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IVA: „Marx is back“, Vol. 7

Von • Okt 4th, 2017 • Kategorie: Allgemein

IVA: „Marx is back“, Vol. 7

 

Was war eigentlich Marx für einer – als Mensch betrachtet? Der biographische Unfug, bei der Würdigung eines Theoretikers nicht dessen Erkenntnisse, sondern die persönlichen Lebensumstände zu thematisieren, liegt natürlich nahe, wenn der Ausgangspunkt, wie zur Zeit mal wieder, Jubiläumsfeierlichkeiten sind. Dazu weitere Hinweise der IVA-Redaktion.

 

Wenn der Gehalt der Marxschen Theorie heute wieder ernsthaft zur Diskussion stünde, müsste es unerheblich sein – so hieß es schon in „Marx is back“, Vol. 5 (IVA, Texte2017) –, wie das Privat- und Liebesleben, die Krankenakte oder der Kontostand des Betreffenden aussahen. Dann würde eben nicht das interessieren, was Ilona Jerger in ihrer Romanbiographie in den Mittelpunkt rückte und was in seriöser Form auch andere Lebensbeschreibungen beschäftigt: „Wie verbrachte er seine Tage? Was fürchtete und was hoffte er? Was sagt seine Sprache über ihn aus? Was bedeutete das ewige Pleitesein, seine unentwegten Krankheiten…“ (Jerger 2017, 273). Dass dieses Bedürfnis unausrottbar ist, zeigt nur, wie sehr sich die biographische Methode dazu eignet, Marx als einen erledigten Fall aus dem 19. Jahrhundert zu behandeln und seine Kritik zum Verschwinden zu bringen: Marx war ein Kind seiner Zeit – wer hätte das gedacht!

Dabei gilt es allerdings zu differenzieren, wozu es im Folgenden einige Hinweise gibt. (…)

 

https://www.i-v-a.net/doku.php?id=texts17#„marx_is_back_vol_7

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