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Nürnberg | 05.10.2017 | Klimapolitik ist nichts als der Kampf um Energiemärkte!

Von • Sep 26th, 2017 • Kategorie: Veranstaltungen
5. Oktober 2017
19:30

Zeit: Dienstag | 5. Oktober 2017 | 19:30 Uhr
Ort: Nachbarschaftshaus Gostenhof (Raum 205) | Adam-Klein-Str. 6 | Nürnberg
Veranstalter: SG – Hochschulgruppe Erlangen/Nürnberg

 

Die amerikanische Kündigung wie die europäische Rettung des Pariser Abkommens stellen klar: Klimapolitik ist nichts als der Kampf um Energiemärkte!

Nie hatte das Pariser Klimaabkommen so einen guten Ruf wie nach Trumps Kündigung. Was bei Abschluss als schaler Kompromiss kritisiert wurde, der kaum zur Reduzierung des globalen Temperaturanstiegs auf höchstens 2° führen würde, gilt jetzt als Errungenschaft, der sich nur ideologisch verbohrte, ignorante Staatenlenker verweigern. Dabei hat Trump mit seiner Kündigung durchaus einiges in Sachen Aufklärung darüber geleistet, worauf sich die Staatenlenker in Paris geeinigt hatten und was sie damals als großartigen, sie zu Freudentränen veranlassenden Erfolg feierten: Indem sich die Staatenwelt darauf geeinigt hat, dass die Energiewende – weg von fossilen Energieträgern – unumkehrbar ist und dass diese Umstellung der zukünftige Bezugspunkt der nationalen Energiepolitiken sein soll, haben sie sich auf eine entscheidende Rahmenbedingung ihrer Konkurrenz um die Energiemärkte geeinigt.

Dass ihre Einigung nicht die Überwindung nationaler Konkurrenzstandpunkte war, sondern für das Austragen ihrer Bemühungen, den Energiebedarf anderer Nationen für ihr Geschäft zu funktionalisieren und gleichartige Anstrengungen anderer Nationen zu entwerten, erfolgte und sich deswegen daran zu messen lassen hat, stellt Trump dadurch klar, dass er das Klimaabkommen als eine einzige Fessel dafür versteht, von den USA aus nicht nur die USA, sondern gleich die ganze Welt mit der konkurrenzfähigen Ware Energie made in USA zu beliefern.

Und wenn seine europäischen Kontrahenten mit Trumps Kündigung einen „Dominoeffekt“ befürchten, dann geben sie zu Protokoll, dass sie genau wissen, dass die anderen Staaten auch nicht anders rechnen, weil sie eben selber so rechnen. Sie wollen unbedingt am Klimaabkommen festhalten, weil sie es eben für ihre Konkurrenzanstrengungen in Sachen Kampf um die Energiemärkte brauchen.

Dass hinter Klimapolitik nichts anderes steht als dieser Kampf, haben sie auf dem G20-Gipfel ausführlich dokumentiert. Die Abschlusserklärung, auf die sich die Kontrahenten geeinigt haben und in die sie ihre Gegensätze reingeschrieben haben, spricht da Bände.

 

http://www.sozialistischegruppe.de/

 

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