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Kritik an Ideologien, Aufklärung über populäre Irrtümer, Kommentare zum Zeitgeschehen

Diskussionsveranstaltung zum Thema: Wählen ist verkehrt

Von • Sep 1st, 2017 • Kategorie: Veranstaltungen
3. September 2017
16:00
6. September 2017
19:00bis22:00
7. September 2017
19:00bis22:00
11. September 2017
19:00bis22:00
12. September 2017
19:00bis22:00
14. September 2017
19:00bis22:00
18. September 2017
19:00bis22:00
19. September 2017
19:30bis22:30
20. September 2017
19:30bis22:30
21. September 2017
19:30bis22:30

Wählen ist verkehrt!

 

Fürs Wählen hat der Bürger viele Gründe, mindestens so viele, wie es Parteien gibt.
Wir haben dagegen drei streitbare Thesen anzubieten, warum diese Gründe nichts taugen und wählen verkehrt ist:
1. Das Wichtigste an der Wahl ist das, was nicht zur Wahl steht, aber mit ihr akzeptiert wird: eine ganze Wirtschaftsweise und politische Geschäftsordnung.

2. Der Wahlakt ist nicht der Höhepunkt der Einflussnahme der Bürger auf die Politik, sondern der komplette Verzicht darauf.

3. Der wesentliche Inhalt der Wahlentscheidung ist die Ermächtigung des Herrschaftspersonals.

Das wollen wir begründen und zur Diskussion stellen. Dabei wird sicher auch zur Sprache kommen, ob nicht wenigstens die Verhinderung von „Populisten“ vom Schlage der AfD ein guter Grund fürs Wählen ist, auch wenn man damit womöglich wieder bloß „das kleinere Übel“ angekreuzt hat.

Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zur Wahl

Mittwoch | 6. September 2017 | 19:00 Uhr
DGB Gewerkschaftshaus (Zugang über den Hof) | Wilhelm-Leuschner-Straße 69 | Frankfurt/Main

https://de.gegenstandpunkt.com/veranstaltungen/frankfurt-06092017-1900

 

Donnerstag | 7. September 2017 | 19.00 Uhr
Bahnhof Langendreer (Raum 6) | Wallbaumweg 108 | 44894 Bochum

http://gruppe-k.org/

 

Montag | 11. September 2017 | 19:00 Uhr
Cutie | Große Kurfürsten Straße 81 / Jöllenbecker Str. | Bielefeld
Veranstalter: AG Analyse und Kritik

„Lauter schlechte Gründe und ein herrschaftsdienliches Ergebnis: Wählen ist verkehrt!“
Referent: Usama Taraben(Redaktion Gegenstandpunkt)

Im Anschluss an den Vortrag findet ein Workshop mit dem Titel „Demokratie – Die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft: Die Wahl“ statt.

Donnerstag | 14.09. / 21.09. / 05.10. 2017 | 18 Uhr
Universität Bielefeld | Raum X-E0-201

Mit freundlicher Unterstützung des Asta Uni Bielefeld

https://www.facebook.com/events/110739839593482/

 

Dienstag | 12. September 2017 | 18:30 Uhr
Jugendgästehaus am Aasee | Bismarckallee 31 | Münster
Veranstalter: Destruktive Kritik

„Lauter schlechte Gründe und ein herrschaftsdienliches Ergebnis – Wählen ist verkehrt!“
Vortrag und Diskussion mit einem Gastreferenten der Zeitschrift GegenStandpunkt

https://destruktive-kritik.de/wahlen-12-09-2017/

 

Dienstag | 12. September 2017 | 19.00 Uhr
Dietrich-Keuning-Haus (Raum 226) | Leopoldstr. 50-58 (Hbf Nordausgang) | Dortmund
Veranstalter: gegenStandpunkt Verlag

„Das Volk hat die Wahl, die Regierung die Macht: Wählen ist verkehrt!“

http://kritik-und-argumente.de/?p=270

 

 

Donnerstag | 14. September 2017 | 19:00 Uhr
Bürgerhaus Weserterrassen | Osterdeich 70b | Bremen
Veranstalter: argudiss.de

„Lauter schlechte Gründe und ein herrschaftsdienliches Ergebnis: Wählen ist verkehrt!“

Vortrag und Diskussion mit einem Redakteur der Politischen Vierteljahreszeitschrift GegenStandpunkt

https://www.argudiss.de/content/lauter-schlechte-gruende-herrschaftsdienliches-ergebnis-waehlen-ist-verkehrt

https://www.argudiss.de/sites/default/files/ank/anhang%28pdf%29/wahlen_hb_0917_ank-d.pdf

 

 

Donnerstag | 14. September 2017 | 19:00 Uhr
Kulturzentrum KFZ | Biegenstraße 13 (im Erwin-Piscator-Haus) | Marburg

https://de.gegenstandpunkt.com/veranstaltungen/marburg-14092017-1900

 

Donnerstag | 14. September 2017 | 19:00 Uhr
Universität Hamburg | Philosophenturm (Hörsaal C) | Von-Melle-Park 6 | Hamburg

https://de.gegenstandpunkt.com/veranstaltungen/hamburg-14092017-1900

 

Dienstag | 19. September 2017 | 19:30 Uhr
Leerer Beutel (Konferenzsaal) | Bertoldstr. 8 | Regensburg

https://de.gegenstandpunkt.com/veranstaltungen/regensburg-19092017-1930

 

Dienstag | 19. September 2017 | 19:30 Uhr
Clubhaus | Wilhelmstr. (gegenüber Neuer Aula / linker Eingang, erster Stock) | Tübingen

 

Diskussion4

 

Mittwoch | 20. September 2017 | 19:30 Uhr
Mehringhof | Versammlungsraum | Gneisenaustr. 2a | Berlin

https://de.gegenstandpunkt.com/veranstaltungen/berlin-20092017-1930

 

Donnerstag | 21. September 2017 | 19:30 Uhr
Altes Feuerwehrhaus Süd (1. OG) | Seiteneingang Möhringer Str. 56 | Stuttgart

Diskussion4

 

Dienstag | 10. Oktober 2017 | 19:30 Uhr
Stadtteilladen Barrio137 | Luisenstr. 31 | Karlsruhe-Südstadt

Diskussion4

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50 Responses »

  1. Montag | 11. September 2017 | 19:00 Uhr
    Cutie | Große Kurfürsten Straße 81 / Jöllenbecker Str. | Bielefeld
    Veranstalter: AG Analyse und Kritik

    „Lauter schlechte Gründe und ein herrschaftsdienliches Ergebnis: Wählen ist verkehrt!“
    Referent: Usama Taraben(Redaktion Gegenstandpunkt)

    Im Anschluss an den Vortrag findet ein Workshop mit dem Titel „Demokratie – Die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft: Die Wahl“ statt.

    Donnerstag | 14.09. / 21.09. / 05.10. 2017 | 18 Uhr
    Universität Bielefeld | Raum X-E0-201

    Mit freundlicher Unterstützung des Asta Uni Bielefeld

    https://www.facebook.com/events/110739839593482/

    Dienstag | 12. September 2017 | 19.00 Uhr
    Dietrich-Keuning-Haus (Raum 226) | Leopoldstr. 50-58 (Hbf Nordausgang) | Dortmund
    Veranstalter: gegenStandpunkt Verlag

    „Das Volk hat die Wahl, die Regierung die Macht: Wählen ist verkehrt!“

    http://kritik-und-argumente.de/?p=270

  2. Dienstag | 12. September 2017 | 18:30 Uhr
    Jugendgästehaus am Aasee | Bismarckallee 31 | Münster
    Veranstalter: Destruktive Kritik

    „Lauter schlechte Gründe und ein herrschaftsdienliches Ergebnis – Wählen ist verkehrt!“
    Vortrag und Diskussion mit einem Gastreferenten der Zeitschrift GegenStandpunkt

    https://destruktive-kritik.de/wahlen-12-09-2017/

  3. Montag | 18. September 2017 | 19:00 Uhr
    Haus International (Großer Plenarsaal, 1. Stock) | Elisabethstr. 87 | 80797 München
    Veranstalter: GegenStandpunkt Verlag

    „Das Volk hat die Wahl, die Regierung die Macht: Wählen ist verkehrt!“

    http://www.gegenargumente.de/

  4. Donnerstag | 14.09.2017 | 19:00 Uhr
    Bürgerhaus Weserterrassen | Osterdeich 70b | Bremen
    Veranstalter: argudiss.de

    „Lauter schlechte Gründe und ein herrschaftsdienliches Ergebnis: Wählen ist verkehrt!“
    Vortrag und Diskussion mit einem Redakteur der Politischen Vierteljahreszeitschrift GegenStandpunkt

    https://www.argudiss.de/content/lauter-schlechte-gruende-herrschaftsdienliches-ergebnis-waehlen-ist-verkehrt

    https://www.argudiss.de/sites/default/files/ank/anhang%28pdf%29/wahlen_hb_0917_ank-d.pdf

  5. Das hat schon `was:
    Die Welt steht kurz vor der Explosion (wobei Nord-Korea nur ein Brennpunkt ist) und der GSP macht erneut eine Kampagne gegen die (weitgehend belanglosen) Wahlen, die sowieso nichts verändern.
    Ich denke, es gäbe wirklich wichtigere Themen.

    Grüße
    Michael Hübner

  6. Das hat schon ‚was:
    Die Regierung wirbt für die Nation, und will die Einigkeit von oben und unten in der Wahl noch mehr verstärken.
    Und Michael Hübner ist das wurscht.
    Wie jede sonstige Moralwachtel auch achtet er nämlich nur darauf,
    dass einzig die „Großen Fragen der Weltpolitik“ zum Thema gemacht werden dürfen.
    Genau so hat man es letzten Sonntag von Merkel und Schulz vernommen:
    Hauptthema sei, dass man Europa auf Kurs gegen Erdogan nötigen müsse.
    Auch für Frieden und Klima gibt es große wie kleine Parteien satt, die solcherlei „wirklich wichtigere Themen“ dem Wähler für seine Zustimmung zur Nation präsentieren.
    (Aber jenseits des Endzeit-Johannes-Evangeliums und Michaels Apokalyse darf ein Gläubiger eben nichts ansonsen Wichtiges in seinem Herzen bewegen…)

  7. hätt gern 🙄 ne aufnahme von jeder diskussion 🙄 , auch von osnabrück 🙄 …

    herr marx hatte mir vor kurzem in einem ausflug nach irland herrn o`brains „irischer lebenslauf“ erklärt/begründet und ja, ohne nen halb privaten „wählen is verkehrt“-vortrag und damiteinhergehenden explosiven diskussionen lägen die blauen wälzer aus dem bücherregal im schlafzimmer meiner eltern fortgesetzt in derselben dachbodenkiste, in der ich sie vorfand und vorm wegschmeißen durch meine eltern vor über zwanzig jahren retten konnt.
    https://www.youtube.com/watch?v=L5QSACURUoI

    zwei,drei dieser obigen diskussionen kommen sicherlich auf „die welt“ zu sprechen, obse grad explodiert, kurz davor steht oder schon in die luft gegangen is, s kommt garantiert…das is halt so, wenn „man“ meint, die wahl zu haben, „der welt“ bei ihrem tun zuzuschaun oder sich von ihr abzuwenden (nichtwählen) oder in sie „einzugreifen“ (meine stimme für….gegen…) …wer „die wahl“ hat, hat „verantwortung“, spätestens „als mensch“ eben „der welt“ gegenüber…es gibt „das kleine volk“ und „das große volk“ im oben verlinkten buch, entsprechend eben „die kleine welt“ und „die große welt“ …zumeist liegt bei ner explosion der welt die kleine welt in schutt und asche und leiche…

  8. Hinweis: Das Allerletzte zum diesjährigen Wahlkrampf,
    zwei Wochen vor der Wahl…

    https://www.i-v-a.net/doku.php?id=texts17#letztes_zur_wahl

  9. Hallo „Ach-Nee“ (vielleicht ein neues Pseudonym für „Jacko“?),
    schon Deine letzte Bemerkung „Endzeit-Johannes-Evangelium“ und „Michaels Apokalypse“ zeigt (mit dem Du meine diesbezüglichen früheren Aussagen nicht widerlegen, sondern lächerlich machen möchtest), daß Du ein überheblicher Spinner bist, mit dem sich keine Diskussion lohnt.
    Zumal Du von der Welt, in der wir leben, anscheinend kaum etwas wirklich verstanden bzw. begriffen hast.

    Grüße
    Michael Hübner

  10. Vielleicht noch an „Ach-Nee“…
    Klar schadet es nicht, einige Argumente gegen das Wählen vorzubringen.
    (Vorausgesetzt natürlich, daß diese stimmen.)
    Allerdings haben schon die früheren Kampagnen zu diesem Thema kaum etwas gebracht (zumindest wurde die Wahlbeteiligung nicht sichtbar geringer), während sich weitaus mehr Menschen für andere Themen interessieren bzw. andere Sorgen haben.
    (Zumal sich von den Wahlen sowieso kaum noch jemand etwas verspricht.)

    Grüße
    Michael Hübner

  11. Wer selber gar nicht argumentiert, sondern das Argumentieren für unwichtig erklärt, angesichts des 3. Weltkrieges – der hat anscheinend noch nicht mal begriffen, dass Überzeugungsarbeit das einzige Mittel auch gegen die Mobilisierung der Bevölkerung in Kriegsfragen ist…

  12. Noch am Rande und auch an „Ach_Hee“:
    Die Auswertung der Wahlergebnisse der vergangenen Jahre (vor allem in den Städten) zeigt übrigens, daß sich in den ärmeren Stadtvierteln zunehmend weniger Menschen an den Wahlen beteiligen als in den wohlhabenderen.
    Vielleicht sollte der GSP besser bei den erstgenannten seine Argumente verbreiten als in meist „studierten Kreisen“ (z.B. an der Uni), von denen sich die meisten noch immer eine Karriere im System erhoffen.
    (Aber naja, mit solchen „proletarischen“ Leuten wurden „Studierte“ schon früher nicht „warm“.)

    Grüße
    Michael Hübner

  13. „Journalisten kriegen es reihenweise hin und leiten ihr Publikum systematisch dazu an, dem Wahlkampf gegenüber einen seltsam methodischen Standpunkt einzunehmen, einen, der sich von den eigenen Bedürfnissen, Interessen und Vorlieben gewissermaßen separiert. Von diesem Standpunkt aus widmet sich der Wähler, wie man ihn kennt, der aparten Frage, ob und wie es den konkurrierenden Parteien und Kandidaten gelingt, seine und die Stimmen von vielen anderen erfolgreich zu ergattern. Oft hat er eine Lieblingspartei, die er ideell coacht. Aber auch getrennt davon entwickelt er Kennerschaft über die ‚richtige‘, ‚mögliche‘, ‚verfehlte‘ oder ‚nicht umsetzbare‘ Strategie und Taktik des Stimmensammelns. (…)

    Sie verhalten sich fast so, als würden sie Freizeitmode, ein Drei-Gänge-Menü oder einen Theaterabend bewerten bzw. eine Auswahl dazu treffen. Immerhin trägt das der ganzen Veranstaltung ja die Kritik ein, sie sei ein Spiel mit Emotionen, Betrug oder Zirkus – ohne dass damit, wie schon gesagt, eine Absage an diese Inszenierung erginge. Die unterbleibt schon deswegen, weil mit der abschätzigen Meinung über die demokratische Wahl der hohe Wert bekräftigt werden soll, der ihr eigentlich zukäme. (…)

    Politik zu machen ist Sache der gewählten Regierung, daneben auch der mitgewählten Opposition, aber nichts für das Volk. Dessen Sache besteht in der Auswahl des herrschenden Personals, dem es bis zu den Neuwahlen zu gehorchen hat, was einschließt, dass die demokratische Herrschaft – einschließlich der Koalitionen, die sie eingeht – frei definiert, worin der Wählerwille bestanden hat. Dass gewählt wurde und fristgerecht wieder werden kann, gilt als Argument für diesen Gehorsam, mit dem das Wirtschaftsleben und die Staatsgeschäfte zwischenzeitlich zu ertragen sind. Der Wähler mag sich von diesem Prozedere versprechen, was er will, versprochen ist ihm nur, über das Wohl und Wehe von politischen Karrieren mitentscheiden zu dürfen.
    In dieser demokratischen Form der Herrschaftsbestellung ist der Wahlbürger Untertan und Souverän zugleich.“

    http://www.magazin-auswege.de/data/2017/09/Schuster_Wahlwerbung_heute.pdf

  14. und nichtwählen auch…

    http://www.freitag.de/autoren/tobias-niemeyer/nichtwaehlen-ist-nicht-politisch
    21.09.2013 | 19:24
    Wer nicht wählt, entzieht sich dem System. Der Politik. Der Demokratie.

    also …
    also wirklich…
    also ehrlich mal, das geht nicht, ja? das is die mieseste tour, die mir hier in der fc zur wahl und zur wahl der nichtwahl untergekommen ist. wie kommen Sie darauf, daß jemand, der -gar noch mit ner meinung- sich dem system entziehe.
    niemand und ich spreche hier für alle nichtwähler, auch für die, die keine meinung haben, niemand, hören Sie, niemand entzieht sich dem system durch nichtwahl… und niemand hat das vor, niemals nicht.

    wir nichtwähler -und ja, ich sage “wir” (und ich meine “wir”, das “wir” und das “uns”) – “wir” sagen “ihr” oder auch das “du” und das “Sie” , “ihr”, die “ihr” wählen geht, “ihr” habts keinerlei system, ja “ihr” seid nichtmal das “system” und “ihr”, “du”, “Sie” wollen “mir”, “uns” vorwerfen, wir entzögen “uns” “ihnen”, “dir”, “Ihnen”, ja sagens mal, spinnen “Sie” denn?
    erst heißts, nichtwähler seien “da unten” und dann, daß man “da unten” doch “nach oben” schaun muß, eben “nach vorn” und nich etwa…ähhh…naja, woanders hin…zu schaun…
    also, nehmen “Sie” sofort zurück, ich würde mich dem system entziehen, “Sie” haben sie doch nicht mehr alle.
    ne meinung haben ist fahrlässig, da stimme ich Ihnen zu, mindestens fahrlässig sogar …
    wenn ich -das ist “Ihre” unterstellung! : – mich dem system entziehe, wie kann ichs denn dann stützen hmm?
    ja, raus mit der sprache, wie kann ein entzogener denn noch für umsatz sorgen hmm, na, wissens ne antwort drauf, hamse ne meinung zu, ja? nee? der politik entziehen, ha, daß ich nicht lache, wissense , was entzogene tun? nee? ich auch nicht, da es ja ne unterstellung ist, sich dem system zu entziehen, ja wo kämen wir denn hin, wenn so etwas ginge hää?

    dann noch der politik-entzug, also so langsam gelange ich zu ner meinung, also ner andren als der, nicht-wählen wäre meine option in diesem politischen geschäft… Sie sind auf entzug, ganz, ganz sicher, methadon hin oder her, Sie neiden jeden noch so schmalen druck, den lohndrückern, den drückerkolonnen, den druckern und den truckern, jawohl, selbst denen, weil die unterwegs sind nämlich, statt am rechner zu hängen, Sie hänger!

    wär ich nicht so müde, die demokratie, der ich mich entziehen soll, Ihrer meinung nach, sie würde strahlen, sie würde glühen, sie stände auf meinem brustkorb über den nackten busen gepinselt, oh ja, ich geigte Ihnen was, doch ich bin “da unten”, Sie haben recht, ganz unten und ich bin erschüttert, so etwas hier lesen zu müssen, hier im freitag, – denunziantentum scheußlichster art…

    pfui

    +++

    21.09.2013 | 20:53
    @Tobias Niemeyer

    herr tobias-niemeyer,
    in meiner badewanne pflege ich, das wasser selbst einzulassen…
    mein badewasser lasse ich mir ein, wenn ich es für richtig halte…
    ich sitze gernmal ohne wasser in der wanne…

    Und natürlich entziehen Sie sich der Demokratie, schließlich lassen Sie zu, dass andere über Ihre Interessen entscheiden, wenn Sie nicht wählen

    glänzende einsichten herr tobias-niemeyer,
    glänzend!
    ich finde, wir sollten mal zusammen in ne badewanne steigen, ehrlich, das wär ganz in meinem interesse…
    morgen muß ich nochmal schichten, aber ab montag hab ich urlaub…
    und ja, ich gelobe: wenn Sie interessant sind, könnt ich mich bezwingen, mich überwinden, mich begeistern gar für eine badewanne mit wasser und Ihnen…
    meine müdigkeit ist mein hemmschuh, ich hätt Ihnen so gern gezeigt, was ich von Ihrer demokratie halte, aber … ich muß ins bett… mit meinem
    interessenvertreter, in unser beider interesse, versteht sich…

    (kein biß, eddie, ich weiß, aber geh du mal von 6-12 ne kh-station putzen, … bei dir hielten nichtmal die bezahlten dritten! -ot, herr tobias-niemeyer, ganz in meinem interesse ot, so is das nunmal- )

  15. Hallo „Ach_Nee“,
    vielleicht noch folgendes:

    Du vertrittst einen klassischen sog. Voluntarismus, der die Welt im wesentlichen aus dem Willen der Menschen erklärt und die Umstände bzw. Bedingungen weitgehend ausblendet.

    Bekanntlich versuchen die frühere „Marxistische Gruppe“ bzw. der spätere GSP nunmehr bereits seit über 40 Jahren ihre Argumente zu verbreiten und sind über „studentische Zirkel“ kaum hinausgekommen, während selbst diese im Laufe der Zeit zunehmend kleiner wurden.

    Wir leben in keiner rationalen Welt, in der die Leute nur noch überzeugt werden müßten.
    (Nimm als Beispiel die damalige russische Revolution im Februar 1917, die zum Sturz der zaristischen Regierung führte.
    Der Grund war auch weniger die erfolgreiche Agitation der „Bolschewiki“, die bis zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger unterdrückt wurden, sondern der weitgehende Zusammenbruch der bisherigen alten Ordnung vor allem aufgrund des 1.Weltkriegs mit zunehmender Armut und Not bis hin zu Hungeraufständen usw. von weiten Teilen der Bevölkerung.)

    Grüße
    Michael Hübner

    An Jana:
    Was bist Du für eine?
    Und was ist eine „kh-station“?

  16. Was bist Du für eine?

    gib mir mal nen „bekanntlich“-katalog möglicher „sowas“-antworten, ich kreuz dir dann das kleinste übel an… 🙄 , das kannste dann unter „bekanntlich ist….“ durch die virtuellen weiten tragen …

    Und was ist eine „kh-station“?

    bekanntlich eine krankenhausstation

  17. Hallo Jana,
    ganz verstehe ich Dich zwar nicht.
    Falls Du allerdings das „kleinste übel“ bist, wärst Du immerhin unter den „Übeln“ die Beste.

    Grüße
    Michael Hübner

  18. Nach soviel Theorie im neuen GSP noch eine abschließende Bemerkung:
    Um wirklich etwas zu verändern, braucht es erstmal einen weitgehenden Zusammenbruch der bisherigen alten wirtschaftlichen bzw. gesellschaftlichen Ordnung, was frühestens im Rahmen eines (innerhalb dieser Verhältnisse zwangsläufigen und unausweichlichen) 3.Weltkriegs möglich ist.

    Da es allerdings (anders als z.B. zur Zeit des 1.Weltkriegs) heutzutage keine nennenswerte „linke“ Opposition mehr gibt, ist der weitere Verlauf in die Barbarei bereits programmiert.

    Während der heutige weitgehend trostlose Zustand der „Linken“ in deren Verantwortung und weniger an der Stärke der Gegner liegt.

    Grüße
    Michael Hübner

  19. Da anscheinend auch der GSP eine (sehr) naive Vorstellung von gesellschaftlichen Umbrüchen bzw. gar Revolutionen hat, vielleicht noch folgendes:

    Bevor sich Menschen – zumal angesichts einer hochgerüsteten Staatsmacht – in größerer Anzahl radikalisieren bzw. gar revolutionär werden, muß viel passieren.
    Meist ist es eine nicht mehr aushaltbare Armut, Not und Elend bis hin zu Hungeraufständen usw.
    („Volle Bäuche“ machen in der Regel keine Revolution.)
    Und selbst dann ist keineswegs klar, was dabei herauskommt.
    (Bekanntlich bezeichnen z.B. auch die „Rechten“ bzw. Neo-Nazis ihre Vorstellungen von einer Gesellschaft als eine „Revolution“.)

    Während die Vorstellung, daß nur genügend Leute z.B. den GSP lesen bzw. eine „Kapital-Schulung“ machen müßten, schon daran scheitert, daß das die allerwenigsten interessiert.
    Das mag bedauerlich sein, ist aber die heutige Welt.

    Grüße
    Michael Hübner

  20. naivitäten:

    bekanntlich steht ein
    -gerechtes europajobcenter
    -sicheres europajobcenter
    -eingeborenes europajobcenter
    -ökologisches europajobcenter
    -spirituelles europajobcenter
    -digitalisiertes europajobcenter
    -…. naja in jedem fall ein „starkes europa“ zur wahl…

    https://tomgard.blog/2017/08/04/h-r-3364-countering-americas-adversaries-through-sanctions-act/

    „….Die „New World Order“ George H. Bushs hatte das Manko, ein unerklärter amerikanischer Krieg gegen den Rest der Welt zu sein, indem sie ein US-Monopol für transnationale militärische Machtprojektion beanspruchte, das gegen die Alliierten der antisowjetischen „Weltordnung“ nicht verkündet und durchgesetzt wurde.
    Zu diesem Manko wäre viel zu sagen, doch hier beschränke ich mich auf die Chronologie: Der Putsch einer Allianz von Zionisten und amerikanischen Neofaschisten an 9/11 half ihm formell ab, ihm folgte eine offizielle Kriegserklärung an alle übrigen Souveräne des Globus, der War on Terra („War on Terror“).

    Eine Serie von False Flag – Operationen und staatsterroristische Kriegsakte auf dem Gebiet ehemaliger und neuer Alliierter ergänzte die folgende militärische Aufmischung zweier altweltlicher Großregionen, die für die weitere Entfaltung des Weltmarktes von entscheidendem Belang sind oder sein könnten. Afrika, ein weiterer vornehmlich europäischen Kapitalen zugefallener Entwicklungsraum, blieb zunächst wenig behelligt, doch die zionistisch-faschistische Allianz vermochte einen Gegenputsch konservativer Kräfte (die „Finanzkrise“ von 2008) zu überdauern und holte die Aufmischung Afrikas mit dem Libyenkrieg 2011 nach.

    Kurzum, die „Kündigung“, die jetzt mit den offen antieuropäischen Kriegsverfügungen der US-Föderation auf dem Tisch liegt, war spätestens mit dem Libyenkrieg praktisch vollzogen. Der Ukrainekrieg, nämlich der amerikanisch-britische Putsch gegen die Vereinbarungen Paris und Berlins mit Kiev, die amerikanische Ermutigung des Kriegs gegen die russischsprachige Bevölkerung der Ukraine und schließlich der Abschuß von MH17, um das Sanktionsregime gegen Moskau zu erzwingen, eskalierte den US-Krieg gegen Europa auf eine Weise, von der man denken mußte, sie sei schlechterdings nicht mehr zu ignorieren.

    Doch eben das war die Antwort aus Berlin und Paris: Tun, als hätte man nichts bemerkt, wie schon beim britischen Biowaffenangriff auf Norddeutschland 2011 – in Reaktion auf die deutsche Enthaltung zur Libyenresolution des UNSC – der als „EHEC-Epidemie“ geführt wurde.

    Ich hatte in meinen seinerzeitigen Kommentaren den Fehler gemacht, diese Ignoranz allein auf die Furcht vor weiteren Eskalationen, insbesondere einen angelsächsischen Anschlag auf ein deutsches oder französisches KKW zu schieben. Dabei mag diese Furcht an der Oberfläche des politischen Geschehens durchaus der entscheidende Faktor sein – allein, diese Oberfläche zählt nicht.
    Was unter dem Strich, nämlich politökonomisch zählt, ist die schlichte Tatsache, daß die europäische – und auch asiatische – Ignoranz gegen den „War on Terra“ auf der kapitalistischen Grundlage, auf der sie ruht, einen Auszehrungsangriff gegen die US-Föderation darstellt.

    Indem die Welt dem amerikanischen Kongress, der FED, ungerührt die Kriegskredite weiter indossierten, von denen ein großer Teil darauf verwendet wurde, künftiges europäisches, chinesisches, indisches usw. Geschäft zu stören, strichweise auch zunichte zu machen (Beispiel Iran-Sanktionen, auch in Richtung Indien – Pakistan), legten diese weiterhin imperialistisch formierten Nationen die USA auf die Rolle der auf monetaristischer Basis „regierenden“ Supermacht fest, welche die amerikanische Föderation, die Nation, unter dem Strich ruiniert 1. Deshalb ist die offizielle Kündigung der imperialistischen Weltordnung durch den US-Kongress und seinen Präsidenten 2 zum jetzigen Zeitpunkt logische, ja, mehr oder minder unvermeidliche Reaktion auf die Tatsache, daß die Europäische Zentralbank mit ihrer QE-Strategie seit 2015 (die „Draghi-Billionen“) durchgesetzt und „bewiesen“ hat, Euronen sind Dollares in der Rolle des Weltgeldes nunmehr gleichwertig. Gleichwertig freilich nur auf der politischen Ebene. Auf dem ökonomischen Feld ist der EURO aufgrund seiner merkantilen Rolle dem DOLLAR überlegen….“

  21. Hallo Jana,
    der von Dir zitierte „tomgard“ scheint auch ein „Abfallprodukt“ des GSP zu sein, der verrückt wurde.
    (Da scheint es einige zu geben.)

    Dieser schreibt wirres Zeug (z.B. von einer „zionistisch-faschistischen Allianz“, einem angeblichen „britischen Chemiewaffenangriff auf Norddeutschland 2011“ usw.) und vermischt das mit früheren Erklärungen des GSP zum Thema „Kapitalismus und Imperialismus“.

    Wahrscheinlich meint er, der intellektuellste aller Intellektuellen zu sein.
    (Zumal sein Geschreibe kaum jemand versteht.)
    Ein tragisches Schicksal.

    Grüße
    Michael Hübner

  22. ja…tragisch…der vater meiner tochter hatte im durchforsten seiner stasiunterlagen immer geschwärmt von den gegenübern, wenn er wiedermal einkassiert wurd… er hatte zwar keinen ausweis, berlin-verbot und wurd zur baukolonne gesteckt, aber als dekadenter künstler/maler mit ordentlich kunstverständigen leuts zu quatschen…naja, das war schon nich schlecht…

    und heute? was haben „wir“ heute? hübners….das nervigste an dir is, daß du so unverständlich blöd bist, daß man glauben könnt, d sei pleite…

  23. Weitere private Tragödien werden hier,
    anlässlich des Jubiläums vom Buch „Das Kapial“,
    an der Privatfigur des Verfassers ausgepinselt …

    https://www.i-v-a.net/doku.php?id=texts17#september

  24. Und dasselbe noch einmal im Bereich der „hohen Künste“,
    die letztens ja u.a. einen biografischen Spielfilm über den jungen Marx erbracht haben ….

    http://www.magazin-auswege.de/data/2017/09/Schillo-Marx_sprach_zu_Darwin.pdf

  25. Nein, nein Jacko,
    da hast Du mich mißverstanden.
    Natürlich ist weder Marx noch z.B. der GSP verantwortlich, daß manche anscheinend verrückt wurden.
    (Die Welt ist schon auch ganz ohne diese ein Irrenhaus.)
    Aufgefallen ist mir allerdings, daß einige wirklich „abgedreht“ sind.

    Grüße
    Michael Hübner

  26. Ja, die Irrenwitze funktionieren immer so,
    dass es die anderen sind, die als Irre irren.
    (Das eint nicht das Irren.. Sondern die Irrenwitze…)

  27. Hallo Jacko,
    ob etwas irre ist oder nicht, ist sowieso nur im Einzelnen zu prüfen.
    (Falls Du Dir allerdings ´mal Webseiten wie z.B. von „tomgard“ oder auch den oberlehrerhaften „Neoprene“ – der unliebsame Beitrage gar nicht erst veröffentlicht bzw. zensiert – und auch den rechthaberischen „Krim“, der eine unendliche „Wortklauberei“ betreibt und sich mit allen zerstreitet, ansiehst, fragt sich schon, was in solchen Gehirnen vorgeht.
    Auch, wenn diese sich vom GSP inzwischen weitgehend verabschiedet haben und die meisten Webseiten aus dessen Umfeld mehr oder weniger „tot“ sind.)

    Das Problem beim GSP sehe ich allerdings vor allem darin, daß dieser zwar die kapitalistische bzw. bürgerliche Welt kritisiert, aber auf die entscheidende Frage „Was tun?“ weder eine Antwort noch eine Perspektive hat.
    (Während das oftmals vorgebrachte „Argumente verbreiten“ bekanntlich nur eine sehr kleine – meist akademische – Minderheit erreicht, aber ansonsten kaum funktioniert.)
    Und ohne eine Perspektive werden kaum mehr Menschen zu gewinnen sein – mehr im Gegenteil.

    Da war früher zu Marx Lebzeiten und auch noch einige Zeit danach anders, als viele „Linke“ auf die „Arbeiterbewegung“ hofften, die es bereits längst nicht mehr gibt.
    Daran sind manche anscheinend „zerbrochen“.

    Grüße
    Michael Hübner

  28. Zuletzt noch ein Hinweis:
    Würde der Kapitalismus tatsächlich derart funktionieren, daß sich einerseits das Kapital in immer weniger Händen konzentriert und andererseits zunehmend mehr Menschen in Armut, Not und Elend versinken, würde es früher oder später sicherlich Aufstände, auch in den kapitalistischen Metropolen geben.
    (Bekanntlich basiert die „marxistische Revolutionstheorie“ – sehr vereinfacht ausgedrückt – letztlich auf diesem Gedanken.)

    In Wirklichkeit allerdings werden nicht einfach nur „die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer“ (bis es kracht), sondern der Kapitalismus selbst gerät aufgrund dieser Entwicklung in die Krise.
    (Was spätestens seit 2007 und der sich seitdem weiter verschärfenden Finanz- bzw. Weltwirtschaftskrise offensichtlich wurde.)

    Was wiederum die Konkurrenz der Staaten untereinander verschärft bis hin zu einem erneuten Weltkrieg, in dem sich die Spannungen gewaltsam entladen.
    Nichts anderes erleben wir derzeit.

    Jedenfalls gäbe es einiges zu diskutieren und zu klären, um aus der „Sackgasse“, in welche die restliche „Linke“ anscheinend geraten ist, wieder herauszukommen.
    (Doch daran scheint auch der GSP kein Interesse mehr zu haben.
    Ansonsten hätten diese bereits längst ein Forum, in dem solche und auch andere Themen diskutiert werden können.)

    Grüße
    Michael Hübner

    Eine kleine Gegenprobe:
    Bekanntlich waren die (inzwischen weitgehend vergangenen) kapitalistisch guten Zeiten (in denen es noch reales Wachstum des Kapitals gab) nicht die Zeiten, in denen es der Bevölkerung mehrheitlich zunehmend schlechter, sondern besser ging.
    (Was sogar einen „Tölpel“ wie Trump aufgefallen ist.)

  29. „Jedenfalls gäbe es einiges zu diskutieren und zu klären, um aus der „Sackgasse“, in welche die restliche „Linke“ anscheinend geraten ist, wieder herauszukommen.
    (Doch daran scheint auch der GSP kein Interesse mehr zu haben.
    Ansonsten hätten diese bereits längst ein Forum, in dem solche und auch andere Themen diskutiert werden können.)“

    Hallo Michael, auf das Zeltlager und die Erarbeitung von „Arbeit und Reichtum“ hatte ich dich bereits hingewiesen. Dass das Internet immerzu nur bedingt für das Interesse an Klärung deswegen taugt, weil man dort gar nicht auf all die Tausenden von weiteren Klärungsbedarfen gleichzeitig eingehen kann, und selbst bei bestem Willen oft nur rätseln kann, was der andere eigentlich wirklich will, scheint mir eine schwierige Vorbedingung zu sein, daher rate ich eher dazu, Klärungsbedarfe mündlich vorzubringen, dann kann man besser aktuell darauf reagieren, und sich korrigieren, wenn der andere was ganz anderes gemeint haben wollte. Solche Diskussionskreise gibt es in vielen Städten, und wenn du auf dem Land wohnst, dann muss man eben die Fahrten organisieren. Immerzu Contradictio vollzuschreiben scheint mir nicht der Weisheiit letzter Schluss zu sein.
    https://www.argudiss.de/
    https://de.gegenstandpunkt.com/sonstiges/veranstaltungen
    https://www.farberot.de/veranstaltungen/diskussionstermin/termine.html

  30. http://www.kapital-lesen.com/

    http://o94.at/radio/sendereihe/gegenargumente_neu/

    Dass du überhaupt ein Interesse an Klärung hast,
    das habe ich einfach mal gutwillig unterstellt….

  31. Warum das „linke Weltbild“ heutzutage weitgehend marginalisiert ist:
    Im Vergleich z.B. zu den 1960er- bzw. 1970er-Jahren (als es einerseits noch eine weitgehende Vollbeschäftigung gab mit Reallohnerhöhungen, oftmals sogar 13.Monatsgehalt + Weihnachtsgeld + Urlaubsgeld usw., während andererseits die Gewinne der Unternehmen „sprudelten“), ist heutzutage nicht nur Deutschland ein Paradies fürs Kapital.
    (Mit Niedriglohnsektor, Leiharbeit, Teilzeitjobs mit geringen sog. Sozialabgaben, kaum noch Reallohnsteigerungen usw.)

    Eigentlich müßte der Kapitalismus florieren wie nie zuvor.
    In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall.
    (Wobei sich niemand von den schönfärberischen Meldungen in den bürgerlichen Medien bzw. gar Merkels Wahlkampfreden täuschen lassen sollte.
    Selbt große Konzerne erwirtschaften inzwischen ihren Gewinn zunehmend weniger aus der regulären Geschäftstätigkeit, sondern z.B. mit Aktienverkäufen bzw. sonstigen Transaktionen.)

    Das ist übrigens auch der Grund, warum die Proteste und Demonstrationen gegen eine weitere Verschlechterung der Lage der meisten Lohnabhängigen (wie derzeit in Frankreich) bereits seit längerer Zeit zunehmend „ins Leere“ laufen und weitgehend wirkungslos bleiben.

    Grüße
    Michael Hübner

  32. Noch eine Bemerkung zur derzeitigen Lage in Frankreich:
    (Während es woanders ähnlich ist.)

    Wenn z.B. Macron den Leuten erklärt, daß die sog. Arbeitsmarktreformen (die klar eine weitere Verschlechterung für die meisten Lohnabhängigen beinhalten) notwendig seien, um die Konkurrenzfähigkeit der französischen Wirtschaft zu erhalten bzw. wieder herzustellen, leuchtet das den meisten Franzosen bzw. Französinnen letztlich ein.
    Schlichtweg, da das innerhalb der bestehenden Verhältnisse stimmt.
    (Die Alternativen wären weitere Werksschließungen, Verlagerung der Produktion ins billigere Ausland, steigende Arbeitslosigkeit usw.)

    Während eine (nur scheinbar radikale) Minderheit, die sich gelegentlich noch die eine oder andere Straßenschlacht mit der Polizei liefert, die Lage beschönigt und so tut, als wäre das alles gar nicht nötig.
    (Sondern z.B. nur einer falschen Politik, der „Profitgier“ der Kapitalisten oder sonstwas geschuldet ist.)

    Anstatt den Leuten zu erklären, daß es innerhalb der bestehenden Verhältnisse keinen Ausweg aus der zunehmenden „Abwärtsspirale“ mehr gibt und der einzig richtige Schluß „Weg mit dem Kapitalismus!“ ist.
    Das wäre wirklich radikal.

    Grüße
    Michael Hübner

  33. Hallo Jacko,
    da täuscht Du Dich bzw. schreibst nicht die Wahrheit.

    Die von Dir genannten Veranstaltungen dienen weitgehend der Indoktrination mit (tatsächlichem bzw. vermeintlichem) „GSP-Wissen“ und haben mit einer offenen Diskussion kaum etwas zu tun.

    Meine Kritik am GSP ist grundsätzlicher, da ich einige „tragende Säulen“ für falsch halte.
    (Einmal abgesehen von der mangelhaften und letztlich auch falschen Erklärung der derzeitigen Finanz- bzw. Weltwirtschaftskrise usw.)
    Und daran hat der GSP kein Interesse, da deren Inhalte zu einem Dogma geworden bzw. erstarrt sind.
    Was das Ende nicht nur von Wissenschaft, sondern einer jeden Organisation bzw. Gruppierung ist.
    Warten wir `mal ab.

    Grüße
    Michael Hübner

  34. PS: Was nicht heißt, daß nicht das eine oder andere (z.B. die Vorträge von Peter Decker) hörens- und auch lesenswert ist.
    Doch insgesamt halte ich den GSP für ein „Auslaufmodell“, das kaum noch eine Zukunft hat.

    Grüße
    Michael Hübner

  35. Hallo Jacko,
    dennoch Danke für Deine „Links“, die ich allerdings bereits kannte.
    Oder meinst Du, ich würde mir anmaßen, eine grundsätzliche Kritik zu üben, wenn ich nicht wüßte, worum es geht?
    (Ich kenne die Standpunkte der früheren „Marxistischen Gruppe“ bzw. des späteren GSP bereits seit über 30 Jahren.)

    Und klar ist das Internet z.B. für Diskussionen nur bedingt tauglich.
    Doch das ist nunmal heutzutage die „Anlaufstelle“ für die meisten Menschen.

    Während das Problem bei etlichen GSPlerInnen ist, daß diese meinen, bereits alles zu wissen – d.h. weitgehend „fertig“ sind.
    Und in solchen Fällen bleibt nur noch, entweder zuzustimmen oder sich zu verabschieden.

    In diesem Sinne
    mit Grüßen
    Michael Hübner

    Noch ein Beispiel von mehreren:
    „Herr Keiner“ (von der Webseite „keiner.com“) hat sich vor einiger Zeit die Mühe gemacht, einen Artikel des GSP (in dem es um den neuen deutschen Imperialismus ging) zu kritisieren und diesen veröffentlicht in der Hoffnung, daß sich eine Diskussion entwickelt.
    Reaktion meines Wissens: gleich Null.

  36. –> Michael Hübner on September 15th, 2017 at 12:08

    Es gibt „eine Minderheit,“ die „so tut, als wäre (!) das alles gar nicht nötig.“ Nötig scheint also auch Dir „eine weitere Verschlechterung für die meisten Lohnabhängigen” doch zu sein, denn „die Alternativen wären (!) weitere Werksschließungen, Verlagerung der Produktion ins billigere Ausland, steigende Arbeitslosigkeit.“ Aber jetzt, nachdem die Verschlechterung „den meisten Franzosen bzw. Französinnen letztlich ein-“ -leuchtet und von ihnen akzeptiert wird, gibt es diese kapitalistische Kalkulation dann letztlich gar nicht mehr? Wieso nicht? Weil den armen französischen Kapitalisten (oder foreign investors in Frankreich) jetzt ein wenig geringer Ausweg einleuchtet?!
    Bildet Dir (oder den Franzosen und Französinnen) bitte nicht ein, dass es DIESE Alternativen im französischen Kapitalismus jetzt nicht mehr gibt.
    Das wäre wirklich radikal …

  37. Hallo „Dann“,
    heutzutage, d.h. in kapitalistischen Krisenzeiten, führen solche Proteste, die letztlich nichts anders als Verteilungskämpfe innerhalb des Systems sind, ins Leere bzw. in die Irre.
    Schlichtweg, da es zunehmend weniger zu verteilen gibt.

    Anstatt sich weiterhin Illusionen zu machen, sollten die Leute erkennen, daß es innerhalb der bestehenden Verhältnisse keinen Ausweg bzw. gar eine Verbesserung mehr gibt – im Gegenteil.
    Und nur noch die Abschaffung des Kapitalismus etwas bringen würde.
    Alles andere ist eine Verharmlosung bzw. Beschönigung der Lage.

    Grüße
    Michael Hübner

  38. Noch ergänzend:
    Wer sich allerdings die Welt bzw. den Kapitalismus so vorstellt, daß sich die Politiker und Kapitalisten (z.B. Macron und „Goldman Sachs“) gegen die meisten Lohnabhängigen „verschworen“ hätten und diese Verschwörungstheorie „Neoliberalismus“ nennt (was es gar nicht bräuchte), ist über das Niveau von Micky-Mouse-Heften (in denen Dagobert Duck seine Goldstücke zählt) nicht hinausgekommen.
    Da hätte sich Karl Marx seine Erklärung des Kapitalismus in seinem Lebenswerk „Das Kapital“ glatt sparen können.

    Grüße
    Michael Hübner

    PS: Das ist übrigens auch der Grund, warum die ehemals großen sich sozialistisch bzw. gar kommunistisch nennenden Parteien und Gewerkschaften (vor allem in Frankreich und Italien) inzwischen weitgehend verschwunden sind.
    Auf die bereits längst vor 2007 sich abzeichnende kapitalistische Weltwirtschaftskrise (mit Werksschließungen, Abbau von Arbeitsplätzen usw.) hatten diese keine Antwort.

  39. Noch am Rande:
    Falls allerdings die Erklärung der (nunmehr bereits seit 10 Jahren offensichtlich gewordenen und sich seitdem weiter verschärfenden) heutigen Finanz- bzw. Weltwirtschaftskrise des GSP stimmen sollte, daß es sich nur um eine der üblichen kapitalistischen Krisen handelt, denen wieder ein „Aufschwung“ folgt, brauchen sich die meisten Lohnabhängigen keine weiteren Sorgen zu machen.
    Sondern müssen nur noch etwas warten.

    Damit liegt übrigens der GSP im (allerdings inzwischen „bröckelnden“) bürgerlichen „Mainstream“.
    (Bekanntlich sehen das z.B. Merkel und Co. ähnlich.)

    Allerdings wollte selbst z.B. ein Trump (und mit ihm ca. die Hälfte der amerikanischen WählerInnen) nicht mehr an die Aussagen von Obama bzw. Hillary Clinton glauben, daß es sich nur um einen vorübergehenden „Strukturwandel“ (wie diese das nannten) handeln würde und versucht nunmehr (relativ „außerökonomisch“) die Welt mit Drohungen und Erpressungen sowie gelegentlichen sog. Militärschlägen in die von ihm gewünschte Richtung zu bringen.

    Grüße
    Michael Hübner

  40. Abschließend noch der Vollständigkeit wegen:
    Wer allerdings denkt, daß sich die weitere wirtschaftliche Abwärts-Entwicklung (die demnächst voraussichtlich vor allem auch das exportabhängige Deutschland voll trifft) derart verschärft, daß es zwangsläufig zu Aufständen kommen muß, täuscht sich wiederum.

    Zumindest die bislang kapitalistisch führenden Staaten (die noch über die nötigen Mittel verfügen) sehen nicht (weitgehend tatenlos bzw. ohnmächtig) zu, wie ihr geliebter nationaler Kapitalismus zunehmend „den Bach herunter“ geht. (Das beste Beispiel ist derzeit Trump und die Seinen.)
    Sondern besinnen sich in solchen Fällen auf das Militär als „ultima ratio“, um die Welt in ihrem Interesse neu zu ordnen.

    Und spätestens während des 3.Weltkriegs gibt es wieder Vollbeschäftigung.
    Sowohl an der direkten Kriegs- als auch sog. Heimatfront.
    Das sollte sich niemand etwas vormachen.

    Grüße
    Michael Hübner

  41. –> Michael Hübner on September 16th, 2017 at 09:27

    Ich muss um Verzeihung bitten! Ich habe nicht gedacht, dass Du der Auffassung seist, dass „es zunehmend weniger zu verteilen gibt.“ So viel wie jetzt hat es noch nie gegeben, aber „zu verteilen“ ist es ganz sicher nicht. Das ist aber gar nichts Neues. Das war im Kapitalismus schon immer so. Die Waren sind nicht da, um verteilt, sondern um gewinnbringend verkauft zu werden. Überproduktion ist dementsprechend ein Problem: https://germanwatch.org/de/14295 Deswegen gehört der Kapitalismus abgeschafft.
    Wo erblickst Du das „weniger zu verteilen“?!

  42. Hallo „Dann“,
    es geht doch nicht um die Verteilung von Waren.
    (Bekanntlich werden diese in der Regel verkauft.)

    Sondern vielmehr um das Wachstum des Kapitals, an dem es bereits seit längerem mangelt bzw. gar fehlt.
    (Oder warum meinst Du, daß es z.B. für Geldeinlagen bei Banken und Sparkassen so gut wie keine Zinsen mehr gibt und einige Banken bereits Gebühren für die Aufbewahrung von größeren Summen verlangen?
    Im Kapitalismus, in dem sich alles um die Vermehrung des Geldes bzw. Kapitals dreht, ist das der noch nie dagewesene „Super-Gau“.)

    Während selbst große Konzerne heutzutage ihre Gewinne zunehmend weniger aus dem regulären Geschäftsbetrieb erwirtschaften, sondern z.B. aus Aktienverkäufen und sonstigen Transaktionen.
    (Während es bei den meisten anderen kleineren Unternehmen noch schlechter aussieht.)

    Auch die sagenhaften Reichtümer einiger Milliardäre kommen schon längst nicht mehr aus der sog. Realwirtschaft, sondern z.B. aus dem spekulativen Anstieg der Aktienkurse bzw. sonstiger Wertpapiere.

    Und in einer solchen Lage, in dem das Kapital kaum noch wächst, laufen auch gewerkschaftliche Forderungen z.B. nach höheren Löhnen usw., weitgehend ins Leere.
    (Zumal das Kapital in Krisenzeit weniger Arbeitskräfte braucht und sich aufgrund des Konzentrationsprozesses nur noch größere Unternehmen am Markt behaupten können usw.)

    Wäre es anders und würde der Kapitalismus tatsächlich florieren, gäbe es keine bereits seit 2007 anhaltende und sich seitdem weiter verschärfende Finanz- bzw. Weltwirtschaftskrise.
    (Auch, wenn die Politiker und die bürgerlichen Medien weiterhin die Lage absichtsvoll beschönigen.)

    Grüße
    Michael Hübner

  43. Und nicht zu vergessen:
    Deutschland ist eine der wenigen Staaten, in denen es bislang (allerdings voraussichtlich nicht mehr lange) noch besser war.
    Woanders macht sich die Krise bereits weitaus mehr bemerkbar.
    (Deshalb ist es hierzulande auch noch relativ ruhig, während es in anderen Staaten, z.B. Italien, Spanien, Griechenland usw., bekanntlich bereits mehrere sog. Massendemonstrationen gab.)
    Und selbst in den USA sieht es insgesamt kaum besser aus, ansonsten wäre einer wie Trump mit seiner „Krisendiagnose“ wahrscheinlich nicht Präsident geworden.

    Grüße
    Michael Hübner

  44. Noch ergänzend:
    Letztlich wird der Kapitalismus bereits seit einiger Zeit nur noch „künstlich“ am Leben erhalten, in dem die Zentralbanken laufend Unsummen „frisches Geld“ in das System „pumpen“.
    (Und z.B. versuchen, mit sog. Negativzinsen die Wirtschaft wieder „anzukurbeln“.
    Allerdings weitgehend erfolglos.)

    Grüße
    Michael Hübner

  45. Was auch nicht vergessen werden sollte:
    Etliche Unternehmens-Bilanzen werden vor allem heutzutage mit „Bilanzierungs-Tricks“ beschönigt, um auf den sog. Kapitalmärkten weiterhin ausreichend Kredit zu bekommen.

    So ist es z.B. in der Automobilindustrie inzwischen üblich, daß die Parkplätze der Händler oder auch konzern-eigenen Tochterunternehmen wie z.B. Leasingfirmen mit Neuwagen randvoll gestellt werden.
    Damit gelten diese zwar formal (d.h. bilanztechnisch) als verkauft, obwohl diese in Wirklichkeit nur von einem Parkplatz zum nächsten transportiert wurden usw.

    Grüße
    Michael Hübner

  46. Zur Vermeidung von Mißverständnissen:
    Was natürlich nicht heißt, sich um die Kapitalisten Sorgen machen zu müssen.
    Den meisten geht es materiell immer noch weitaus besser als vielen anderen.

    Doch die kapitalistisch guten Zeiten (in denen einerseits die Gewinne „sprudelten“ und andererseits auch die meisten Lohnabhängigen reale Zuwächse hatten) sind insgesamt längst vorbei.
    (Auch wenn das eine oder andere Unternehmen – heutzutage vor allem Konzerne – noch immer ansehnliche Gewinne macht.)

    Grüße
    Michael Hübner

  47. –> Michael Hübner on September 17th, 2017 at 01:57
    „es geht doch (…) um das Wachstum des Kapitals“
    Und Du bist der Auffassung, dass DAS „zu verteilen“ ist?!
    Nur eben „zunehmend weniger“ …
    https://fred.stlouisfed.org/series/DJIA

  48. Hallo „Dann“,
    Du bringst alles durcheinander.

    Der „Dow Jones“ (bzw. davon abgeleitete „Kurven“) sind rein spekulative Werte und haben vor allem heutzutage mit der sog. Realwirtschaft kaum noch etwas zu tun.
    (Mangels anderer lukrativer Anlagemöglichkeiten spekulieren z.B. die Banken, Investmentfonds usw. an den Börsen, wobei es nur noch darum geht, möglichst rechtzeitig fallende Kurse zu erkennen – Profis rechnen bereits längst mit einem „Crash“, da die letzten „die Hunde beißen“.)

    Vielmehr habe ich vom tatsächlichen Kapitalwachstum geschrieben (das weiterhin seine Grundlage in der menschlichen Arbeit hat, daran hat sich trotz aller Illusionen, daß das „Geld arbeitet“ bzw. sich das Kapital von selbst vermehrt, seit Marx nichts geändert).
    Und daran mangelt es bereits seit längerem.
    (Wobei es von Staat zu Staat bzw. in verschiedenen Weltgegenden unterschiedlich, aber insgesamt nicht berauschend ist – Tendenz weiter fallend.)

    Und wenn die Gewinne der Unternehmen nicht mehr „sprudeln“ (vielleicht mit Ausnahme einiger Konzerne), gibt es auch weniger zu verteilen, z.B. höhere Löhne usw.

    Grüße
    Michael Hübner

    PS: Anscheinend lassen sich viele von der (auch staatlich geförderten) Propaganda z.B. in den bürgerlichen Medien täuschen, die den Leuten (und vor allem auch den sog. Investoren) absichtsvoll weiterhin vortäuscht, daß es mit der „Wirtschaft“ eigentlich gut, wenn nicht gar bestens stehe, und der Kapitalismus eine glänzende Zukunft hat.
    (Wer daran noch glaubt, meint wahrscheinlich auch, daß z.B. die Störche die Kinder bringen bzw. die Zitronenfalter die Zitronen falten usw.)

  49. Vielleicht noch folgendes:
    Selbst ein Tölpel wie Trump (der wirklich vom Kapitalismus kaum etwas verstanden bzw. begriffen hat) bemerkte mehrmals, daß die US-Ökonomie inzwischen weitgehend eine „Fake-Ökonomie“ ist.
    (Und bestritt z.B. die von der Obama-Regierung – ähnlich wie auch hierzulande – klar beschönigten Arbeitslosenzahlen usw.
    Während die noch verbliebenen Jobs zunehmend die Leute kaum noch ernähren, siehe Niedriglohnsektor, Leih- und Teilzeitarbeit und was es sonst heutzutage noch alles gibt, die sog. „working-poors“.)

    Immerhin haben dieser Diagnose ca. die Hälfte der amerikanischen WählerInnen zugestimmt und wollten dem „schönen Bild“ der USA, das Obama und Hillary Clinton zeichneten, nicht mehr glauben.

    Während mit einigen Konzernen (vor allem aus dem „Silicon Valley“ bzw. in der IT-Branche, die zudem noch weitaus weniger Menschen beschäftigen als die früheren Industrien) oder auch der „Wall Street“, wo noch kapitalistisch etwas läuft, während zunehmend mehr Amis verarmen, vielleicht noch sowas wie z.B. Indien, aber keine Groß- bzw. gar Weltmacht mehr zu machen ist.
    Dafür bräuchte es einiges mehr.
    (Was bislang auch nur deshalb funktionierte, da sich die USA insgesamt – d.h. vor allem der Staat, aber auch viele Unternehmen und Amis – immer weiter verschuldeten.)

    Grüße
    Michael Hübner

    PS: Das ist übrigens auch der Grund, warum die früher sogar gelegentlich `mal „klassenkämpferischen“ Gewerkschaften inzwischen weitgehend verstummt bzw. mit ihrem „Latein“ am Ende sind.
    Und mit denen so gut wie die gesamte „Linke“.

    Also von wegen, „die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer“ würde dem Kapitalismus nichts ausmachen (wie z.B. auch der GSP behauptet), solange sich die Leute das bieten lassen.
    Das Ergebnis einer solchen Entwicklung ist vor allem auch in den USA zu beobachten.
    (Bekanntlich sah Marx das anders und vertrat die Ansicht, daß das Kapital die „Springquellen seines Reichtums“ – d.h. die Arbeit und Natur – laufend „untergraben“ würde.
    Was natürlich früher oder später zwangsläufig in einer finalen Finanz- bzw. Weltwirtschaftskrise endet.
    Und zwar genau dann, wenn die Welt weitgehend „globalisiert“ bzw. kapitalisiert ist und es letztlich kaum noch ein allgemeines Wachstum des Kapitals mehr gibt.)

  50. Noch zur Vermeidung von Mißverständnissen:
    Was allerdings nicht heißt, daß der Kapitalismus letztlich einfach „zusammenbrechen“ würde.
    Vielmehr führt diese Entwicklung zwangsläufig in den 3.Weltkrieg.
    (Solange die Bürgerlichen nicht ihr letztes „Pulver verschossen“ haben, geben diese nicht auf.
    Zumal diese sich eine andere Welt als die ihrige gar nicht vorstellen können.)

    Grüße
    Michael Hübner

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