und Bewegungen – abzuleiten.

    Zweitens: Wir lehnen die verschiedenen Spielarten des Opportunismus und Revisionismus wie zum Beispiel den Trotzkismus und Maoismus ab. Deren Form, Wesen und Funktion wollen wir in Zukunft näher analysieren. Wir wenden uns gegen alle ideologischen Konzepte, die die Rolle der Arbeiterklasse als revolutionäres Subjekt, der Kommunistischen Partei als Avantgarde derselben und die Notwendigkeit der Diktatur des Proletariats als einzig mögliche Form des Übergangs zur klassenlosen Gesellschaft verneinen. Wir betrachten den demokratischen Zentralismus als das notwendige Organisationsprinzip der Revolutionäre und lehnen Fraktionierung wie auch entristische Unterwanderung ab. Ferner betrachten wir es als eine Notwendigkeit, dass die Kommunistische Partei in der Lage ist, sämtliche Kampfformen anzuwenden. Die Errungenschaften der bisherigen sozialistischen Revolutionen sind feste Bezugspunkte unserer Arbeit. Wir wenden uns gegen Positionen, die den real existierenden Sozialismus ablehnen und der Sowjetunion feindlich gegenüberstehen und sie beispielsweise als „sozialimperialistisch“ oder „staatskapitalistisch“ verunglimpfen. Den antikommunistischen Kampfbegriff des „Stalinismus“ lehnen wir ab.

    Drittens: Ein entscheidender Grund für den Beginn des Klärungsprozesses ist die Ablehnung der Strategie der „antimonopolistischen Übergänge“ oder ähnlicher Vorstellungen einer „demokratischen Zwischenetappe“ zum Sozialismus. Wir sind im Gegensatz dazu der Auffassung, dass der Sozialismus nicht über Zwischenetappen erkämpft werden kann, sondern die sozialistische Revolution bereits heute unmittelbar als nächstes strategisches Ziel gesetzt werden muss. Die Vorstellungen auf dem Weg der Reformen den Kapitalismus überwinden zu können, hat sich schmerzlich als gefährlicher Opportunismus herausgestellt. Kämpfe zur Verbesserung der Lebenslage sind für uns ein Mittel die Massen zu organisieren und Klassenbewusstsein zu verbreiten, aber kein Selbstzweck.

    Viertens: Wir vertreten die Einschätzung, dass die Sozialdemokratie in der Arbeiterbewegung die Funktion inne hat, revolutionäre Potentiale in Richtung einer Systemintegration umzuleiten. Ihr ideologischer und institutioneller Einfluss und daraus folgend ihre systemstabilisierende, also konterrevolutionäre Rolle bestimmt unsere unversöhnliche Haltung ihr gegenüber.

    Fünftens: Wir vertreten die Einschätzung, dass ein solcher Klärungsprozess nicht innerhalb der bestehenden Organisationen organisiert werden kann und sich daher eine davon unabhängige Form suchen muss.

    http://wieweiter.net/unser-selbstverstaendnis/

  10. „… zu sagen, was ist!“ (Rosa Luxemburg)

    Zur aktuellen Haltung der Redaktion der „jungen Welt“ und der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2018

    http://wieweiter.net/zu-sagen-was-ist-rosa-luxemburg/

  11. „… zu sagen, was ist!“ (Rosa Luxemburg)

    https://tomgard.blog/2017/08/04/h-r-3364-countering-americas-adversaries-through-sanctions-act/

  12. Kommunistische Organisation gegründet – Programmatische Thesen auf kommunistische.org

    Veröffentlicht am Juni 12, 2018 von wieweiter

    Der kommunistische Klärung- und Aufbauprozess ist in die nächste Phase getreten: Wir haben die Kommunistische Organisation gegründet. Die Erklärung zur Konstituierung und die beschlossenen programmatischen Thesen sowie in Zukunft alle Informationen und Texte findet ihr unter: kommunistische.org

    Wir würden uns freuen, wenn ihr die Gründung und die Thesen diskutiert und verbreitet. Über Kritik, Anregungen und Ergänzungen würden wir uns freuen.

    Die Webseite wieweiter.net hat damit ihren Zweck erfüllt und wird eingestellt.

    Wenn ihr Informationen von der Kommunistischen Organisation bekommen wollt, müsst ihr aktiv werden und eine Email schreiben an:
    info@kommunistische.org

    Hier die Erklärung zur Konstituierung:

    „Die Kommunistische Organisation (KO) gegründet!“

    Die Zeichen sind unübersehbar: Täglich spitzen sich die Widersprüche zwischen den führenden imperialistischen Staaten zu. Der beginnende Handelskrieg zwischen der USA und den EU-Staaten, der andauernde Krieg in Syrien, die Aufrüstung der NATO und die militärischen Drohgebärden im Südchinesischen Meer sind dafür nur einzelne Beispiele. Gleichzeitig werden die Stimmen lauter, die eine erneute ökonomische Krise kommen sehen. Die bürgerlichen Parteien, von der Alternative für Deutschland bis zur Partei die Linke, haben keinerlei Lösungen im Interesse der Arbeiterklasse für die sich zuspitzenden Widersprüche zu bieten. Es ist aktuell in Deutschland keine gesellschaftliche Kraft vorhanden, die eine ernsthafte Opposition gegen die Bourgeoisie und ihre politischen Handlanger darstellt.

    Auch die kommunistische Bewegung in Deutschland ist von Unklarheit und Zersplitterung geprägt. In dieser Situation trafen wir, die Genossinnen und Genossen des „Wie weiter?“-Zusammenhangs, uns vom 01.06. bis zum 03.06. um uns nach einem dreiviertel Jahr der Vorbereitung schließlich eine Struktur zu geben: Wir haben die Kommunistische Organisation (KO) gegründet und damit die nächste Etappe im Kommunistischen Klärungs- und Aufbauprozess begonnen.

    Der gemeinsame Wille zum Wiederaufbau der Arbeiterbewegung und der Kommunistischen Partei in Deutschland war in allen Diskussionen erkennbar. Wir haben solidarisch diskutiert, mit dem Ziel im Hintergrund, unseren Zusammenhang zu festigen und ihn ernsthaft handlungsfähig zu machen. Unter uns gab es dabei keine Zweifel: Die Einbeziehung und Verallgemeinerung aller Erfahrungen und schlagkräftiges Handeln ist nur auf der Grundlage der Prinzipien des Demokratischen Zentralismus möglich.

    Nach fruchtbarer Diskussion haben wir die Programmatischen Grundlagen der KO, die Programmatischen Thesen, beschlossen. Offene Fragen des wissenschaftlichen Sozialismus und der Analyse der aktuellen imperialistischen Verhältnisse wurden als solche festgehalten und bilden somit gemeinsam mit Thesen selbst die Arbeits- und Diskussionsgrundlage der gesamten Organisation.

    Die Klärung der offenen Fragen und die weitere wissenschaftliche Fundierung unserer Thesen wird in Zukunft von den sieben Arbeitsgruppen übernommen werden:

    1.Wissenschaft: Dialektischer und Historischer Materialismus

    2.Revolutionäre Arbeiterbewegung und Kommunistische Partei

    3.Politische Ökonomie des Imperialismus

    4.Bürgerlicher Staat, Sozialdemokratie und Faschismus

    5.Sozialistische Gesellschaft

    6.Klassenanalyse

    7.Deutscher Imperialismus

    Dabei wird es nicht um eine akademische Forschung gehen, losgelöst von der Praxis der Ortsgruppen und der Lebensrealität der Arbeiterklasse.Vielmehr geht es um eine reale Klärung der Fragen durch die Analyse der Verhältnisse und der Anwendung und Prüfung der Ergebnisse in der Praxis selbst. Für uns steht dabei fest: Die Klärung der offen Fragen der Kommunistischen Bewegung ist kein Selbstzweck und wird nicht in der Isolation stattfinden. Die Arbeitsgruppen sollen Sammelpunkte für Kommunisten werden und die Diskussion all jene auch außerhalb unserer Reihen einbeziehen, die ein ernsthaftes Interesse am wissenschaftlichen Sozialismus haben.

    Die Ortsgruppen werden in Zukunft mit aller Kraft den Wiederaufbau der Arbeiterbewegung in Deutschland angehen: Auf Basis der Programmatischen Thesen und der Unterstützung der Arbeitsgruppen geht es konkret darum, Formen der unabhängigen Organisierung der Arbeiterklasse zu entwickeln und explizit nicht darum, uns in fruchtlosen Organisationsbündnissen zu verstricken.

    Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den wissenschaftlichen Sozialismus und die Arbeiterbewegung wieder zusammenzuführen und damit die Grundlagen für den Wiederaufbau der Kommunistischen Partei in Deutschland zu schaffen. Es kann daher nur ein Klärungsprozess sein, in dem die wissenschaftliche Analyse und die praktische Anwendung Hand in Hand gehen. Ohne revolutionäre Theorie kann es keine revolutionäre Bewegung geben. Ohne revolutionäre Bewegung kann es keinen Sozialismus geben.

    Die Flamme des Kommunismus brennt weiter!

    12.06.2018 | Kommunistische Organisation

    http://wieweiter.net/kommunistische-organisation-gegruendet-programmatische-thesen-auf-kommunistische-org/

    https://kommunistische.org/stellungnahmen/die-kommunistische-organisation-gegruendet/

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