26.01.12 | Wien | Nachbesprechung zur “Krise des globalen Finanzsystems” und Fortsetzung zu “Konsum im Kapitalismus”
Von webmaster • Jan 22nd, 2012 • Kategorie: Veranstaltungen| 26. Januar 2012 | ||
| 19:00 |
Zeit: Donnerstag | 26.01.2012 | 19 Uhr
Ort: Amerlinghaus | Stiftgasse 8 | 1070 Wien
Veranstalter: AG Gegenargumente Wien
Thema: Nachbesprechung zur “Krise des globalen Finanzsystems” und Fortsetzung zu “Konsum im Kapitalismus”
Begonnen wird mit der Nachbesprechung des Vortrags von Margaret Wirth “Die Krise des globalen Finanzsystem und ihre Bewältigung: Die Weltwirtschaftsmächte kämpfen um ihren Kredit – gegeneinander!”
Gibt es dafür nur wenig Bedarf, dann geht es mit der Fortsetzung des ”Konsum im Kapitalismus” weiter!
Konsum im Kapitalismus
Angeblich leben wir in einer Wohlstandsgesellschaft, in der die Versorgung der Leute gegeben ist. Gleichzeitig sieht sich die Regierung genötigt, jedes Jahr den Stand der Verarmung in der Gesellschaft in einen Armutsbericht zu fassen und ganze Abteilungen universitärer Armutsforschung zu finanzieren, die sich mit für eine Wohlstands-gesellschaft typischen Fragen wie Armenspeisung, Kinder-, Altersarmut, Obdachlosigkeit, etc. beschäftigt.
In dieser Gesellschaft wird der Kunde als König vorstellig gemacht, als Herrscher über die Produktion. Die Instanz, die entscheidet was, wie und wie viel produziert wird. Und dennoch wird er immer wieder überrascht, was ihm an Gammelfleisch, dioxinhaltigen Bio-Eiern, giftigen Möbeln, Spielzeug, Textilien, etc. vorgesetzt wird. Seine hoheitliche Konsumentenmacht entwickelt ein seltsames Bedürfnis nach Institutionen, die sich auf seinen Schutz und seine Beratung spezialisiert haben, auch als Verbraucherschutzzentralen bekannt. Selbst der Staat `spendiert´ dem `König Kunde´ ein Ministerium für Verbraucherschutz.
Als wäre das nicht Schaden genug, muss er sich auch noch den Vorwurf mancher kritischer Zeitge-nossen anhören, er würde verantwortungslos konsumieren und wäre selbst Schuld, nicht nur am eigenen, sondern auch am Schaden anderer: nämlich der marrokanischen Plantagenarbeiter, der ostasiatischen arbeitenden Kinder, des weltweiten Klimas und wenn wir schon dabei sind, auch des Weltfriedens.
Bei den Lösungsvorschlägen dieser Art von Kritik zeigt sich ihr eigentümlich konstruktiver Charakter: das einzige, was sich zu ändern hat, ist das Verhalten der Konsumenten.
Wie ist es also, um den Konsumenten und seine sagenhafte Macht bestellt?
Literaturtipp dazu
GegenStandpunkt 2-10: Ideologien über Konsum und Konsumentenmacht in der Marktwirtschaft. – http://www.gegenstandpunkt.com/gs/10/2/gs20102067h1.html
Die AG Gegenargumente trifft sich einmal im Monat zum Jour fixe.
Im Übrigen fängt Kritik nicht damit an, dass man sich fragt, ob sie machbar und konstruktiv ist. Sie beginnt damit, dass man sich Rechenschaft ablegt darüber, woher all das kommt, was man als Belästigung und Schaden wahrnimmt. Wer auf Ursachenforschung verzichtet, vertut sich womöglich im Engagement, sucht sich Ort, Zeit und Adressat wie Gegner seiner Bemühungen verkehrt aus. Dann vergeht seine Jugend, und er ist für den Frieden marschiert, hat seine Zeit im Frauenbuchladen verplempert und Grüne gewählt, während die Klassengesellschaft funktioniert, dass es kracht.
http://aggegenargumente.blogsport.eu/2012/01/20/nachbesprechung-und-fortsetzung/

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